11.12.2019 22:26 Uhr

„Queen of Drags“: Was sagen die Kandidatinnen zu den Hasskommentaren?

ProSieben/Sven Doornkaat

Derzeit ist „Queen of Drags“ wohl eine der umstrittensten TV-Shows im deutschen Fernsehen. Immerhin sind darin auch, wie der Name schon verrät, Männer zu sehen, die sich wie Frauen kleiden und schminken. Neben den zahlreichen Befürwortern des Formats, gibt es auch einige Zuschauer, denen das was da gezeigt wird wohl so gar nicht gefällt.

Doch was sagen eigentlich die Frauspielerinnen der Casting-Sendung zu den zahlreichen Hasskommentaren, die im Netz über sie verbreitet werden? In einem YouTube-Video stellten sich nun drei der Drags den besonders bösen Äußerungen einiger Kritiker.

"Queen of Drags": Was sagen die Kandidatinnen zu den Hasskommentaren?

ProSieben/Martin Ehleben

„Das ist eine Hormonkrankheit“

„Die haben es geschafft, die Natur zu zerstören und es normalisiert, wenn ein Mann sich so kleidet wie eine Frau… dabei ist es eine Krankheit, eine Hormonkrankheit“, regte sich einer zum Beispiel auf. „Mit meinen Hormonen ist alles in Ordnung, hat ja keinen zu interessieren was ich in meiner Freizeit zu mache“, entgegnete „Vava Vilde“ nur völlig cool auf diesen Blödsinn.

„Jeder das seine, aber ich habe Angst, dass das Kinder verwirrt“, äußerte sich ein anderer Nutzer besorgt. „Ich habe noch nie ein Kind getroffen, das es verwirrend findet sich zu verkleiden“, entgegnete die gleiche Teilnehmerin gelassen.

Sorgen um die Gesellschaft

Ein weiterer, wohl männlicher Zuschauer schrieb: „Deutschland mangelt es an echten Kerlen. Wo sind die Machos aus den alten Zeiten geblieben. Alle zu Pussys erzogen.“ Da macht sich wohl jemand Sorgen um die Gesellschaft. „Was soll ich dazu sagen, das ist lächerlich“, ärgerte sich „Yoncé Banks“.

„Wenn solche Kommentare kommen die unter die Gürtellinie gehen, fass ich mir an Kopf. Dennoch nehme ich sie mir einfach nicht zu Herzen“, kommentierte „Aria Addams“ am Ende des Clips.

"Queen of Drags": Was sagen die Kandidatinnen zu den Hasskommentaren?

ProSieben/Martin Ehleben

Das steckt hinter dem Video

Doch das Video wurde nicht nur zur Belustigung der Zuschauer veröffentlicht. Christoph Körfer, der Pressesprecher des Münchner Senders begründete den Clip folgendermaßen: “ Gegen diese Hasskommentare wollen ProSieben und unsere Queens mit diesem Video ein Zeichen setzen. Gleichzeitig möchten wir uns bei allen bedanken, die Woche für Woche uns mit ihren Kommentaren rühren: ‚Mein Papa hat gerade erst einmal Dragqueen gegoogelt. Damit habt ihr schon sicher einen Zuschauer dazu gebracht, sich über das Thema zu informieren‘.“ Es scheint also auch noch zahlreiche Fans zu geben, denen das außergewöhnliche Format gefällt.

Die Heidi-Klum-Show läuft noch bis zum 19. Dezember immer donnerstags um 20:15 auf ProSieben.