25.03.2020 09:56 Uhr

Ronald, was machen Sie mit der Jauch-Million?

TVNow

Ronald Tenholte (Besitzer einer Saft- & Smoothiebar in Köln) konnte drei Dinge bei „Wer wird Millionär?“ auf sich vereinen: Gute Vorbereitung, einfach mal auf Risiko spielen und Glück haben. Am Dienstagabend wurde er neuer Millionär bei Günther Jauch (wir berichteten). Was er mit de Million macht und ob er seinen Saftladen weiterbetreibt, erzählt der 35-Jährige im Interview mit RTL. Hier ein Auszug.

Ronald, was machen Sie mit der Jauch-Million?

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Seine Verlobte ist übrigens Schauspielerin und Kabarettistin Nora Boeckler. Die war schon während der Show am Telefon völlig ausgeflippt. Neben ihrer Kabaretttätigkeit stand Boeckler für Kino- und Fernsehfilme und Serien vor der Kamera, darunter mit Auftritten bei „Hubert und Staller“ bzw. „Dahoam is Dahoam“ oder im Kino „100 Dinge“ mit Matthias Schweighöfer. Zuletzt war Boeckler mit ihrem Kabarettprogramm „5 Sterne Fiasko“ unterwegs. Ab Donnerstag um 22:15 Uhr ist sie in den neuen Folgen der 2.Staffel bei „Schmitz and family“ zu sehen.

Auf eine Hochzeit in den Bergen hat sie übrigens nicht die größte Lust, wie sie bei einem Anruf im Studio sagte…

Ronald, was machen Sie mit der Jauch-Million?

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Was machen Sie mit der Million?
Die Hochzeit mit meiner Verlobten Nora steht an. So ein Gewinn nimmt natürlich ein bisschen Druck raus, weil man weiß, man hat jetzt finanzielle Mittel. Unser größter Wunsch wäre es, in den Bergen zu heiraten, weil wir wirklich Wald-, Wiesen- und Bergekinder sind. Dafür wird ein Teil dieses Gewinns verwendet. Und danach muss ich einfach mal schauen was ansteht. Ich denke, ich werde mir auch eine Belohnung gönnen. Ein Elektroauto spielt da bei mir im Kopf eine große Rolle.

Was war Ihr Erfolgsrezept?
Ich glaube, bei mir haben mehrere Punkte gut zusammengespielt. Zum einen habe ich mich richtig gut vorbereitet. Seit ich wusste, dass ich zur Sendung eingeladen werde, habe ich wirklich jeden Tag Quiz gespielt, um mir möglichst viel Wissen anzueignen, aber auch, um eine gewisse Routine zu bekommen und mich selbst kennenzulernen. Es war für mich ein riesen Zugewinn, zu wissen, dass eine erste Intuition oft ein starker Indikator für eine richtige Antwort ist.

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Also, Punkt Nummer eins: Gute Vorbereitung.
Punkt Nummer zwei: Einfach mal auf Risiko spielen. Das entspricht allerdings auch meinem Naturell. Für mich war es wichtig, die 16.000 Euro-Hürde zu schaffen und zu wissen, ich gehe nicht mit leeren Händen nachhause, auch wenn danach etwas schiefgeht. Mit den 16.000 Euro hatte ich eine gewisse Absicherung und konnte risikobereit sein.

Und zuletzt ist ein ganz wichtiger Faktor auch einfach Glück. Es gab einige Fragen, die mir sehr entgegen kamen. Zum Beispiel die allerletzte Frage zu Europaletten. Denen begegne ich fast jeden Tag bei mir im Laden, weil unsere Waren auf Europaletten geliefert werden – Das war einfach Glück.“

Wie lange haben Sie sich denn vorbereitet?
2016 und 2018 war ich schon mal in der Auswahlrunde bei WWM, habe es aber nicht auf den Stuhl geschafft. Schon damals habe ich mich jeweils drei bis vier Wochen lang jeden Tag vorbereitet. Und auch dieses Mal habe ich mich sofort nach der Einladung zu WWM in die Vorbereitung gestürzt und mir einen Lernplan ausgearbeitet. Jeden Tag habe ich im Schnitt drei bis vier Stunden geübt, trainiert und gelernt, sieben Tage die Woche.

Vor allem die Auswahlrunde, in der es darum geht, möglichst schnell und sicher zu antworten, fordert einfach Vorbereitung. Gerade dafür habe ich die App von WWM durchgespielt bis die Finger geblutet haben. Aber ich lerne für mein Leben gerne, deshalb hat mir die Vorbereitungszeit auch total viel Spaß gemacht.“

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Werden Sie jetzt Ihre Saftbar weiter betreiben?
Auf jeden Fall! Das ist mein Baby, das ich über mehr als fünf Jahre großgezogen habe und das will ich natürlich nicht von heute auf morgen liegen lassen. Ich habe dort super Leute um mich herum – unsere Mitarbeiter und unsere Kunden – und deshalb werde ich den Laden auf jeden Fall weiter betreiben. Ob sich irgendetwas ändern wird, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber es ist nicht nur ein Job für mich, sondern wirklich eine Herzensangelegenheit.“

Sie leiden unter Prosopagnosie – Was ist das?
Das bedeutet, dass man sich keine Gesichter merken kann. Bei mir wurde es Gott sei Dank nicht klinisch festgestellt, es hat kein pathologisches Ausmaß, aber ich habe einfach ein unglaublich schlechtes Gesichter-Gedächtnis. Das hat schon zu unangenehmen Situationen geführt, wenn ich mich bei Leuten, die ich eigentlich schon länger sporadisch kenne, immer wieder aufs Neue vorgestellt habe.

Übrigens: Tenholte ist laut RTL der zehnte reguläre Millionär in der gut 20-jährigen Geschichte des Dauerbrenners „Wer wird Millionär?“ – ausgenommen Promi- und sonstige Specials. Der letzte reguläre Millionengewinn liege inzwischen etwas länger zurück: Am 7. Dezember 2015 habe der Doktorand und Eventveranstalter Leon Windscheid alle Fragen richtig beantwortet. Die spannende Show ist bei TVNow zu sehen.

https://www.instagram.com/p/B-IJ3RTH7iB/