Dienstag, 3. Oktober 2017 17:52 Uhr

Tom Petty: Verzweifelte Wiederbelebungs-Versuche durch Ehefrau

Ausnahmekünstler Tom Petty galt als einer der großen Rock’n’Roll-Rebellen. Nun ist er tot. Im Alter von 66 Jahren war er am Montag  nach einem Herzstillstand in einer Klinik plötzlich verstorben.

Tom Petty: Verzweifelte Wiederbelebungs-Versuche durch Ehefrau

Tom Petty und seine Frau Dana York 2012 in Irland. Foto: WENN

Medienberichten zufolge hatte Petty am Sonntagabend in seinem Haus in Malibu einen Herzstillstand erlitten. Einige Medien
hatte zunächst von einem Zusammenbruch am Montagmorgen berichtet. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Das US-Klatschportal TMZ hat derweil den Notruf-Mitschnitt aus dem Hause des Musikers veröffentlicht. Darauf hört man Pettys zweite Ehefrau Dana York (53) rufen „Mein Mann atmet nicht mehr“. Es folgten Anweisungen für eine Herzdruckmassage: „Sie müssen sich jetzt neben ihn knien, bitte genau neben seine Brust. Sie legen eine Hand in die Mitte seiner Brust, die andere Hand auf die erste.“

Dann rief sie plötzlich: „Ich glaube, er atmet wieder (…) Ich bin mir nicht sicher … (…) „Ja, er atmet ganz flach“. Anschließend dreht sie ihren Ehemann in die stabile Seitenlage, wartet, bis der Notarzt eintrifft.

Tom Petty wollte nicht in den Ruhestand

Petty hatte seit den 70er Jahren solo und mit seiner Band Tom Petty & the Heartbreakers Welterfolge gefeiert. New Wave-Songs wie „American Girl“, „Free Fallin'“, „Refugee“ und „I Won’t Back Down“ wurden zu Hits. Im Lauf seiner über 40 Jahre langen Karriere verkaufte er mehr als 80 Millionen Alben und wurde für 18 Grammys nominiert, von denen er drei gewann.

Erst vor wenigen Tagen war Petty mit seiner Band in Los Angeles aufgetreten, zum Abschluss einer großen Tour, mit der sie ihr 40. Jubiläum gefeiert hatten. Für November waren zwei Konzerte in New York angekündigt. Die Tour sollte die Abschiedstournee sein. Aber in den Ruhestand wolle er nicht gehen, hatte Petty dem US-Magazin „Rolling Stone“ gesagt. „Ich brauche etwas zu tun, sonst tendiere ich dazu, zu Hause zu nerven.“

Kondolenzen berühmter Kollegen

Musikerkollegen reagierten unterdessen mit Trauer. „Es sind schockierende, erdrückende Neuigkeiten. Tom bedeutete die Welt für mich“, teilte Bob Dylan dem „Rolling Stone“ mit. „Er war ein großartiger Künstler, voller Licht, ein Freund, und ich werde ihn nie vergessen.“

Die Briten-Band Coldplay legte bei einem Konzert in Portland eine Schweigeminute für Petty ein und spielte anschließend eine eigene Interpretation von „Free Fallin'“. Auch Rockmusiker Bon Jovi meldete sich auf Twitter und schrieb, Petty sei eines seiner großen Vorbilder gewesen. Der frühere Beatles-Musiker Ringo Starr postete, er werde Petty vermissen.

Petty hatte teils mit Dylan und Starr auf der Bühne gestanden. Er hatte die mit einem Grammy ausgezeichnete Gruppe Traveling Wilburys mitgegründet, der neben Petty und Dylan auch Beatle George Harrison sowie Jeff Lynne und Roy Orbison angehörten.

Auch Paul McCartney, Bryan Adams, Sheryl Crow, Billy Idol und Brian Wilson von den Beach Boys drückten ihre Trauer über Pettys Tod auf Twitter aus. (dpa/KT)

 

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