Das neue „Traumschiff“ – Komm, wir finden einen Schatz

Auf großer Fahrt:  Dr. Delgado (Collien Ulmen-Fernandes), Kapitän Max Parger (Florian Silbereisen, r) und Staffkapitän Martin Grimm (Daniel Morgenroth).
Auf großer Fahrt: Dr. Delgado (Collien Ulmen-Fernandes), Kapitän Max Parger (Florian Silbereisen, r) und Staffkapitän Martin Grimm (Daniel Morgenroth).

Dirk Bartling/ZDF/dpa

31.03.2021 10:12 Uhr

Sommer, Sonne, Fernweh: Das „Traumschiff“ hat die Menschen immer schon an Orte entführt, die Otto Normalverbraucher selten zu sehen bekommt. Jetzt geht es auf die Malediven.

Deutschland diskutiert darüber, ob es sinnvoll ist, in diesen Zeiten über Ostern nach Malle zu fliegen. Auf dem ZDF-„Traumschiff“ kann man über so eine Frage nur lachen. Da heißt es an Ostern nicht Malle, sondern sogar Malé – also zumindest beinahe.

In der neuen Episode am Ostersonntag (4. April, 20.15 Uhr) schippert der Luxusdampfer unverdrossen Richtung Malediven. Es geht auf das traumhafte Thaa-Atoll, rund 50 Flugminuten von der Hauptstadt Malé entfernt. Pandemie? Welche Pandemie?

Während Otto Normalverbraucher in diesen Tagen davon träumt, irgendwann mal wieder im Biergarten zu sitzen, sogar am Nordsee-Strand oder zumindest mit drei Freunden aus unterschiedlichen Haushalten im eigenen Garten, wird im ZDF geurlaubt, als hätte es das vergangene Jahr nicht gegeben. Keiner fragt nach Wechselunterricht oder Click und Collect. Hier geht es wie eh und je um die ganz großen Themen: Liebe, Rache und Vergebung.

Die Liebe gibt es auf dem „Traumschiff“ traditionell in der jungen und etwas gesetzteren Form. Die Junge wird dieses Mal verkörpert von Victoria Swarovski, die sich – passend zu ihrem Engagement in der RTL-Show „Let’s Dance“ – als Tänzerin Mia an Bord in den jungen Kornelius Busch (Ferdi Özten) verliebt, der – unterstützt von der erblindeten Fotografin Nele Berghaus (Lisa Karlström) ganz erfolgreich um sie wirbt.

Für die ältere Version sind Saskia Vester, Heinrich Schafmeister und Christoph M. Ohrt verantwortlich. Als der dauerflirtende Weltreisende Frank Baum (Ohrt) zu Beginn der Reise zu Hotelchefin Hanna Liebhold (Barbara Wussow) über seine Erwartungen an eine Beziehung sagt: „Für die Dauer einer Reise sichere ich gerne Exklusivität zu“, ist dem erprobten „Traumschiff“-Zuschauer natürlich klar, was ihm am Ende blüht: die wahre, treue Liebe. „Irgendwie vorhersehbar“, sagt Baum in ganz anderem Zusammenhang, aber zum „Traumschiff“ passt dieser Satz immer – genau wie dieser Dialog: „Wie steht es denn mit Ihrer Abenteuerlust? Hält sich in Grenzen.“

Ein bisschen Abenteuer gibt es dann doch noch, als Florian Silbereisen als Kapitän Max Parger mit dem Staff-Kapitän Martin Grimm (Daniel Morgenroth) auf Tauchgang geht und eine Schatztruhe findet. Team-Bulding frei nach Janoschs Tiger-und-Bär-Freundschaftsgeschichte „Komm, wir finden einen Schatz“.

Und dann kommt sogar noch bisschen Spannung auf, als Marlon Boess als Sportinvalide Lars Meyer der neuen Bordärztin Jessica Delgado (Collien Ulmen-Fernandes) auflauert, weil er sich für eine angeblich verpfuschte Knie-OP an ihr rächen will. Ein sanfter Hauch von Psycho-Thriller auf dem glitzernden Luxusdampfer.

Diesen Hauch pusten die Wunderkerzen auf dem Nachtisch natürlich gnadenlos weg – unterstützt von Silbereisens gefühlt immer tiefer werdenden, sanften, sonoren Stimme, mit der er allen Protagonisten verlässlich beibringt, worauf es im Leben doch ankommt. Liebe eben – und Vergebung und so.

Aber auch wenn man es auf dem Bildschirm nicht sieht: Ganz an Corona vorbei kommt das „Traumschiff“ nicht – zumindest nicht hinter den Kulissen. „Wir haben alle Schiffsszenen im Dezember in Emden gedreht. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist es nicht angenehm im kurzen Hemd so zu tun, als wäre man auf den Malediven“, sagt Silbereisen im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München.

Damit das niemand merkt, sei getrickst worden: „Unter unseren Kostümen hatten wir überall Wärmepacks versteckt und verklebt – sogar in den Schuhen. Und damit man den Atem in der Kälte nicht sieht, hilft es, kurz vorm Dreh Eiswürfel zu lutschen.“