08.11.2020 21:49 Uhr

Daniela Büchner will „Faneteria“ allein betreiben: Das sehen die Gülpens aber anders!

Montagabend (9. November) gibt es eine neue Folge des VOX-Quotenhits "Goodbye Deutschland". In der aktuellen Folge geht es vor allem auch um das Café "Faneteria" von Daniela Büchner, das von Marco und Tamara Gülpen betrieben wird.

imago images / nicepix.world

Darum geht es in der neuen Folge: Wird es für Fünffach-Mutter Danni Büchner und das umtriebige Gastronomen- Hostal-Betreiberpaar 2021 noch eine gemeinsame Saison als Geschäftspartner geben? Marco würde ja gerne weitermachen, Dani aber möchte das Café lieber allein als Familienbetrieb mit ihren Kids betreiben. Es kommt zur Aussprache…

klatsch-tratsch.de hat mit Tamara und Marco Gülpen über den aktuellen Stand der Dinge im mallorcinischen Cala Millor gesprochen.

Daniela Büchner will "Faneteria" allein betreiben: Das sagen die Gülpens!

imago images / nicepix.world

Klartext: Wie geht es nun mit der Faneteria angesichts des verheerenden Pandemie-Jahres 2020 weiter?

Die Faneteria wir nach aktuellen Stand definitiv weiter existieren. Dies ist möglich, weil der Betrieb verhältnismäßig geringe Betreiberkosten verursacht, und somit auch mit einem unter Umständen pandemiebedingten schwächeren Umsatz immer noch selbstragend überleben könnte. Wir haben ja auch unsere positive Herangehensweise glücklicherweise immer noch nicht verloren und hoffen, dass wir 2021 eine zumindest halbwegs zufriedenstellende Saison hinlegen können.

Bleibt ihr an Bord?

Tamara wollte eigentlich nicht mehr weitermachen, da wirklich viel Arbeit im Hintergrund an ihr hängengeblieben ist, und es durch unseren Nachwuchs teilweise recht schwierig für sie war. Auch weil sich unsere Mitarbeiter bei Problemen meist an sie gewendet haben. Ich konnte sie jedoch zum Weitermachen überzeugen, indem ich ihr versichert habe, dass ich diese Dinge zukünftig mehr auf mich lenken werde.

Im Übrigen sind wir beide ja schliesslich auch ein Team und ziehen alles zusammen durch – nicht zuletzt weil uns ja auch der Umgang mit unseren Gästen dort sehr viel Freude bereitet und (lacht) – auch ein recht gutes Geschäft ist.

Daniela Büchner will "Faneteria" allein betreiben: Das sagen die Gülpens!

Foto: privat

Daniela Büchner will den Laden 2021 am liebsten selbst übernehmen – mit ihren Kindern. Ihr seid dagegen. Warum?

Vermutlich hatte sich bei Danni der Entschluss entwickelt, die Sache alleine fortzuführen, weil wir die letzte Saison durch die Corona-Probleme sehr stark in unserem Hostal eingebunden waren. Deshalb konnten wir nicht so häufig wie im Vorjahr in die Faneteria kommen. Dennoch haben wir stets mit dafür gesorgt, dass der Laden am Laufen bleibt. In einem persönlichen Gespräch mit Danni haben ich ihr dann meine Meinung zu ihrem Gedankenweg erörtert. Da ging es dann um Sachen wie Charakterschwäche bis hin zu Dingen, wie es sich bei uns anfühlt, wenn man während der Fahrt von einem Karren geschmissen wird, den man kurz zuvor erst aus dem Dreck gezogen hat!

Aber abgesehen von den zwischenmenschlichen Dingen wäre es ohnehin auch juristisch nicht so einfach gewesen, einen Alleingang durchzusetzen.

Daniela Büchner will "Faneteria" allein betreiben: Das sagen die Gülpens!

imago images / nicepix.world

Kann sie das überhaupt schaffen mit weitestgehend null Erfahrung im gastronomischen Geschäft?

Ich denke, dass sie das ganze Drumherum, was den Betrieb eines solchen Unternehmens mit sich bringt, maßlos unterschätzt, und ich bin daher froh, dass wir uns zur gemeinsamen Weiterführung der Faneteria entschliessen konnten. Vor allem, um die Chancen einer erfolgreichen weiteren Saison zu erhöhen – denn dieser Laden ist mir in den letzten zwei Jahren wirklich sehr ans Herz gewachsen. Er ist ja schliesslich irgendwie auch noch Jens Büchners Baby und ich fühle mich da ein wenig wie der Patenonkel.

Die Saison 2020 ist längst gelaufen. Da zahlt man doch auch in nächster Zeit angesichts fehlender Gäste nur drauf.

Natürlich konnten wir, wie die meisten Geschäfte auf Mallorca, unsere Kosten nicht decken, aber dies gehört nun mal zu einem unternehmerischen Risiko dazu. Das wird uns nicht das Genick brechen. Wichtigste Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man ordentlich und stets nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen agiert.

Daniela Büchner will "Faneteria" allein betreiben: Das sagen die Gülpens!

imago images / ThomasReiner.pro

Eurer Hostal erlebte pandemiebedingt ein desaströses Jahr. Wie ist Eure Bilanz?

Unser Hostal hatte in der Saison 2020 einen Belegung-Rückgang, bzw. Umsatzeinbruch von 85 Prozent, den wir jedoch ein wenig kompensieren können, weil viele unserer Stammgäste auf die Rückzahlung ihrer Anzahlungen verzichtet haben, sodass wir diese als Voucher/Gutschrift für die kommende Saison verrechnen durften. Auch hier haben wir aber auch immens von unserer disziplinierten Geschäftsführungspolitik profitiert. Im Laufe der letzten immerhin acht Jahre konnten wir ein ordentliches Polster auf unserem Betriebskonto ansammeln, so dass wir auch noch eine weitere Minus-Saison überstehen könnten.

Ihr wollt nach Deutschland zurück?

Nein, wir wollen definitiv nicht komplett nach Deutschland zurück – wir sind lediglich während der Wintermonate in Deutschland, weil wir ja hier auch noch ein Geschäft haben und auch sehr gerne hier sind. Wenn unser Giulio dann mal soweit ist, dass es Richtung Schule geht, werden wir zum gegebenen Zeitpunkt überlegen, wo unser Lebensmittelpunkt dann sein wird – aber da haben wir ja noch ein paar Jahre Zeit.

Daniela Büchner will "Faneteria" allein betreiben: Das sagen die Gülpens!

Foto: privat

Was sind Eure nächsten Pläne?

Wir haben ein paar Änderungen im Hostal bzw. im dazugehörigen Café geplant, die voraussichtlich schon zur kommenden Saison umgesetzt sein werden. Wenn das Ganze exakte Formen hat, werden wir euch gerne informieren…lasst euch überraschen (lacht).

Könntet Ihr Euch vorstellen wie die Robens auch beim „Sommerhaus der Stars“ mitzumachen?

Das „Sommerhaus der Stars“ ist ein tolles Format, das wir auch immer verfolgen. Obwohl wir die letzte Staffel durch das „unglückliche“ Verhalten einiger Protagonisten als recht grenzwertig empfunden haben. Wir wissen immer noch nicht so recht, ob wir eine der betroffenen Personen für ihr Ruhigbleiben bewundern, oder eher bemitleiden sollen. (Marco meint Chris Stenz, Anm. der Red.) Ich selbst hätte sicher nicht fast wort- und tatenlos zugelassen, dass meine Frau dermaßen beleidigt und beschimpft würde.

Aber klar, wir hätten dennoch großes Interesse auch mal dort mitzumischen. Vielleicht wird’s ja dann mal wieder gerecht und lustig!