24.03.2020 19:38 Uhr

Die Höhle der Löwen (3): Magnetwimpern, Wurzel-Fritten & Blumentöpfe

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Heute Abend gibt es um 20.15 Uhr die dritte Folge aus der aktuellen „Die Höhle der Löwen“-Staffel auf VOX!

Erneut kämpfen die Investoren Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen, Ralf Dümmel, Dagmar Wöhrl und Georg Kofler sowie Nils Glagau um die Gründer mit den besten Geschäftsideen. Wie immer stellen wir die Start Ups vor.

Die Höhle der Löwen (3): Magnetwimpern, Wurzel-Fritten & Blumentöpfe

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Yuca Loca aus Hagen

„Mein Opa war Deutscher, meine Oma war Bolivianerin.“ Geboren und aufgewachsen im südamerikanischen Bolivien, lebt Peter Kenning (31) seit inzwischen zwölf Jahren in Deutschland und hat hier Außenwirtschaft und Management studiert.

„Ich war ein richtiges Oma-Kind“, lacht der 31-Jährige. Und sie war es auch, die ihren Enkel regelmäßig mit Yuca-Fritten verwöhnt hat. „Die sind wie normale Pommes, nur ein bisschen besser“, so Peter Kenning. Statt aus Kartoffeln sind diese Fritten aus Maniok gemacht, einer Wurzel, die 500 Mio. Menschen als Grundnahrungsmittel dient.

Die Höhle der Löwen (3): Magnetwimpern, Wurzel-Fritten & Blumentöpfe

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

„Aus Maniok zaubert man die besten Pommes der Welt“, ist der Gründer überzeugt. „Oder wie ich sie nenne: The Queen of Fries.“ Das Leibgericht seiner Kindheit will der 31-Jährige nun auch in seiner zweiten Heimat bekannt machen und hofft dabei auf die Unterstützung der Löwen.

Damit sein Unternehmen wachsen und z.B. den Schritt in den Einzelhandel gehen kann, benötigt Peter Kenning ein Kapital von 90.000 Euro. Dafür bietet er 20 Prozent seines Unternehmens. Sehen die Löwen für die glutenfreie Pommes-Alternative eine Chance im deutschen Markt?

CB.LASH aus Judenburg (Österreich)

„Bei uns dreht sich alles um das Klimpern der Wimpern“, stellen Barbara „Babsi“ Reiter (55) und Christian Steiner (51) ihre künstlichen Wimpern vor. Die Friseurmeisterin und ausgebildete Perückenmacherin hat selbst nur spärliche, feine und kurze Wimpern und erklärt: „Ich habe alles ausprobiert, was der Markt zu bieten hat.“

selbstgießende

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Bei ihrer Recherche stieß sie auf Magnetwimpern, deren Technik die Haar-Expertin allerdings nicht zufriedenstellte. Eine Aufgabe für ihren Partner und Tüftler Christian! Der 51-Jährige fand eine Zwei-Komponenten-Lösung: „Am Wimpernkranz befinden sich Mikromagnete, die optimal platziert sind. Den Gegenpol für den Magneten haben wir in unserem Eyeliner integriert.“

Das Ergebnis sind Magnetwimpern, die einfach verwendbar und qualitativ hochwertig sind, dabei perfekt und natürlich aussehen, lange haften und bis zu 50 Mal wiederverwendbar sind. Allerdings haben die Gründer ein großes Problem.

„Wir sind keine Profis in Marketing und Vertrieb“, gibt Christian zu, und Barbara ergänzt:

„Uns fehlt die Logistik, aus eigener Kraft ist das für uns nicht machbar.“ Das Paar hofft auf die fachliche Hilfe und 200.000 Euro von den Löwen und bietet dafür 20 Prozent Unternehmensanteile.

Commentaro aus Hamburg

„Wir glauben, dass wir mit unserem Produkt einen Markt öffnen, den es bislang noch gar nicht gegeben hat.“ Seit zehn Jahren betreiben Gisbert Wundram (55) und Bendix Eisermann (38) gemeinsam den Pay TV-Sender „Sport Digital“ und kennen sich bestens in der Sport-Branche aus.

Die Höhle der Löwen (3): Magnetwimpern, Wurzel-Fritten & Blumentöpfe

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Seit 2010 arbeiten sie außerdem an ihrem Start Up, mit dem sie Sport-Fans eine Stimme geben. Denn mit „Commentaro“ kann jeder zum Sportkommentator werden: In der App finden die User Clips von nationalen und internationalen Sportveranstaltungen mit Original-Atmo, die sie selbst kommentieren können.

Über die commentaro-Plattform kann dann der eigene Beitrag veröffentlicht, verbreitet und mit Freunden geteilt werden. Um ihr Produkt weiterzuentwickeln und international zu skalieren, benötigen die Gründer zusätzliches Kapital in Höhe von 250.000 Euro. Dafür bieten sie den Löwen 25 Prozent Firmenanteile.

 

Galerie

LeiKoSi aus Kaiserslautern

Hinter LeiKoSi steht Udo Heyl (55). Als Dachdeckermeister hat Udo bereits einen schweren Leiter-Sturz hinter sich und weiß daher genau, was alles passieren kann. „Laut Statistik ereignen sich ca. 180.000 Leiterunfälle jährlich, allein in Deutschland“, so Udo. „Trotzdem werden Leitern nur selten oder ungenügend gesichert.“

Die Höhle der Löwen (3): Magnetwimpern, Wurzel-Fritten & Blumentöpfe

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Also nahm er sich des Problems an und entwickelte eine Leiterkopfsicherung. Die Vorrichtung wird an einer Leiter befestigt und zum Beispiel in eine Dachrinne eingehangen, dadurch soll die Leiter an Stabilität gewinnen.

Der Dachdeckermeister sieht sein Produkt auch in privaten Haushalten und benötigt nun die Unterstützung eines Löwen. Er hofft auf 250.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Sehen die Investoren hier Skalierungsmöglichkeiten?

Lazy Leaf aus Esslingen

Wer kennt es nicht? Am Anfang strahlt die neue Zimmerpflanze in voller Pracht und am Ende lässt sie doch die Blätter hängen. Genau diesem Problem hat sich Ingenieur Georg Pröpper angenommen und präsentiert den Löwen seine Lösung: Lazy Leaf – ein selbstgießender, elektronischer Blumentopf.

„Er gießt ganz automatisch. Nie zu viel und nie zu wenig“, erklärt der leidenschaftliche Tüftler. Am integrierten Wassertank stellt man die erforderliche tägliche Gießmenge ein und schon soll alles von selbst funktionieren. Er misst die Temperatur und passt die Gießmenge automatisch daran an, sollte es besonders heiß oder besonders kalt sein.

Die Höhle der Löwen (3): Magnetwimpern, Wurzel-Fritten & Blumentöpfe

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Der Lazy Leaf meldet sich mit einem Signal, sobald der Tank leer ist und erinnert so den Nutzer daran, Wasser nachzuschütten. Durch den integrierten Lichtsensor wird verhindert, dass Warnsignale bei Nacht ertönen, um so den Schlaf nicht zu stören. Mit einem beliebigen Mikro-USB Ladegerät wird der Akku geladen und liefert Strom für mehrere Monate.

Drei Jahre harte Arbeit, all seine Ersparnisse, viel Energie und Leidenschaft stecken in der Produktentwicklung. „Bisher habe ich alles alleine entwickelt, vorangetrieben und finanziert. Jetzt suche ich einen Löwen, der mit mir Erfolgsgeschichte schreibt“, so Georg Pröpper. Sein Angebot: 150.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile.

Music Traveler aus Wien (Österreich)

Aleksey Igudesman, Geiger, Komponist und Dirigent ist wie viele andere Musiker ständig unterwegs und hat dabei immer das gleiche Problem: Wo probe ich? So kam ihm die Idee zu Music Traveler: „Das ist eine Plattform, die Musiker mit einem Raum zum Musizieren verbindet.“ Doch nicht für die Profis, auch für Kinder, Studenten, Hobbymusiker, DJs und Bands sei Music Traveler interessant.

Die Höhle der Löwen (3): Magnetwimpern, Wurzel-Fritten & Blumentöpfe

Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

„Es ist die einzige Plattform, auf der man ganz einfach den perfekten Raum zum Kreativsein finden kann. Ob für Musikunterricht, Proben oder Aufnehmen. Sogar Konzerte können gespielt werden. Wir haben auf unserer Plattform 500 Musik-Locations. Angefangen vom privaten Wohnzimmer bis hin zum Wiener Konzerthaus und das Kings Theatre in New York“, so Dominik Joelsohn.

Die ehemalige Pianistin Julia Rhee komplementiert das dreiköpfige Gründerteam und das kann schon einen berühmten Investor vorzeigen. Hans Zimmer, Hollywoods Star-Komponist und Oscar-Gewinner hat eine Botschaft für die Löwen: „Music Traveler ist eine ganz tolle App, bei der ich schon investiert habe. Ich hoffe, Ihr seid auch dabei und dass wir uns dann mal sehen werden.“

Aber auch Billy Joel und John Malkovich gehören zu ihrem Netzwerk, die sie bei ihrer Idee unterstützen. Wird ein Löwe mit 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile bei der App einsteigen?