03.06.2020 15:08 Uhr

James Corden gegen Rassismus: „Wir sollten die Wut fühlen“

imago images / ZUMA Press

Eigentlich ist er passionierter Spaßvogel und immer für einen Lacher zu haben. Doch Starmoderator James Corden (41) kann auch ernst – besonders wenn es um Rassismus und Polizeigewalt geht.

In einem sehr emotionalen Appell hat er jetzt daran erinnert, dass auch Weiße aufgerufen sind, gegen diese Missstände zu kämpfen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von James Corden (@j_corden) am Jan 22, 2020 um 11:18 PST

Zeit, Stellung zu beziehen

Zum Auftakt seiner The Late Late Show am Dienstagabend wandte sich der Superstar direkt an seine Fans: „Wie ihr alle wisst, wurde ein Mann namens George Floyd am Montag vergangener Woche durch exzessive Polizeigewalt ermordet.“

Kein Einzelfall, sondern nur der jüngste tödliche Vorfall in einer ganzen Reihe von Morden an unbewaffneten Schwarzen durch Weiße. Deshalb gelte es nun, den Mund aufzumachen und Stellung zu beziehen.

Dabei habe er zuerst lange überlegt, ob er sich zu dem Fall George Floyd äußern solle: „Wer braucht schon meine Meinung? Warum ist meine Stimme relevant?“ Es sei schließlich eine Zeit, zuzuhören – und nicht zu reden.

„Wir sollten die Wut fühlen“

Aber dann habe er verstanden, dass Schweigen ein Teil des Problems sei: „Leute wie ich müssen den Mund aufmachen. Ich rede von weißen Leuten.“ Kein Rassist zu sein, reicht schon lange nicht mehr aus. Corden fordert mehr Verantwortung von seinen weißen Mitmenschen.

„Weil – da darf man sich keiner Täuschung hingeben – dies unser Problem ist, das wir lösen müssen. Wie kann die schwarze Gemeinschaft ein Problem abbauen, das sie nicht geschaffen hat?“

Man solle nicht nur versuchen, die Wut der Schwarzen zu verstehen. „Wir sollten die Wut fühlen.“