Montag, 19. August 2019 15:52 Uhr

Luke Mockridge hat keine Konsequenzen zu befürchten

Foto: Starpress

Am Anfang der ZDF-Show wurde er noch von Andrea Kiewel groß angekündigt („Die Fernsehgarten-Redaktion verehrt ihn“) und mit Beifall begrüßt, schon bald aber gab es die ersten Buh-Rufe. Comedian Luke Mockridge hat beim „ZDF-Fernsehgarten“ einen bizarren Auftritt hingelegt.

SAT.1-Komiker Luke Mockridge hat mit seinem Auftritt beim „ZDF-Fernsehgarten“ viele Zuschauer verärgert, muss aber nicht mit konkreten Folgen von Seiten des Senders rechnen. Der 30-Jährige hatte in der Sendung am Sonntagmittag unter anderem Witze über alte Menschen gemacht, war wie ein Affe über die Bühne gelaufen und hatte so getan, als würde er mit einer Banane telefonieren. Sein Verhalten hatte Buhrufe aus dem Publikum provoziert. Es seien jedoch keine Konsequenzen für Mockridge geplant, teilte ein ZDF-Sprecher auf Anfrage mit.

Luke Mockridge hat keine Konsequenzen zu befürchten

Foto: Starpress

Keine strengeren Kontrollen

Dazu, ob mit Mockridge für das vierminütigen „Clownsprogramm, das sich Kleinkinder für ihre Geburtstagsparty wünschen würden“ (Vice) eine Gage vereinbart war und ob es dabei bleibe, machte er keinen Angaben – zu vertraglichen Angelegenheiten äußere sich der Sender nicht.

Eine sichtlich unentspannte Moderatorin Andrea „Kiwi“ Kiewel (54) hatte Mockridge schließlich unterbrochen und war danach komplett außer sich. Live empörte sie sich: „Dass es dann ein junger Künstler wagt, auf meiner Bühne vor meinem Publikum wie ein Affe rumzuspringen – aus welchen Gründen auch immer –, halte ich für das mieseste Verhalten, was es unter Künstlern, unter Kollegen geben kann. Schäm dich, Luke Mockridge, never ever again.“

Nach Angaben des ZDF-Sprechers soll der Mockridge-Auftritt auch keine Konsequenzen – etwa strengere Kontrollen für die geplanten Auftritte von Künstlern – haben. Das ZDF hat bisher keinen Kontakt zu Mockridge aufgenommen, er habe sich seinerseits auch nicht beim Sender gemeldet, sagte der Sprecher.

Luke Mockridge hat keine Konsequenzen zu befürchteten

„Die Greatnightshow“. Foto: SAT.1/Boris Breuer

Bekannt geworden war, dass der Comedian mit eigenem Kamerateam angereist war und somit den Auftritt für seine neue Sendung „Lukes Greatnightshow“ geplant hatte. Ein Mitarbeiter von Mockridges Produktionsfirma Brainpool kommentierte auf Twitter, sein Streich passe ja gut zu Lukes neuer Show … Na dann hammer’s ja geklärt.

Der Sender gab dazu auf Anfrage keine Antwort, teilte aber am Montag vieldeutig mit: „Luke Mockridge ist ein wunderbarer Künstler, der sich zu all seinen Auftritten viele Gedanken macht und gut vorbereitet. Wir freuen uns auf seine neue Show.“

Andrea Kiewel wusste von nix

Immerhin, das lässt sich so interpretieren: Wer sich so viele Gedanken macht und sich gut vorbereitet, hat auch mit solchen Provokationen ganz bestimmte Absichten – und die haben vermutlich mit seiner Show zu tun. Luke Mockridge, dessen Vater Bill jahrelang als Erich Schiller in der „Lindenstraße“ mitgespielt hat, ist regelmäßig bei Sat.1 zu sehen, etwa in Formaten wie „Luke! Die Woche und ich“. Aber etwas PR für die neue Show kann sicher nicht schaden. Mockridge selbst hat sich bisher nicht in die Karten schauen lassen. Sein Manager reagierte auch am Montag nicht auf Anfragen.

Ein abgekartetes Spiel mit dem ZDF war das jedenfalls nicht – Andrea Kiewel habe nichts davon gewusst, was Mockridge vor hatte, versichert der ZDF-Sprecher. Abgesprochen gewesen sei „ein Stand-up aus seinem Programm“. Zu den Proben sei Mockridge nicht erschienen.

Mit seiner ersten Personality-Prime-Time-Show „LUKE! Die Greatnightshow“ verspricht der Entertainer acht Wochen lang die größte, früheste und längste Late-Night-Show aller Zeiten Start ist am 13. September bei SAT.1. (dpa/KT)

Wie findest Du Luke Mockridges Aktion?

Richtig dämlich!
Geil, das war doch voll geplant.
Kiwi hätte viel entspannter damit umgehen müssen.

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