Dienstag, 6. März 2018 14:28 Uhr

Susan Sarandon: Hollywood-Rollen werden nach Followern ausgesucht

US-Schauspielerin Susan Sarandon äußert sich jetzt ziemlich kritisch über Hollywoods Filmindustrie. „Intelligenz ist dort definitiv nicht nötig. Ich bin nicht sicher, ob sie ein Vor- oder Nachteil ist. Aber die Unterhaltungsindustrie belohnt Mittelmäßigkeit“, sagt sie in der aktuellen Ausgabe von ‚Vogue‘, die ab heute übrigens in einem größeren Format und mit neuem Design erscheint!

Susan Sarandon: Hollywood-Rollen werden nach Followern ausgesucht

Foto: Joseph Marzullo/WENN.com

„Hollywood blickt nur auf Zahlen und Territorien. So viele Regisseure müssen Schauspieler besetzen, die sie überhaupt nicht haben wollen“, verriet die berühmte Schauspielerin und legt mit einem Beispiel nach: „Als Kevin Spacey ins Zwielicht geriet, wurde er in ‚Alles Geld der Welt‘ von Christopher Plummer ersetzt. Ridley Scott, der Regisseur, sagte, er habe ihn sowieso von Anfang an gewollt, ihn aber nicht besetzen dürfen, weil man meinte, dass Spaceys House-of-Cards-Serienerfolg ein großes Publikum garantiere.“

In Hollywood herrscht eine Bankiersmentalität

Und die 71-Jährige ergänzt in dem Vogue-Gespräch: „Sehen Sie sich doch einmal an, wen wir als Präsidenten haben: Er ist ein Reality-Show-Star. Die Menschen haben seines Images wegen an ihn geglaubt – das nichts mit ihm zu tun hatte. Die Leute, die über die Besetzung einer Rolle entscheiden, gehen nach Marketingkriterien vor. Soweit ich weiß, gilt das auch für Models in der Mode. Deshalb spielen die Kinder berühmter Leute so eine große Rolle. Gleichzeitig gibt es so viele schöne Frauen, die keine Chance erhalten.“

Sarandon fügte hinzu: „In Hollywood haben nicht mehr die gleichen Leute wie früher das Sagen. Heute herrscht dort eine Bankiersmentalität. Wenn jemand eine Rolle erhält, dann haben sie sich vorher angeschaut, wie viele Follower die Person im Netz hat. Die wirklich interessanten Dinge passieren heute vor allem im Independent-Film. Und inzwischen gibt es so viele Plattformen, auch im Fernsehen, wo mehr Rollen für kompliziertere Frauen im Angebot sind. Es kommt auf kluge Drehbuchautoren an.“

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren