Dschungelshow-Steckbrief (7): Nina Queer

Dschungelshow-Steckbrief (7): Nina Queer

Foto: privat

09.01.2021 17:30 Uhr

Dschungelcamp einmal anders: Zwölf Stars kämpfen täglich live ab dem 15. Januar in der neuen RTL-Event-Show "Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow" um das "Goldene Ticket" für Australien. Damit kann der Gewinner im kommenden Jahr tatsächlich bei der 15. Staffel in Australien antreten.

Scharfzüngig und pointiert präsentieren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich das Geschehen rund um die Bewerber, die auch von Dr. Bob genau unter die Lupe genommen werden. Eine Teilnehmerin, die in der Dschungelshow für jede Menge Gesprächsstoff sorgen dürfte, ist Drag Queen Nina Queer (35).

Die letzte österreichische Kaiserin

Daniel Wegscheider, viel besser bekannt als Nina Queer, wurde 1985 in einem kleinen Bergdorf in Österreich geboren. Nach einer Ausbildung an einer Hotelfachschule und einer Lehre als Konditorin siedelte sie im Jahr 2000 eher unfreiwillig nach Berlin über. Da sie beim Wiener Lifeball Grace Jones ein Glas Champagner weggetrunken hatte und der Veranstaltung verwiesen wurde, sah sie in der österreichischen High-Society keinen Platz mehr für sich.

Schnell aber stieg der Stern der selbst ernannten Ausnahmekünstlerin in der deutschen Hauptstadt in astronomische Höhen. Seit Jahren ist Nina Queer dort eine der erfolgreichsten, aber auch umstrittensten Drag Queens Deutschlands. Vermeintliche Insider – oder sie selbst – nennen sie „die letzte österreichische Kaiserin im preußischen Exil.“

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Von Party zu Party

Die Berliner kennen „Die Queer“ als eine der Partyqueens der Hauptstadt und als freches It-Girl auf den roten Teppichen diverser Promi-Parties wie beispielsweise der Berlinale, wo sie während des Filmfestes sogar für einige TV-Sender berichtete.

Bundesweit hat Nina vor allem mit ihren Quotenhits wie „Frauentausch„, „Mission Traumhaus“ und „Endlich Urlaub in Marokko“ für Furore gesorgt. Aber auch ihre eigene TV-Show beim Spartensender TierTV erfreute sich bei den Zusehern recht großer Beliebtheit. Nina Queer moderierte vier MTV-Masters sowie fünfmal den Berliner CSD für den RBB.

„Ficki Ficki Aua Aua“

Sie ist außerdem ein gern gesehener Gast und Interviewpartner in Talkshows und diversen TV-Sendungen. 2009 war sie Jurymitglied in der TV-Castingshow „Village Boys“ die auf dem Gay-Sender Timm ausgestrahlt wurde. Im März 2009 erschien das Album „Discopony“. Drei weitere Alben folgten, auf denen lyrische Perlen wie „Ficki Ficki Aua Aua“, „Hat hier irgend jemand ne Nutte bestellt?“ und „BUKAKKE“ enthalten waren.

Nina Queer wirkte schon in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen als Schauspielerin mit. Darunter mehrmals GZSZ und K11. In den Filmen „Le Petit Mord“, „Avantgarde“, „Männer zum Knutschen“ und den preisgekrönten Bärenfilmen von Gerald Backhaus, wurden ihr tragende Rollen zu teil. Nina Queer drehte mit Hape Kerkeling „Zauberhafte Weihnachten“, war das Videogirl des Songs „Nightpeople“ der 80er Jahre-Ikonen „The Human League“ und sie war mit US-Popstar Ke$ha auf Deutschlandtour.

Ein Satz heiße Ohren

Über die Jahre konnte Nina Queer eindrucksvoll beweisen, dass sie eine geschickte Geschäftsfrau ist und konnte sich in mehreren Bereichen breit aufstellen: So arbeitete sie als Kolumnistin für Schwulenmagazine wie „DU&ICH“ sowie „blu“ und schreibt seit Januar 2017 eine Kolumne für die „Bild“-Zeitung über LGBTQ+-Themen. Allerdings ist diese Kolumne wegen diverser polarisierender Aussagen in der queeren Szene nicht unumstritten.

Beim Radiosender „Energy“ moderiert Nina seit zehn Jahren ihre tägliche Rubrik „Promispalte“ und hat dort seit knapp drei Jahren einen recht erfolgreichen Podcast namens „Hangover Berlin“. Queer hat aber auch ihren eigenen Online-Radiosender „Gay Party“ auf dem ausschließlich „Schwulenhits“ laufen und sie die einzige Moderatorin ist.

Dschungelshow-Steckbrief (7): Nina Queer

Foto: TVNOW / oliversanne.coaching / privat / Sebastian Brüll / Frank Fastner / Lukas Sowada / Stefan Gregorowius / Kadir Ilboga / Udo Keus

So funktioniert die RTL-Dschungelshow

Außerdem blickt jede einzelne Liveshow, neben den außergewöhnlichen Ereignissen rund um die Bewerber, auch auf die Highlights je einer der vergangenen 14 Dschungelcamp-Staffeln zurück. Ehemalige Dschungelstars talken mit Sonja Zietlow und Daniel Hartwich über die vergangenen Staffel-Highlights und schwelgen in Erinnerungen.

Neben Lars sind außerdem mit dabei: Ex-„BachelorOliver Sanne, Reality-Star Christina Dimitriou, Ex-GNTM-Zicke Zoe Saip, DSDS-Freak Lydia Kelovitz, Trash-TV-Liebling Mike Heiter, Prinzessin Xenia von Sachen, Doku-Star Frank Fussbroich, Reality-TV-Star Filip Pavlovic und Sexsymbol Bea Fiedler.

„Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ läuft ab dem 15. Januar täglich um 22:15 Uhr bei RTL. Der oder die Gewinnerin sichert sich ein Ticket für die kommende Dschungelcamp-Staffel nächstes Jahr in Australien.