Sonntag, 16. Februar 2020 15:43 Uhr

GNTM: Das sind Nadines und Maribels traurige Geschichten

Maribel und Nadine; Foto: ProSieben/Sven Doornkaat;

In der letzten Folge von ‚Germany’s next Topmodel‘ ging es ziemlich emotional zur Sache. Beim Nacktshooting am Strand von Costa Rica wurden bei den Kandidatinnen Nadine und Maribel schlimmer Erinnerungen wach.

Gegenüber klatsch-tratsch.de erzählten die 18-jährige Schülerin aus Mühlheim an der Ruhr und die 20-jährige „Junior-Supply-Chain“-Managerin aus Fürstenfeldbruck ihre emotionalen Geschichten.

GNTM: Das sind Nadines und Maribels traurige Geschichten

ProSieben/Sven Doornkaat

Wieder Mut gefasst

Nadine brach vor dem Nacktshooting plötzlich und immer wieder in Tränen aus – aber warum? Das unbekleidete Posieren war für die Blondine eher weniger ein Problem, stattdessen hatte sie Angst vor ihrem Shootingpartner. Dabei handelte es sich jedoch nicht um Spinnen oder Schlagen, wie man nun vielleicht vermutet hätte. Nein, die tierischen Models waren vier Pferde.

Für die 20-jährige war das jedoch weitaus schlimmer als alles andere Getier. „Leider bin ich als Kind beim Reiten vom Pferd gestürzt. Das war sehr schlimm für mich und somit habe ich noch heute panische Angst vor Pferden“, erklärte das Nachwuchsmodel. Sie überwand sich dennoch und dabei heraus kam ein wirklich hübsches Foto, das sie in die nächste Runde bei GNTM brachte.

Und ganz nebenbei hat sie dadurch auch neuen Mut gefasst: „Durch das Shooting habe ich gemerkt, dass meine Angst abgeschwächt ist und ich es künftig schaffen will, ein Pferd mal zu streicheln“. Fast schon etwas fies war jedoch, dass Heidi Klum zwischenzeitlich auch Kandidatinnen ohne Pferd ablichten lies – schließlich brauchten die Paarhufer bei der Hitze auch mal eine Pause – und das obwohl Nadine die einzige war, die Angst vor den Tieren hatte.

„Wie ein Schlag ins Gesicht!“

Auch Mitstreiterin Maribel sah vor der Kamera weniger glücklich aus – und das obwohl die Tiere in ihrem Privatleben eine große Rolle spielen. Doch sie hatte weder Angst vor den Tieren, noch war ihr das Nacktshooting so unangenehm, dass sie so unglücklich wirkte. Der traurige Grund für die scheinbar mentale Abwesenheit der brünetten Schülerin war, dass die Huftiere sie an ihre Familie erinnerte, die vor einigen Jahren in einem Autounfall ums Leben kamen.

In der Sendung erzählte die junge Frau, dass ihre Eltern mit der kleinen Schwester auf dem Weg vom Kroatien-Urlaub nach Hause waren, als es passierte. Maribel war allein in der Heimat geblieben, damals gerade 15 Jahre jung. „Damals war es so, als sei mein ganzes Leben zerbrochen“, so die heute 18-jährige gegenüber dieser Seite. „Mir wurde der Boden unter den Füßen weggerissen. Ich musste umziehen und es hat sich alles um 180 Grad gewendet – das nicht zum Positiven.“ Neben dem Schock für die Hinterbliebenen musste das Mädchen nun in eine neue Umgebung klar kommen, denn seitdem wohnt sie bei ihrer Großmutter.

„Das nächste halbe Jahr verlief wiederum gut – ich habe guten Anschluss in der Schule und mit Freunden gefunden. Generell war mit meinem Umfeld und meiner Familie alles gut. Dann kam eine Phase, wo ich emotional zusammengebrochen bin: Ich musste in die Klinik und habe ab dem Zeitpunkt viel durchgemacht. Das hat 1,5 Jahre gedauert“, so Maribel weiter. Ihre gesamte Geschichte veröffentlichte sie auch in den sozialen Medien.

GNTM: Das sind Nadines und Maribels traurige Geschichten

ProSieben/Sven Doornkaat

Niemals schmerzfrei

„Instagram ist also ein großer Teil meiner Trauerverarbeitung. Der Zuspruch meiner Follower, das Verständnis, was sie für mich und meine Emotionen hatten/haben, tut sehr gut“, erklärte sie weiter. Neben ihrer Familie und den Followern ist auch das Pferd ihrer Mutter ein großer Halt für die ‚Germany’s next Topmodel‘-Teilnehmerin. Diese war passionierte Reiterin, ritt oft mit den Kindern aus. Auch die positive Denkweise ihrer verstorbenen Mutter hat sich die Schülerin abgeschaut.

„Meine Mama war selber sehr positiv eingestellt und hat sich für Lebensweisheiten interessiert – beispielsweise, dass alles aus einem Grund passiert und es Schicksal ist. Sie hat uns viel beigebracht und ist meine Inspiration“, so das Nachwuchsmodel.

Eine Geschichte, die nicht nur die Kandidatinnen und Heidi berührte, sondern wohl auch für das ein oder andere feuchte Auge vor dem TV gesorgt haben dürfte. Maribel hat auch rund drei Jahre später immer wieder „Ups und Downs“, wie sie selbst sagt. „Der Schmerz wird niemals enden – dafür sind die Wunden zu groß. Man lernt jedoch irgendwie damit umzugehen […] Alles was passiert, gehört zum Leben dazu – das habe ich gelernt und akzeptiert.“

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