Festtags-Filmtipp „Hänsel und Gretel“

Festtags-Filmtipp "Hänsel und Gretel"

© rbb/Hardy Spitz

23.12.2020 21:28 Uhr

''Hänsel und Gretel'' ist wohl einer der Märchen-Klassiker schlechthin. Jetzt versetzt uns die ARD mit einer Neuverfilmung zurück in unsere Kindheit und damit in den Märchenwald, in dem die Geschichte der Zwillinge ihren Lauf nimmt. 

Die Familie von Hänsel und Gretel lebt im Wald. Der Vater (Mord mit Aussicht-Star Johann von Bülow) ist Holzsammler und er bringt die Seinen mehr schlecht als recht durch. Und seine neue Frau (Elisabeth Brück) ist auch nicht gerade hilfreich – sie hat die Kinder nicht gern; ach was, sie will sie loswerden!

Ein Vater, der sich nicht durchsetzen kann

Dr. Freud lässt grüßen: Der Vater ist gutherzig, aber gegen das Gift seiner neuen Frau kommt er nicht an. Zu viele Esser sitzen an einem Tisch, das findet die ober-garstige Frau. Der Vater fügt sich und führt die Kinder immer tiefer in den Wald. Was für ein Weichei!

Festtags-Filmtipp "Hänsel und Gretel"

© rbb/Hardy Spitz

Eine Spur aus Brotkrumen führt zurück

Das mit der Familie was gehörig nicht stimmt, ist spätestens jetzt auch jedem kleinen Menschen klar, der das Märchen vielleicht zum 1. Mal sieht. Hänsel und Gretel verlaufen sich nicht im Wald, sie wurden ausgesetzt und das auch noch straffrei. Das clevere Hänselchen hat den Proviant geopfert und immer mal ein Stück vom Brot fallen lassen und so laufen die Kinder zurück in ihr zu Hause, wo sie nicht willkommen sind. Nicht zu fassen, oder? Immer diese Schlechtigkeiten, darüber sind wir doch 200 Jahre nach Aufzeichnung dieses Märchens längst hinweg, nicht wahr?

Festtags-Filmtipp "Hänsel und Gretel"

© rbb/Hardy Spitz

Und dann klappt es doch – die Kinder sind weg

Hm, da war doch noch mit dem 2. Mal und dem Brottrick? Und wann kommt die Hexe (hier gespielt von Anja Kling sogar in einer Doppelrolle) in dem Lebkuchenhaus eigentlich ins Spiel? Frischen Sie doch ihr Märchenwissen an Heiligtag doch mal auf! Falls diese moderne Version des Märchenklassikers nicht ganz Ihren Geschmack trifft, empfehlen wir ein ganz betuliche aus dem Jahr 1954 unter der Regie von Walter Janssen.

„Hänsel und Gretel“, 24. Dezember 10 Uhr in der ARD und in der Mediathek