Sonntag, 18. August 2019 20:09 Uhr

Luke Mockridge: Inszenierter TV-Skandal? Das sagt das ZDF

Foto: WENN.com

Eigentlich sei man für jeden Spaß zu haben, teilt das ZDF nach dem merkwürdigen Auftritt im „Fernsehgarten“ mit. Aber SAT-1-Comedian Luke Mockridge ist bei seinem Auftritt zu weit gegangen. Selbst Moderatorin Andrea Kiewel ist empört.

Grottenschlechte Witze, Fremdschämen im Publikum und eine aufrichtig empörte Andrea Kiewel: Im „ZDF-Fernsehgarten“ ist es am Sonntag weit weniger harmonisch gewesen als sonst – der Grund: Ein mindestens irritierender Gaga-Auftritt von Komiker Luke Mockridge (wir berichteten).

Auf Mitschnitten der Live-Sendung, die im Internet veröffentlicht wurden, war zu sehen: Der 30-jährige Komiker erzählte platte, pointenfreie Witze über alte Menschen („Sie haben graue Haare, sie sind schrumpelig und sie riechen immer nach Kartoffeln“), machte Furzgeräusche und lief wie ein Affe über die Bühne. Einige Zuschauer im Mainzer Fernsehgarten quittierten den Auftritt am Sonntag mit Buhrufen.

Luke Mockridge: Inszenierter TV-Skandal? Das sagt das ZDF

Foto: ZDF/Sascha Baumann

Kiewel versteht keinen Spaß?

Nach wenigen Minuten später ging eine sichtlich irritierte Moderatorin Kiewel (54) dazwischen. „Verzeihung, lieber Luke. Hallo?“ Der Komiker verabschiedete sich daraufhin vom Publikum. Später erklärte Kiewel, sie moderiere die Live-Sendung seit 19 Jahren. „Dass es ein junger Künstler wagt, hier auf meiner Bühne vor meinem Publikum als Affe herumzuspringen, aus welchen Gründen auch immer, halte ich für das mieseste Verhalten, was es unter Künstlern, unter Kollegen geben kann.“ Mockridge solle sich schämen. Das Publikum jubelt. Hier geht’s zu dem Ausschnitt.

Aber offensichtlich haben Kiewel und Co. nicht ganz geschnallt, dass sie einfach nur Opfer eines von langer Hand geplanten Pranks wurden! Kann sein, dass der uns demnächst als Wetteinlösung verkauft wird. Man erinnere sich nur an Joko und Klaas‘ Verarsche bei der ‚Goldenen Kamera‘ im März 2017.

Mockridge sieht sich definitiv als prominenter Vertreter der Millennials – dort sind seine treusten Fans und nicht im Fernsehgarten. Der Großteil der Fans des Fernsehgartens soll aber jünger sein als die der Mross-Konkurrenz-Sendung „Immer wieder sonntags“, dort findet man die Hauptzielgruppe jenseits der 65.

„Im ZDF-Fernsehgarten sind wir eigentlich für jeden Spaß zu haben“, teilte das ZDF dann am frühen Abend der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. „Die Witze allerdings, die Luke Mockridge heute von sich gegeben hat, trafen weder unseren Humor, noch den des Publikums. Mehr gibt es leider nicht zu sagen, der Auftritt spricht für sich selbst.“

Für seine eigene Show inszeniert?

In sozialen Medien wurde spekuliert, der bizarre Auftritt könne inszeniert gewesen sein. Schließlich startet kommenden Monat seine neue Prime-Time-Show. Da werden natürlich Beiträge gebraucht. Dafür spricht, dass Mockridge mit eigenem Kamerateam vor Ort war.

Mockridge selbst war nach dem Auftritt nicht für eine Stellungnahme zu erreichen – auch auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlichte er vorerst nichts dazu. Der 30-Jährige war früher auch in Stefan Raabs legendärer Sendung „TV Total“ zu sehen, er ist für seine Comedy-Programme und eigene Sat.1-Sendungen bekannt. Auch der Sender war am Sonntag zunächst nicht zu erreichen.

Twitter-Trend

Erst vor rund zwei Monaten hatte Sat.1 eine neue Show mit Mockridge angekündigt: „Luke! Die Greatnightshow“ soll demnach „die größte, beste und früheste Late-Night-Show aller Zeiten“ werden und am 13. September starten. Der merkwürdige Auftritt beschäftigte die Menschen auch in den sozialen Medien: Die Begriffe „Fernsehgarten“ und „Luck Mockridge“ standen am Sonntag zeitweise in den Twitter-Trends in den Top 5. Auch das ZDF selbst äußerte sich nach dem Auftritt bei Twitter – und zeigte Humor: „Wir haben leider vergessen das Playback von @lukemockridge einzuspielen.“ Ja, mehr muss man wirklich dazu auch nicht sagen. Die Auflösung des Ganzen werden wir vermutlich am 13. September serviert bekommen.

Luke Mockridge ist der dritte von sechs Söhnen von Margie Kinski und Bill Mockridge. Der Vater wurde in der Rolle des Erich Schiller in der „Lindenstraße“ bekannt, mehrere der Söhne arbeiten im Showbusiness. (dpa/KT)

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