Sonntag, 15. März 2020 17:23 Uhr

„9 Tage wach“: Jannik Schümann über seine härteste Rolle

Starpress/Cinnemon Red

Ein Film wie ein Rausch. „Jannik Schümann [darf] endlich mal zeigen, was in ihm steckt“, lobt ‚Blickpunkt Film‘ die Leistung des deutschen Kino-Stars in dem ProSieben-Film „9 Tage wach“. Schümann („Dem Horizont so nah“) brilliert in dem Drogenfilm als Crystal-Meth-Junkie. Für die Rolle veränderte er sich körperlich extrem und nahm mehrere Kilo ab. klatsch-tratsch.de hat mit dem 28-jährigen Hamburger Schauspieler, der nebenbei Anglistik studiert, geplaudert.

"9 Tage wach": Jannik Schümann über seine härteste Rolle

Foto: Leonine

Warum sollte man sich diesen Film unbedingt anschauen?
Der Film „9 Tage wach“ ist wie ein Rausch für den Zuschauer. In großartigen Bildern wird die harte Drogenvergangenheit von Eric Stehfest gezeigt. Wir wollen mit dem Film über die Droge Crystal Meth aufklären, aber auch Betroffenen der Drogensucht Mut machen, dass man es schaffen kann, clean zu werden.

Wie kann man sich in einen solchen Abgrund begeben und glaubhaft darstellen, wenn man ihn selbst nie erlebt hat? Was konnte ihnen Eric Stehfest für die Rolle mitgeben?
Ich habe eng mit Jens Roth zusammengearbeitet, ein Schauspielcoach aus Berlin. Jens‘ Technik nennt sich „Source Tuning“. Sie ist wahnsinnig körperlich und hat mir extrem dabei geholfen, der Rolle für den Film näher zu kommen. Zusätzlich hatte ich das Glück, mich mit Eric (Stehfest) treffen zu können. Eric war wahnsinnig offen und hat mir all meine Fragen beantwortet, die sich in meinem Kopf gesammelt haben. Es gibt für einen Schauspieler doch keine bessere Vorbereitung, als mit dem „wahren Ich“ ausführlich zu reden und alle Informationen, die für die Rollenbildung erforderlich sind, aus dem Gegenüber ziehen zu können.

Haben Sie mal versucht ein paar Tage wach zu bleiben?
Lediglich während der Oscar-Verleihung bin ich auf Grund der Zeitverschiebung zu LA dazu verpflichtet, die Nacht durchzumachen.

Trotz Ihres Alters und Ihres makellosen Looks überraschen Sie in den letzten Jahren mit zunehmend tiefgründigen Rollen – vorrangig gerne auch mit zerrissenen Charakteren. Was treibt Sie an?
Mich interessieren Rollen, die möglichst wenig mit Jannik gemeinsam haben. Dafür bin ich Schauspieler geworden. Es ist jedes Mal ein großes Abenteuer und eine tolle und vor allem spannende Entdeckungsreise, sich auf die Suche nach den unterschiedlichsten Charakteren zu machen und mein Wissen zu erweitern.

Was sind Ihre nächsten Pläne?
Mitte April startet das Sommersemester. Ich freue mich wieder darauf in den Vorlesungssaal zu gehen!

„9 Tage wach“ heute Abend 20.15 Uhr, ProSieben

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