19.08.2020 09:58 Uhr

„I Can See Your Voice“ Ende Juli mit dicht gedrängtem Publikum aufgezeichnet?

Die neue Rateshow "I Can See Your Voice" kam bei den Zuschauern gut an. Doch bei Twitter interessierte viele User ein ganz anders Detail.

Foto: TVNOW / Frank W. Hempel

Am gestrigen Abend startete die neue bizarre Musik-Comedyshow „I Can See Your Voice“ bei RTL. Die wichtigste Frage lautete, wer hat ein echtes Gesangstalent und wer blufft nur?

2,14 Millionen Zuschauer waren dabei, doch offenbar fragten sich nicht wenige: Ähm, Studiopublikum eng beieinander? Wann wurde die Show denn aufgezeichnet?

"I Can See Your Voice" Ende Juli mit dicht gedrängtem Publikum aufgezeichnet?

Foto: TVNOW / Frank W. Hempel

Twitter-User entsetzt

Die Sendung soll Ende Juli aufgezeichnet worden sein, bei Twitter machten Tweets wie „Fernsehskandal des Jahres“ und „RTL der größte Asi-Sender aller Zeiten“ unter dem Hashtag #ICSYV die Runde. Bei allen Sendern finden Shows seit Monaten ohne Publikum oder mit Abstand statt. In den Live-Shows von „Promi Big Brother“ setzen sie Pappkameraden zwischen echte Zuschauer.

Moderator Daniel Hartwich (42) forderte im Laufe der Show die Promis tatsächlich dazu auf, den nötigen Abstand zu halten. Damit war klar: Diese Show wurde inmitten in der Corona-Pandemie gedreht. Der Termin der Aufzeichnung war offenbar am 31. Juli 2020.

"I Can See Your Voice" Ende Juli mit dicht gedrängtem Publikum aufgezeichnet?

Foto: TVNOW / Frank W. Hempel

Fragwürdiger Umgang?

Bei Twitter wurde ein Screenshot offenbar vom Tag der Aufzeichnung aus einem Cast gepostet in dem es heißt: „Wir waren heute eigentlich vor Ort und haben uns sehr auf den Abend gefreut. Es fing sehr geregelt und gilt an und im Studio sahen wir dann, dass das ganze Publikum ohne Abstand zueinander sitzt. Die Maske durfte ebenfalls abgenommen werden. Was ist denn das für eine leichtfertige Reaktion auf Corona? Es sei zwar wohl erlaubt, aber der Umgang ist trotzdem sehr fragwürdig. Muss man es denn so sehr provozieren, dass man sich evtl. mit mehreren Leuten ansteckt?“

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Statement der Produktionsfirma

„Wenn die Teilnehmer auf festen Plätzen sitzen, kann für die Sitzplätze das Erfordernis eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen durch die Sicherstellung der besonderen Rückverfolgbarkeit nach § 2a Absatz 2 ersetzt werden“. So steht es tatsächlich in der Coronaschutzverordnung von Nordrhein-Westfalen in der Fassung vom 15. Juli.

Und im Statement der Produktionsfirma Tresor heißt es daher folgerichtig: „Zu unserem Produktionszeitpunkt durften maximal 150 Leute zusammensitzen, solange die Rückverfolgbarkeit gegeben war. Während des Check-ins und dem Einlass mussten jederzeit anderthalb Meter Abstand gehalten werden und es gab Maskenpflicht im Foyer.“

"I Can See Your Voice" Ende Juli mit dicht gedrängtem Publikum aufgezeichnet?

Foto: TVNOW / Frank W. Hempel

Das war die erste Folge von „I Can See Your Voice“

„I Can See Your Voice“ demaskierte Klischees und räumte mit Vorurteilen auf. Nur anhand von Aussehen, Performance und Lip Sync mussten Star-Sänger Sasha und sein Superfan Nicole erraten, welcher der sieben Kandidaten singen kann – und wer einfach nur blendet. Runde um Runde musste sich das Duo für je einen Kandidaten entscheiden, der rausfliegt. Viele von ihnen enthüllten dann, dass sie nicht einen Ton treffen konnten. Doch einige gaben auch eine gelungene Gesangsperformance ab.

Am Ende gelang es dem Rateteam, einen echten Sänger – den „Knochenbrecher“ alias Physiotherapeut Sebastian – herauszufiltern. Der Sieg bedeutet für Nicole ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Dazu verholfen hat ihr auch das fünfköpfige Promi-Panel: Judith Rakers, Thomas Hermanns, Tim Mälzer, Evelyn Burdecki und Jorge González standen beratend und unterhaltend während der Comedy-Musikshow zur Seite.

Die zweite Folge „I Can See Your Voice“ läuft heute Abend, 20.15 Uhr, bei RTL. Vanessa Mai tritt mit ihrem Superfan Picco (32), Einkäufer für Sicherheitstechnik und DJ aus Essen, als Rateteam an.

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