08.11.2020 14:20 Uhr

Erster gemeinsamer Auftritt der Royals seit Monaten

Vertreterinnen und Vertreter der britischen Königsfamilie und Politik haben am Sonntag der Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs gedacht. Die Zeremonie fand diesmal coronabedingt ohne Publikum statt.

Aaron Chown/PA Wire/dpa

Mit einer bewegenden Zeremonie haben die britischen Royals, hochrangige Politiker und Veteranen am Sonntag in London der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht. Wegen der Corona-Pandemie fiel die Veranstaltung erheblich kleiner als üblich aus.

Publikum war nicht zugelassen, normalerweise kommen Tausende Menschen. Dafür war erstmals seit Monaten wieder eine ganze Gruppe von Royals zu sehen.

Die Queen ganz in Schwarz

Ein sichtlich bewegter Thronfolger Prinz Charles (71) legte als erster einen Kranz aus roten Klatschmohnblüten an dem als „Cenotaph“ bekannten Denkmal im Regierungsviertel nieder. Die 94 Jahre alte Königin – mit Brille und ganz in Schwarz gekleidet – beobachtete das Geschehen von einem nahen Balkon aus. Auch Prinz William und seine Frau Kate (beide 38), Herzogin Camilla (73) und Prinzessin Anne (70) nahmen neben anderen an der Zeremonie teil.

Royals ohne Masken?

Die Royals und weitere geladene Gäste trugen keine Corona-Masken. Dies entspreche den offiziellen Regeln, sagte eine Palastsprecherin der Deutschen Presse-Agentur in London.

Die Veranstaltung fand im Freien stand und zwischen den Menschen war demnach genug Abstand. Mehrere Royals fehlten, darunter Prinz Andrew (60); er hatte wegen Missbrauchsvorwürfen seine royalen Pflichten aufgegeben.

Zu einer Schweigeminute schlug ausnahmsweise die große Glocke vom Big Ben. Die Turm wird komplett restauriert. Das berühmte Glockenspiel ist deshalb nur zu wenigen Anlässen zu hören. Die Teilnehmer trugen Klatschmohnblüten („Poppies“) am Revers. Sie sind in Großbritannien das zentrale Symbol für die Opfer des Krieges.

Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten