Mittwoch, 16. Mai 2018 14:27 Uhr

Sahra Wagenknecht am Herd. Das haben wir ja auch noch nie gesehen

Auch wenn ihre Parteikollegen ihr abgeraten haben, Sahra Wagenknecht, die Fraktionsvorsitzende der Linken zeigt sich in einer TV-Kochshow als Hobby-Köchin.

Sahra Wagenknecht am Herd. Das haben wir ja auch noch nie gesehen

Sahra Wagenknecht. Foto: MG RTL D / Frank W. Hempel

Wagenknecht kommt am Sonntagabend in die Kochshow „Grill den Profi“. In der Vox-Sendung seien schon Weltmeister, Olympiasieger und Gäste aus dem Hochadel am Herd zu sehen gewesen, aber noch nie eine aktive Bundespolitikerin, teilte der Sender am Mittwoch mit. Auch für Wagenknecht (48) sei das eine Premiere: „Sie nimmt zum ersten Mal an einer Unterhaltungsshow teil.“ Das sei eine spannende Herausforderung, erklärt die Linke-Politikerin zu Beginn der Sendung. „Und ich gebe ehrlich zu: Ich bin aufgeregter, als wenn ich zu „Anne Will“ oder „Maybrit Illner“ gehe!“

Auf die Frage nach Reaktionen aus ihrer Fraktion sagt Wagenknecht: „Die waren alle völlig entsetzt und haben gesagt, „Um Gottes Willen, mach das nicht! Du bist doch eine seriöse Frau, du kannst doch nicht öffentlich kochen.“ Das hat mich aber nicht so beeindruckt.“ Wagenknecht spielt mit um den Tagessieg und eine Spende für einen guten Zweck zusammen mit dem Schauspieler Daniel Donskoy („Sankt Maik“), dem Moderator Lutz van der Horst („heute-show“) sowie dem Koch-Coach Mario Kotaska. Gemeinsam haben sie nach Angaben des Senders nur ein Ziel: den Profikoch Ali Güngörmüs „grillen“.

Sahra Wagenknecht am Herd. Das haben wir ja auch noch nie gesehen

Koch-Profi Ali Güngörmüs beantwortet auch eine Frage von Ruth Moschner. Foto: MG RTL D / Frank W. Hempel

„Ich esse unheimlich gern“

Mit Eleganz, Ruhe und sympathischer Offenheit geht die Wahl-Saarländerin Sahra Wagenknecht diese Herausforderung an. Ohne sich aus dem Konzept bringen zu lassen, beantwortet sie die Fragen von Ruth Moschner. War die studierte Volkswirtin denn schon immer ein Genussmensch? „Ich esse unheimlich gern. Deswegen habe ich irgendwann angefangen das Kochen zu lernen. Man will ja nicht ständig essen gehen und man hat auch gar nicht immer die Zeit dafür. Abends zu Hause ist es auch gemütlicher, man ist zu zweit, muss sich nicht extra für draußen zurechtmachen. Gerade wenn ich eine anstrengende Woche hinter mir habe, bin ich immer total froh, wenn ich mal zu Hause bin.“ Auch über ihre Kindheit, alleine mit ihrer Mutter, spricht die Halbiranerin aus Jena offen: „Ich war drei Jahre alt, als mein Vater wegging. Ich weiß nur noch, dass er mich immer auf den Schultern getragen hat. Das habe ich richtig vermisst. Da war ich schon traurig, als er weg war.“

Sahra Wagenknecht am Herd. Das haben wir ja auch noch nie gesehen

V.l.: Daniel Donskoy, Koch-Profi Ali Güngörmüs, Sahra Wagenknecht und Lutz van der Horst. Foto: MG RTL D / Frank W. Hempel

Bei „Grill den Profi“, moderiert von Ruth Moschner, treten prominente Hobbyköche gegen einen Profikoch an. In jeder Folge bringen die Promis ihr Lieblingsgericht mit, um mithilfe eines Koch-Coachs den Profi auf die Probe zu stellen, der erst in der Show erfährt, welches Gericht gekocht wird. (dpa/KT)

Die Sendung mit Sahra Wagenknecht zeigt Vox am Sonntag, 20. Mai, um 20.15 Uhr.

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