15.03.2020 15:33 Uhr

ProSieben Schlaflos-Show zum Einschlafen: Die Reaktionen

© ProSieben/Claudius Pflug

ProSieben nannte seine Samstagabendshow „Wer schläft, verliert“ einen „Traumhaften Abend“! Zwar setzte sich die Show mit Moderator Thore Schölermann tapfer gegen DSDS durch, aber insgesamt war sie eine Zumutung. Chancen wurden vertan.

1,51 Millionen sollten sehen wie die B, C- und D-Promis, Wayne Carpendale, Manuel Cortez und Simon Gosejohann, Natascha Ochsenknecht und Tochter Cheyenne, David Odonkor, Paula Lambert und Dragqueen Candy Crash einschlafen. Nach 60 Stunden ohne Schlaf battlen sich acht Promis in der Show in Aufmerksamkeits- und Geschicklichkeitsspielen. Natascha Ochsenknecht gewinnt nach mehr als 63 durchwachten Stunden das goldene Kopfkissen.

ProSieben Schlaflos-Show zum Einschlafen

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Dem Gewinner winkte ein „goldenes Kopfkissen“. Doch irgendwann reichte es Teilnehmer Wayne Carpendale: „Hase, ich geh nach Hause! Ich wünsche dir eine gute Nacht. Ich gebe auf!“ Thore Schölermann daraufhin entgeistert: „Wie Du gehst nach Hause?“. Das war der Höhepunkt der Show. Und das hier sind die vernichtenden Reaktionen in den Medien.

Schölermann machte keine gute Figur

„In der Live-Show (wegen der Corona-Pandemie natürlich ohne Publikum) mussten (…) verschiedene Geschicklichkeits- und Aufmerksamkeitsspiele absolviert werden. Immer mit dabei: Schlafexperte Prof. Dr. med. Ingo Fietze, der die Spiele kommentierte.“ (…)

„Eine Show mit Promis, die 60 Stunden nicht geschlafen haben: „Wer schläft, verliert“ entpuppte sich als spektakuläres Debakel, das dieses TV-Jahr nicht mehr zu toppen sein wird. Faszinierend! (…) In erster Linie machte hier aber Moderator Thore Schölermann (35) keine gute Figur – er verwechselte nicht nur die Kandidaten, sondern wirkte auch sonst fahrig und unkonzentriert. Hatte er beim Experiment etwa mitgemacht?“. (bild.de)

(…) „Nach fast drei Stunden verstand selbst Simon Gosejohann den Sinn der ganzen Sendung nicht mehr richtig. Als der Moderator noch einmal erklärte, dass der Verlierer des aktuellen Spiels sich ins Bett legen muss, stammelte er nur noch entkräftet: „Aber Thore! Was ist denn so schlimm, sich einfach ins Bett zu legen? Das ist doch voll super!“ (bild.de)

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„Die nackte Trostlosigkeit“

„Die Prominenten stiefeln wie Untote auf die Bühne. Dann hängen sie matt in den Stühlen. Und zwischendurch spielen sie müde Spielchen. „Der Sandmann kommt“, heißt das erste. Die Teilnehmer befüllen eine Sanduhr. Während sie abläuft, müssen sie Kartenhäuschen aufstellen. Schon an dem Punkt erkennt der Zuschauer: Auch er wird schnell mit dem Schlaf zu kämpfen haben.“ (Focus)

ProSieben Schlaflos-Show zum Einschlafen

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(…) Das isolierte Setting ist faszinierend entlarvend, ja entbeinend: Ohne inszenierte Begeisterung und Verspektakelung durch augenscheinlich mitgerissene Menschen liegen die Ideen hinter der Show da wie ein abgenagtes Kleintierskelett: Wir sehen Menschen dabei zu, wie sie in aller Stille erst Sand schaufeln, dann Kartenhäuser aus Bierdeckeln bauen. Wie sie zwei Minuten lang nicht blinzeln dürfen und zählen müssen, wie oft in einer vorgelesenen Geschichte das Wort „und“ vorkommt. Es ist in seiner nackten Trostlosigkeit wahnsinnig langweilig und faszinierend zugleich.“ (Der Spiegel)

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„Einfach immer weitersenden“

„Womöglich haben ProSieben und die Produktionsfirma Fisch Will Wurm Media darauf spekuliert, dass sich die müden Stars bei den folgenden Spielen möglichst tollpatschig anstellen würden. In Wirklichkeit wirkten sie aber vor allem träge und gelangweilt. (…) In diesem ebenso langweiligen wie absurden Setting hätte es nur eine einzige Chance gegeben, den Abend doch noch irgendwie zu retten: Einfach immer weitersenden. Zu sehen, wie sich Moderator, Professor und Spiele-Kommentator Elmar Paulke vor leeren Rängen und acht Betten um Kopf und Kragen reden, hätte den Unterhaltungswert vermutlich noch einmal ins Unendliche treiben können. Zu gerne hätte man erlebt, wie alle Beteiligten völlig erschöpft selbst um halb 3 noch darauf warten, bis der letzte Kandidat das Reich der Träume betritt.“ (DWDL)

ProSieben Schlaflos-Show zum Einschlafen

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„Insgesamt verfolgten ‚Wer schläft, verliert!‘ 1,51 Millionen Zuschauer, was für ProSieben mit einer Quote von guten 5,2 Prozent bei allen einherging. Damit überbot die neue Show die Werte von ‚Alle gegen Einen‘ deutlich und bescherte ProSieben die stärksten Samstagsquoten seit Anfang Februar. (Quotenmeter)

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