12.03.2020 17:46 Uhr

„Let’s Dance“ und DSDS ohne Publikum

Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Bis auf Weiteres verzichten die Sender der RTL-Mediengruppe ab morgen bei ihren Shows auf Publikum. Damit kommt die Sendergruppe auch ohne konkretes Verbot ihrer Verantwortung nach, Publikum und Mitwirkende vor einer möglichen Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, heißt es in einer Mitteilung.

Ausgenommen davon seinen aber Freunde und Familie der Protagonisten, die wohl bei der Shows dabeisein dürfen. Aktuell betroffen sind die beiden RTL-Shows „Let’s Dance“ am morgigen Freitag, 13.3. und „Deutschland sucht den Superstar“ am Samstag, 14.3. jeweils um 20.15 Uhr.

"Let's Dance" und DSDS ohne Publikum

Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Talkshows auch ohne Publikum

12 Prominente und Profitänzer freuen sich am Freitagabend bei Victoria Swarovski und Daniel Hartwich auf ihre Tänze im „70er -Jahre-Special“. Bei DSDS geht es am Samstag erstmals in die Liveshows mit sieben Kandidaten.

Bislang ist die Mediengruppe RTL den Richtlinien der Bundes- bzw. Landesregierung gefolgt, nach denen keine Großveranstaltungen mit über 1.000 Personen stattfinden dürfen. Der Entscheidung, jetzt komplett auf Publikum zu verzichten, geht keine entsprechende Verordnung voraus.

Zuvor hatte schon der NDR angekündigt, seine Talkshows ohne Publikum aufzuzeichnen.

Deutsche Bühnen schließen

Auch an immer mehr Bühnen in Deutschland ruht wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Spielbetrieb. So pausieren die Semperoper und das Staatsschauspiel in Dresden zunächst bis 19. April, wie das sächsische Kulturministerium mitteilte. Die Museen in der Stadt sollen vorerst grundsätzlich geöffnet bleiben, aber besondere Hygienemaßnahmen ergreifen.

Auch in Hamburg wurden alle Veranstaltungen in staatlichen Theatern und Konzerthäusern bis Ende April per Erlass untersagt. Das teilte die Kulturbehörde mit. Damit fallen von Freitag an alle Veranstaltungen in der Elbphilharmonie, der Laeiszhalle, an der Hamburgischen Staatsoper, am Deutschen Schauspielhaus, am Thalia-Theater und auf Kampnagel aus.

In Düsseldorf stoppten Oper, Schauspielhaus und Tonhalle den Spielbetrieb bis zum 2. April. Insgesamt fallen weit über hundert Veranstaltungen aus. Das Kölner Schauspielhaus, die Oper und die Philharmonie sagten bis einschließlich Karfreitag alle Veranstaltungen ab. Die städtischen Museen sollen dagegen geöffnet bleiben. In den vergangenen Tagen waren schon staatliche Theater, Opernhäuser und Konzertsäle etwa in Bayern und in Berlin geschlossen worden.

Auch die Salzburger Osterfestspiele wurden abgesagt. Der Aufsichtsrat habe am Donnerstag eine entsprechende Entscheidung getroffen, teilten die Festspiele mit. Das Festival hätte am 4. April mit der Hauptproduktion, der Oper „Don Carlos“ von Giuseppe Verdi, beginnen sollen. (KT/dpa)