31.08.2020 22:35 Uhr

Revolutionärer Kurswechsel bei der ARD: Online first!

Die Sehgewohnheiten ändern sich, und die Konkurrenz wird größer. Die ARD setzt in Zukunft verstärkt auf Streaming.

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Die ARD will viele hochkarätige Serien und Filme in Zukunft zuerst streamen und dann erst zu einer festen Uhrzeit ausstrahlen.

Neue Serienoffensive

„Wir denken nicht länger zuerst in linearen Sendeplätzen, sondern konsequent zuerst in Inhalten und Projekten – ein Paradigmenwechsel für die ARD“, sagte der ARD-Koordinator Fiktion, Jörg Schönenborn, am Montag laut Mitteilung. Die Senderkette plant für Herbst und Winter eine Serienoffensive. In den vergangenen Monaten sind in Deutschland immer mehr Streamingdienste an den Start gegangen. Die Konkurrenz für klassische TV-Sender durch Anbieter wie Netflix, Amazon Prime Video, Apple TV+ und Disney+ wächst stetig.

Start am 9. September

„Für zahlreiche Highlights gilt: ‚online first‘!“, heißt es in einer Mitteilung vom Montag. Los gehe es am 9. September mit „Oktoberfest 1900„. Es folgten noch in diesem Jahr „Pan Tau“ am 27. September, alle neuen Folgen der dritten Staffel „Babylon Berlin“ am 11. Oktober, „Das Geheimnis des Totenwaldes“ und die dritte Staffel „Charité“.

Jede Menge Serien und Mehrteiler

Im Angebot sind neben den oben genannten Serien und Mehrteilern, die Das Erste zeigt, auch zahlreiche Serien der Dritten Programme und von ONE, darunter im September die Sitcom „Parlament“ und die Comedy-Serie „Der letzte Wille“, im Oktober die Comedy-Serien „Ethno“ und „Da is‘ ja nix“, sowie im November – online only – die Mockumentary „How to Tatort“.

„Ein Paradigmenwechsel für die ARD“

Jörg Schönenborn erklärte weiter: „Ich freue mich über die Qualität und die Bandbreite der fiktionalen Angebote, mit denen wir die Attraktivität der ARD Mediathek nachhaltig stärken und zeigen wollen, dass wir es im non-linearen Wettbewerb ernst meinen: Wir denken nicht länger zuerst in linearen Sendeplätzen, sondern konsequent zuerst in Inhalten und Projekten – ein Paradigmenwechsel für die ARD.“

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