„Die Höhle der Löwen“ (1): Insekten-Pasta, Feucht-Klo-Rollenhalter & Einlagen

"Die Höhle der Löwen" (1): Insekten-Pasta, Klorollen-Halter & Einlagen
"Die Höhle der Löwen" (1): Insekten-Pasta, Klorollen-Halter & Einlagen

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

22.03.2021 18:00 Uhr

Staffelauftakt für die neue "Höhle der Löwen"-Staffel: Die Löwen sind zurück und hungrig nach neuen Deals und innovativen Start-ups! Ab jetzt gibt es die Sendung an einem neuen Sendeplatz: Immer Montags um 20:15 Uhr bei Vox!

Auch in diesem Jahr können Gründer und Erfinder auf den Deal ihres Lebens hoffen. Die Löwen haben nicht nur das passende Kapital, sondern auch jede Menge Business Know-how, um gemeinsam die Ideen der Gründer zu starken Unternehmen zu machen.

Noch nie zuvor wurde in der „Höhle der Löwen“ so verbissen um die besten Gründer gekämpft! Mit dabei: Green-Tech-Investor Nico Rosberg, Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl, Konzernchef Nils Glagau, Beauty-Expertin Judith Williams, Medienmogul Georg Kofler, Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer und Handelsprofi Ralf Dümmel.

Beneto Foods aus Albstadt

Lara Schuhwerk (28) präsentiert den Löwen ihr Start-up Beneto Foods: eine Pasta, die Insektenmehl enthält. Sie möchte damit eine nachhaltige Proteinquelle schaffen, denn schon heute leben rund 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde. Bis zum Jahr 2050 soll die Bevölkerungsanzahl auf zehn Milliarden anwachsen.

"Die Höhle der Löwen" (1): Insekten-Pasta, Klorollen-Halter & Einlagen

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

„Wie soll man diese ganzen Menschen nachhaltig ernähren und mit lebensnotwendigen Proteinen versorgen, ohne die eigene Lebensgrundlage zu zerstören?“, fragte sich die Gründerin. So begann sie nach alternativen Proteinquellen zu recherchieren und ist bei einem Insekt fündig geworden: „Grillen enthalten 50 Prozent mehr Protein als Hühner- oder Rinderfleisch. 15 Prozent mehr Eisen als Spinat und genauso viel Vitamin B12 wie beispielsweise Fisch. Außerdem erzeugen Grillen 100 Mal weniger CO2-Emissionen und verbrauchen 2.000 Mal weniger Wasser als Rinder, um die doppelte Menge an Protein zu erzeugen.“

Mit Beneto Foods entwickelt, produziert und vertreibt Lara Schuhwerk proteinreiche Lebensmittel auf Basis von Grillenmehl. Ihr erstes Produkt ist die Beneto Pasta, die vier Mal mehr Protein enthalten soll als herkömmliche Pasta und aus Dinkelgrieß, 15 Prozent Grille und Erbse besteht. Für die Weiterentwicklung neuer Produkte benötigt die Gründerin 80.000 Euro und bietet dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile.

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Compasstrainer aus Goch bei Kleve

„Mit meiner Erfindung lernen Kinder spielend leicht das 1×1 des Fußballspielens“, kündigt Devran Sezek (41) seinen Compasstrainer bei den Löwen an. Beim Fußballtraining mit seinem Sohn ist ihm sehr oft aufgefallen, dass es mit den herkömmlichen Trainingsweisen sehr schwer ist, die Schusstechnik und die Beidfüssigkeit trainieren zu können: „Einen Ball wegtreten kann jeder. Aber einen Fußball an der richtigen Stelle sowohl mit dem linken als auch rechten Fuß zu treffen, ist schwieriger als man denkt.“

Im Jugendbereich werden die Schusstechniken Vollspann, Innenspann, Außenspann und die Innenseite über die Zurufe des Trainers geübt, wie z.B. „links, Außenspann“. „Jedoch sind viele Kinder damit überfordert, weil es schwer ist, akustische Befehle in den entsprechenden Bewegungsabläufen umzusetzen“, weiß Devran Sezek aus Erfahrung zu berichten. Seine Lösung: Der Compasstrainer – ein innovatives Sportprodukt, das mit verschiedenen Farben und Komponenten arbeitet.

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Die farbigen Sticker können sich die Kinder entsprechend der Technik auf ihre Schuhe kleben und mit dem dazugehörigen farbigen Learn-Ball soll es wesentlich leichter fallen, die Techniken klar und verständlich zu vermitteln. So sollen die Kinder auf visuelle Art die Schusstechniken erlernen und ihre Beidfüssigkeit trainieren – ohne dabei überfordert zu werden.

Das Sortiment umfasst aktuell die Junior-Box für das Einzeltraining zu Hause und die Team-Box für Fußball-Vereine und -schulen für bis zu zehn Kinder. Noch arbeitet der gelernte Maler- und Lackierermeister allein für sein Start-up, aber für den Fußball-Markt benötigt Devran Sezek einen starken Partner mit den richtigen Kontakten an seiner Seite, um das Produkt erfolgreich auf dem Markt zu etablieren. Sein Angebot an die Löwen: 150.000 Euro für 20 Prozent seiner Firmenanteile.

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GetSteps aus Berlin

„Mit uns sind Sie Ihrer Gesundheit immer einen Schritt voraus“, stellt Annik Wolf (29) GetSteps vor. „70 Prozent der Erwachsenen haben eine Fußfehlstellung, wie zum Beispiel Platt- oder Spreizfüße. Diese kann zu Schmerzen in den Füßen, der Hüfte, den Rücken oder sogar im Kopf führen.“ Maßgefertigte orthopädische Einlagen sind das effektivste Hilfsmittel dagegen, doch nur 20 Prozent der Erwachsenen tragen diese.

Und warum? „Weil es wirklich aufwändig ist, welche zu bekommen“, erklärt Annik Wolfs Geschäftspartner Vincent Hoursch (26), der selbst bereits lange orthopädische Einlagen trägt und weiß: Dafür stehen wochenlanges Warten beim Orthopäden mit anschließendem Bestellvorgang beim Sanitätshaus an. Das System von GetSteps ist anders: bequem zu Hause den Fußabdruck erstellen, einschicken und schon kommen die personalisierten Einlagen zurück – und das zu einem fairen Preis.

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Die Gründer wissen: Orthopädische Einlagen sind alles andere als sexy! „Aber wir haben versucht, das als Lifestylemarke neu zu denken“, erklärt Vincent Hoursch. Auch Annik Wolf glaubt: „Wir sind davon überzeugt, dass wir eine Wahnsinns Business-Idee mit extrem viel Potenzial haben!“ Um ihre Vertriebsstruktur zu erweitern, benötigen die Gründer 500.000 Euro und würden zehn Prozent ihrer Unternehmensanteile abgeben.

Allein wegen seiner Kontakte in die Gesundheits- und Versicherungsbranche haben Annik und Vincent ein Auge auf Carsten Maschmeyer als Investor geworfen. „Damit wäre er ein starker Partner für uns“, bekennt Annik Wolf. Werden er oder einer der anderen Löwen diesen Schritt mit den beiden Gründern gehen?

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bideo aus Elmenhorst

„Ich glaube, es gibt kein Produkt, das öffentlich eine derartige Aufwertung erfahren hat, wie das Klopapier“, scherzt Georg Kofler bereits angesichts der Präsentation von bideo. Ein guter Einstieg für Thorsten Homma (45)? Der ausgebildete Kaufmann im Einzelhandel glaubt fest an den Erfolg seines Produkts und hat dafür sogar seine bisherige Karriere an den Nagel gehangen.

Denn bideo soll Schluss machen mit einem großen Problem: „Vier von fünf verstopften Toiletten in Deutschland lassen sich auf feuchtes Toilettenpapier zurückführen“, weiß der 46-Jährige. Zudem sorgen die feuchten Tücher pro Jahr für ein großes Volumen an Plastikmüll. „bideo ist der weltweit erste Toilettenpapierhalter, der die Möglichkeit bietet, handelsübliches Toilettenpapier ausschließlich mit Wasser zu befeuchten.“

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Und das ganz ohne Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe. Dank der einmaligen Anschaffung ohne Folgekosten spart bideo außerdem Geld. „Und was ich viel wichtiger finde: Wir tun alle etwas für die Umwelt“, berichtet Thorsten. Um sein Produkt auf dem Markt zu etablieren, benötigt Thorsten Homma Kapital in Höhe von 100.000 Euro und bietet dafür 20 Prozent Firmenanteile.

Repaq aus Berlin

Hannes Füting (49) und Katja (48) und Sven Seevers (51) sind seit ihrem gemeinsamen Produktdesign-Studium befreundet. Bei der Hochzeit von Katja und Sven war Hannes sogar Trauzeuge. Die Freundschaft der drei gipfelte 2017 in der Gründung ihres gemeinsamen Unternehmens für umweltfreundliche Verpackungen.

„Plastikverpackungen sind ein dramatisches Problem“, erklärt Sven Seevers den Löwen. „Es gibt keinen Flecken mehr auf diesem Planeten, der nicht von sichtbarem Müll oder Mikroplastik durchsetzt ist.“ Doch die Industrie und die Kunden haben kaum Möglichkeiten, Plastikverpackungen auszuweichen. Bis jetzt. „Aus diesem Grund haben wir die Marke Repaq gegründet und die erste zertifiziert plastikfreie und kompostierbare Verpackung kreiert“, so Katja Seevers.

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„Diese Verpackung kompostiert in 42 Tagen, völlig rückstands- und plastikfrei.“ Die Verpackungen bestehen aus pflanzlicher Zellulose, Glyzerin und Wasser. „Alle Zutaten für unsere Verpackungen sind natürlichen Ursprungs. Wenn sie sich zersetzen und kompostieren, entsteht am Ende immer CO2, Wasser und Biomasse“, erläutert Katja. So soll Repaq in der Natur beim Zersetzungsprozess keinen Schaden hinterlassen.

„In den letzten drei Jahren haben wir 20 verschiedene Verpackungen entwickelt, für die uns pro Woche 50 Anfragen erreichen“, so Hannes. Um diese Menge abdecken zu können und mit Repaq langfristig Plastikverpackungen zu ersetzen, braucht das innovative Trio die Hilfe der Löwen. Für ein Investment von 600.000 Euro bieten Hannes, Sven und Katja zehn Prozent ihres Unternehmens. Sehen die Löwen in Repaq ein Investmentcase?

Die neue Staffel von „Die Höhle der Löwen“ läuft ab jetzt immer Montags um 20:15 Uhr bei Vox und rund um die Uhr bei TVNOW.