Dienstag, 17. September 2019 20:39 Uhr

Ronald Schill jubelt: „Hier wackeln die Frauen noch mit dem Po“

Foto: Good Times

Ronald Schill verriet jetzt, wie sehr er die Vielseitigkeit liebe. Das hat der 60-Jährige in seinem bisherigen Leben bewiesen.

Der einst so umstrittene Politiker sprach Dienstagnacht in der SAT.1-Show „Dinner Party – Der Late-Night-Talk“- über seinen Weg, der ihn vor mehr als 14 Jahren weg aus Deutschland in die Favelas in Rio de Janeiro führte.

Als „Richter Gnadenlos“ erlangte Schill mit nur einem Urteilsspruch Berühmtheit und war seitdem lange Zeit aus den Schlagzeilen nicht mehr wegzudenken. Denn sein Portfolio polarisiert: Parteigründung, Reformierung der Polizeiuniform, politischer Eklat und plötzliches Parteizerwürfnis, als Frühpensionär in Brasilien – fernab der Presse.

Ronald Schill jubelt: "Hier wackeln die Frauen noch mit dem Po"

Ronald Barnabas Schill 2018.i Foto: mago images / Tinkeres

„Hier fühle ich mich wohl“

Der ehemalige Hamburger Politiker war 2014 Teilnehmer der zweiten Staffel von „Promi Big Brother„. 2016 nahm er an der Promi-Ausgabe der RTL-Nackt-Dating-Show „Adam sucht Eva“ teil. Auch „Goodbye Deutschland“ begleitete ihn.

In „Dinner Party – Der Late-Night-Talk“ erzählt der Jurist jetzt unverblümt und ehrlich aus seinem turbulenten Leben und seiner beeindruckenden beruflichen Laufbahn. Und von seinem Leben im größten Armenviertel Brasiliens (Mehr Bilder unten im Video!)

Von Rio ist Schill jedenfalls begeistert. In der Talkshow sagte er: „Es ist die am schönsten gelegene Stadt der Welt. Nicht die von der Architektur – das ist ja Paris oder Wien. Aber die von der Lage her am schönsten. Eingebettet in bizarre Felsen am Atlantik, tosende Brandung am Atlantik. Die Menschen: witzige, nette Menschen, die teilweise arm sind, aber trotzdem ihr Leben lieben und zelebrieren. Und ich inmitten dieser Atmosphäre fühle mich wohl.“

Die Armen gucken auf die Reichen herab

Besonders begeisterten den einstigen „Richter Gnadenlos“ in Brasilien und überhaupt in Lateinamerika „dieses Spannungsverhältnis zwischen echten Kerlen und herrlichen Weibern.“ Und weiter: „Die Frauen definieren sich als Frau, die sind gerne Frau, die spielen mit ihren Reizen. Wie ich immer ganz gerne sage, sie wackeln sogar beim Einkaufen mit dem Po und genießen darauf gerichtete Männerblicke. Das ist eine Atmosphäre, wo ich mich wohlfühle.“

Schill wohnt hochdroben in den Favelas (aus dem Portugiesischen entlehnt für „Armenviertel“ oder „Elendsviertel“), die andernorts in der Welt auch schlicht und einfach als „Slums“ bezeichnet werden. Der 60-Jährige sagte dazu: „Brasilien ist das einzige Land wo die armen Menschen auf die reichen herabschauen. […] Und ich, der ich unten gewohnt habe, während der ersten Jahre direkt am Strand, habe mich eigentlich immer gefragt warum wohnst du nicht dort oben? Da ist es erstens ruhiger, man hat keinen Verkehrslärm und zweitens ist es da billiger und drittens ist der Ausblick gigantischer als von unten.“

Dann bringt es Schill gekonnt auf den Punkt: „Ich bin reicher als 98 Prozent meiner Nachbarn, aber ärmer als die Drogenbarone.“ Er fügt abschließend in den  TV-Interview hinzu: „Die Deutschen sind ja dafür bekannt immer an die Zukunft zu denken und sich dadurch den Genuss der Gegenwart kaputt zu machen. Das würde einem Brasilianer niemals in den Kram passen. Der Brasilianer liebt die Gegenwart und lebt nur in der Gegenwart, er denkt nicht an morgen.“

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