27.12.2020 19:00 Uhr

Clemens Schick über den strapaziösen Dreh von „Das Boot II“

Die zweite Staffel der bereits bei Sky ausgestrahlten Serie "Das Boot" um eine deutsche U-Boot-Besatzung im Zweiten Weltkrieg startet im ZDF.

@ ZDF/Stephan Rabold.

Die Geschichte wurde inszeniert nach Motiven der Romane „Das Boot“ und „Die Festung“ von Professor Lothar-Günther Buchheim.

Das passiert u.a. in Staffel 2 des Sky-Originals: Dezember 1942. Der erfahrene U-Boot-Kommandant Johannes von Reinhartz erhält den Auftrag, mit „U-822“ drei Saboteure an der US-Ostküste abzusetzen. In der franzö­sischen Hafenstadt La Rochelle fahndet die Gestapo derweil nach untergetauchten Ju­den. Unterdessen erfährt die Kriegsmarine, dass sich Johannes von Reinhartz mit „U-822“ nach dem Scheitern einer Geheimmission in die USA absetzen will. Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Wrangel wird „U-612“ zu seiner Verfolgung entsendet.

Clemens Schick über den strapaziösen Dreh von "Das Boot II"

@ ZDF/Stephan Rabold.

„Das Boot II“ in drei Teilen

Das ZDF zeigt die Serie ab dem heutigen 27. Dezember an drei Abenden hintereinander – in der Mediathek wird die Original-Konfektionierung sowohl in deutscher Synchronisation als auch im mehrsprachigen Original abrufbar sein. Die achtteilige Originalfassung ist ab Sonntag, 27. Dezember 2020 für drei Monate in der ZDF-Mediathek zu finden.

Übrigens: Die Dreharbeiten zur dritten Staffel sind bereits in Prag gestartet.

Hauptdarsteller Clemens Schick (Johannes von Reinhartz) sprach über die zweite Staffel der Serie.

Herr Schick, in der zweiten Staffel von „Das Boot“ spielen Sie einen U-Boot-Kapitän mit einer ganz eigenen Agenda. Was hat Sie an der Rolle gereizt?

Zu allererst hat mich die Vielschichtigkeit der Rolle fasziniert, die Herausforderung jemanden zu spielen, der sein Leben lang Soldat oder im Krieg war und dann begreift, dass er falsche Werte gelebt hat. Die Geschichte eines Soldaten zu spielen, der in den Widerstand geht. Das hat mich sehr gereizt. Es war ein großes Geschenk mit den beiden Regisseuren Ostermann und Glasner diese Geschichte zu erzählen. Und dann natürlich der Cast: Tom Wlaschiha ist ein sehr guter Freund von mir und mit Leonard Scheicher bin ich seit unserer letzten Arbeit, als ich seinen Vater spielte, auch befreundet.

War es schwierig, das Gefühl von Enge und Zusammengepferchtsein zu spüren?

Obwohl wir viel im Studio gedreht haben, wurde das U-Boot sozusagen original nachgebaut. Das heißt, wir hatten das Glück, die Enge real erleben zu können. Was wichtig war, um sich der Rolle zu nähern. Mir persönlich macht das überhaupt nichts aus. Ich kann mich gut in mich zurückziehen und konzentrieren, so dass ich das um mich herum wie ausblende.

Gab es bei den Dreharbeiten Herausforderungen, mit denen Sie nicht gerechnet hätten?

Die Hitze auf Malta. Wir haben dort im August gedreht, bei um die 40 Grad. Das in dicksten Winterklamotten wie Ledermäntel, Wollpullover und so weiter. Da kommt man an physische Grenzen. Aber ich versuche immer alles zu nutzen, was da ist. Am Ende sind solche Herausforderungen sinnliche Erfahrungen, die einem die Rolle näherbringen können.

Interview: Frank Baloch für das ZDF