17.04.2020 18:05 Uhr

Leo Reisinger in „Toni, männlich, Hebamme – Sündenbock“

© ARD Degeto/Jacqueline Krause-Burberg

Hebammen sind in der Regel weiblich, Männer sind in dieser Berufsgruppe Exoten. Leo Reisinger hat in seiner neuen Rolle als Entbindungspfleger in „Toni, männlich, Hebamme – Sündenbock“ auch persönlich was dazu gelernt.

Leo Reisinger („Tonio & Julia“) hat mit seiner TV-Rolle als Entbindungspfleger zugleich seinen Horizont erweitert. Früher sei er der Ansicht gewesen, dass dieser Hebammen-Beruf ganz klassisch den Frauen vorbehalten sei.

Leo Reisinger in "Toni, männlich, Hebamme - Sündenbock"

© ARD Degeto/Jacqueline Krause-Burberg

„Männer in der Branche sind Exoten“

„Nach meiner Recherche wurde ich dann vom Gegenteil überzeugt. Natürlich finde ich es gut, dass auch Männer diesen Beruf ausüben – wenngleich sie in dieser Branche zu den Exoten gehören. Letztlich muss sich die werdende Mutter damit wohlfühlen. Meine Frau und ich wären dieser Konstellation im Nachhinein offen gegenüber gestanden“, sagte der 42-Jährige. Er ist am heutigen Freitag in dem Film „Toni, männlich, Hebamme – Sündenbock“ um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen.

Leo Reisinger in "Toni, männlich, Hebamme - Sündenbock"

© ARD Degeto/Jacqueline Krause-Burberg

Fachlich gesehen hole er sich natürlich Rat bei echten Hebammen. „Glücklicherweise haben wir gleich mehrere im Freundeskreis, die mir immer gern mit Rat und Tat zur Seite standen. Auch bei Fragen, bei denen ich das Gefühl hatte, als Vater dreier Kinder sollte ich das eigentlich wissen. Da ich privat wirklich viel Zeit mit meinen Kindern verbringe, darf ich mich als Experte bezeichnen, wenn es in den Drehbüchern Familienangelegenheiten zu meistern gibt.“

Die Realität übertrage sich dann oftmals ganz automatisch in die Fiktion, so Reisinger.

Leo Reisinger in "Toni, männlich, Hebamme - Sündenbock"

© ARD Degeto/Jacqueline Krause-Burberg

Reisinger sitzt in Thailand fest

Wegen des Coronavirus sitzt Reisinger übrigens derzeit in Thailand fest. „Wir hatten als Familie eine Auszeit geplant, weil wir mit den Kindern eine Auslandserfahrung machen wollten“, sagte er der ‚Bild‘-Zeitung. „Wir haben diese Reise lange vorbereitet und dafür gespart. Als wir schon hier waren, kam Corona dazwischen. Jetzt müssen wir abwarten, wie und wann wir zurück nach Deutschland kommen.“

Reisinger: „Mein ältester Sohn ist im dritten Schuljahr. Die Schule schickt Aufgaben. Wir lernen jeden Tag wie zu Hause. Unsere Tochter soll im Herbst eingeschult werden. Mal sehen, ob sie überhaupt in Bayern zur Schule gehen will.“ (dpa/KT)

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