Sonntag, 6. Oktober 2019 17:44 Uhr

Nina Kunzendorf: Im deutschen Fernsehen wird zu wenig experimentiert

Foto: Starpress/ aedt

Schauspielerin Nina Kunzendorf wünscht sich mehr Experimente im Fernsehen. „Mich interessieren Filme und Serien, die ungewöhnlich sind, Filme, bei denen man nicht schon nach 20 Minuten weiß, wie es weitergeht“, sagte die 47-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Auf die Frage, ob sie viele Filme vorhersehbar finde, sagte Kunzendorf: „Im deutschen Fernsehen? Ja, da bin ich ganz ehrlich.“

„Serien zum Niederknien“

„In England und Amerika gibt es natürlich auch Grütze im Fernsehen“, sagte Kunzendorf, die in Berlin lebt. „Ich schaue – wie viele meiner Kollegen – viel Netflix und Sky. Und da gibt es einfach Produktionen, die sind zum Niederknien toll.“

Nina Kunzendorf: Im deutschen Fernsehen wird zu wenig experimentiert

Foto: Sofie Silbermann/ARD Degeto/dpa

Sie möge es, überrascht zu werden. „Ich mag Figuren, die widersprüchlich sind. Amy Adams in „Sharp Objects“ säuft und raucht sich durch acht Folgen einer Serie, das gefällt mir!“, sagte Kunzendorf. „Nicht weil ich rauchen und saufen toll finde, sondern weil es etwas über eine Figur erzählt. Einen Bruch, einen Abgrund.“

Voodoo-Thriller

In einem neuen ARD-Voodoo-Thriller lotet die frühere „Tatort„-Kommissarin nun selbst Grenzen aus. „Totenfieber – Nachricht aus Antwerpen“ läuft heute Abend (6. Oktober) um 21.45 Uhr im Ersten.

„Ich mag es, mich einer Geschichte annähern zu dürfen und nicht nach fünf Minuten fertig gepackte Päckchen vor der Nase zu haben, wissend was drin ist“, sagte Kunzendorf. Das Fernsehen, das sonst in Deutschland gemacht werde, habe seine Berechtigung, weil es sein Publikum habe. „Aber ich als Zuschauerin bin da nicht so oft repräsentiert.“ (dpa/KT)

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