06.03.2020 18:57 Uhr

Coronavirus: Die „Goldene Kamera“ wird auf November verschoben

US-Star Peter Falk (†)(re., USA) mit Schauspielerin Iris Berben 2004. Foto: imago images / Sven Simon

Die eigentlich für den 21. März 2020 geplante Verleihung der „Goldenen Kamera“ wird wegen einer möglichen Gefährdung durch das Coronavirus verschoben. Das teilten die Veranstalter heute mit.

Die Funke Mediengruppe habe diese Entscheidung auf Grundlage der Risikobewertung von Großveranstaltungen des Robert-Koch-Instituts und der Empfehlungen des Krisenstabs der Bundesregierung in Abstimmung mit dem ZDF und den Partnern der Veranstaltung getroffen, heißt es in der Presseinformation.

© GOLDENE KAMERA

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„Wir haben uns schweren Herzens zu diesem Schritt entschieden“, so Andreas Schoo, Geschäftsführer der Funke Mediengruppe. „Angesichts der sich täglich ändernden und beschleunigenden Entwicklung mussten wir aber so handeln, denn an erster Stelle steht die Gesundheit unserer Gäste, der Partner, des Publikums sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam mit dem ZDF als ausstrahlendem Sender und dem Flughafen Tempelhof als Veranstaltungsort haben wir uns mit dem 12. November 2020 bereits auf einen Ausweichtermin verständigt. Wir wollen unseren Preisträgerinnen und Preisträgern einen würdigen Rahmen bereiten und mit all unseren Gästen eine glanzvolle Gala feiern.“

Erst Ende Februar wurde verkündet, dass Iris Berben einen Preis als „Beste Schauspielerin“ erhalten soll. Die Verleihung der Goldenen Kamera sollte am 21. März 2020 in Berlin stattfinden und auch ab 20.15 Uhr live im ZDF übertragen werden.

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Gosling-Gate

Von 1966 bis 2015 war die „Goldene Kamera“ der Preis der Fernsehzeitschrift „Hörzu“ des Axel-Springer-Verlags. Viele der Preisträger wurden von einer Jury gewählt. Dann kam es 2017 zum Skandal. Bei der Vergabe der Goldenen Kamera an „La La Land“ als Bester Film international 2017 sollte die Trophäe an dessen Hauptdarsteller Ryan Gosling übergeben werden. Ein schlechtes Double von ihm wurde aber von einer extra dafür gefakten Agentur vermittelt. Dahinter steckten Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf und deren Produktionsfirma von „Circus HalliGalli“. Die kritisierten, dass in den letzten Jahren die internationalen Gewinner offenbar nach Verfügbarkeit ausgewählt wurden. „Circus HalliGalli“ gab die Goldene Kamera zurück.