Mittwoch, 13. November 2019 23:16 Uhr

Olivia Jones freut sich auf die TV-Show „Queen of Drags“

ProSieben/Martin Ehleben

Deutschlands wohl bekannteste Drag Queen Olivia Jones (49) ist stolz darauf, dass es mit Heidi Klums Castingshow „Queen of Drags“ nun eine Plattform für deutschsprachige Drags gibt.

„Wir haben sehr lange für ein solches Format gekämpft und uns alle den Mund fusselig geredet. Ich weiß gar nicht, mit wie vielen Redakteuren und Sendern ich in den letzten Jahren gesprochen habe – und keiner hat sich getraut“, sagte Jones der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Olivia Jones freut sich auf die TV-Show "Queen of Drags"

ProSieben/Martin Ehleben

Heidi habe in ihrer Sendung „Germany’s next Topmodel“ als erste den Dragqueens eine große Plattform geboten, weil sie aus den USA wusste, „dass Dragqueens nicht nur Muttis Kleider und eine lustige Perücke sind, sondern dass es große Kunst und immer auch ein Statement für Toleranz, Respekt und Vielfalt ist“. In Deutschland gebe es in der Szene wunderbare Entertainer, Performer, Live-Künstler. „Da wurde es langsam auch mal Zeit, dass es hier ein eigenes Format gibt. Im Ausland ist das schon selbstverständlich, wie Amerika zum Beispiel.

In dieser Hinsicht ist Deutschland noch ein Entwicklungsland und Heidi hat Entwicklungshilfe geleistet.“ Sie hoffe sehr, dass die Quoten gut werden, sagte Jones.

„Ohne Drag Queens wären CSDs undenkbar“

In einem offenen Brief erklärte Jones auf ihrer Website: „Natürlich wird ‚Queen Of Drags‘ in erster Linie ein Unterhaltungsformat werden. Aber dieser Durchbruch ist ein Symbol für mich – und das an einem fast historischen Datum: Es waren allen voran Drag Queens, die vor 50 Jahren in vorderster Front bei den Stonewall Aufständen in der New Yorker Christopher Street gegen Ausgrenzung und Unterdrückung auf die Barrikaden gegangen sind. Sie sind dadurch zu wichtigen Symbolen im Kampf um Gleichberechtigung geworden. Ohne Drag Queens wären CSDs undenkbar und Schlagworte wie Diversity, Tolerance und Respect graue Phrasen. Drag Queens sind mutig und laut, bunte Botschafter für Toleranz, Vielfalt und Respekt, damit auch immer politisch. Und das ist genau das, was wir in unserer heutigen Zeit wieder dringend brauchen. Auch deshalb freue ich mich, Teil des Formats zu werden.“ (dpa/KT)

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