Montag, 23. September 2019 16:07 Uhr

Sarah Lombardis goldenes Dankeschön: Zuschauer fühlen sich verarscht

Nina Richel (l.) - Sängerin aus Hildesheim. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Das Supertalent” Staffel 13. ging am Samstagabend in die zweite Runde und nebst Dieter Bohlen (65) und Bruce Darnell (62) sitzt auch Sarah Lombardi (26) mit in der Jury. Die sorgte nun erneut für Aufregung im Netz, indem sie ihre ehemalige DSDS-Mitstreiter direkt ins Finale beförderte. Hatte Dieter Bohlen so etwas aber nicht vorher ausgeschlossen?

Bevor die erste Folge über die Bildschirme flimmerte wurde ja insbesondere von Chef-Juror Dieter Bohlen beteuert, dass es in diesem Jahr einige Änderungen geben würde (wir berichteten). Der sagte im Vorfeld: „So gibt es keine Sänger mehr von 16 bis 30. Mit Recht haben viele meiner Zuschauer gesagt: ‚Die gehören zu DSDS.‘ Nach zwölf Staffeln haben wir es jetzt hinbekommen, sie ausnahmslos zu streichen.“ So weit, so klar.

Sarah Lombardis goldenes Dankeschön: Zuschauer fühlen sich verarscht

Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

So war das bei DSDS

Um es nochmal zu betonen: Diese Entscheidung wurde eben auch getroffen, da die „Das Supertalent”-Fans dies in den vergangenen Jahren mehrfach und immer heftiger monierten. Am Samstagabend war es nun wieder soweit: 3,46 Millionen Zuschauer hockten vor den Fernsehgeräten und sahen die zweite Folge der diesjährigen Castingshow-Staffel.

Nach einigen mehr oder minder talentierten Acts kam dann Nina Richel auf die Bühne. Die Sängerin war DSDS-Kandidatin in der Staffel, in der auch Pietro Lombardi (27) und Ex-Frau Sarah teilnahmen. Nina erlangte 2011 Bekanntheit auch durch einen Zickenkrieg mit DSDS-Contestantin Anna Carina Woitschack. Nach Krampfanfällen und einer Ohnmacht wird sie schließlich von ihrem Vater aus der Casting-Liveshow genommen. Die bereits ausgeschiedene Sarah Lombardi (damals noch Engels) rückt in der dritten Mottoshow nach. Was für ein Drama! Doch die Geschichte wird fortgeschrieben, nach dem sie womöglich ein listiger RTL-Redakteur nochmal ausgegraben hat: Auf das Pech von damals folgte das Glück von heute. Ganz großes Kino!

Angesichts dieser Geschichte musste RTL seine Vorsätze über Bord werfen und inszenierte das Aufeinandertreffen einstiger Rivalinnen – für die Dummen unter den Zuschauern? Wo hätte man das sonst unterbringen sollen? Nochmal bei DSDS? Da sitzt ja Pietro in der Jury. Im Mittagsmagazin bei RTL verwurschteln? Schade drum.

Das goldene Dankeschön

Konsequenter Höhepunkt am Samstag:  Sarah Lombardi drückte den Goldenen Buzzer für die durchaus stimmgewaltige Kollegin, die ihr damals den Platz opfern musste. Ein goldenes Dankeschön acht Jahre später. Was heißen soll, die Dame landet im Supertalent-Finale!

Sarah Lombardis goldenes Dankeschön: Zuschauer fühlen sich verarscht

Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Dass die halbe Netzwelt tobt, wundert nicht. Dabei geht es nicht um das gesangliche Können von Nina. Man fühlt sich von RTL nicht nur verschaukelt, sondern als Zuschauer auch überhaupt nicht ernst genommen. Einigen Kennern kommt die angebliche Talenteshow eh ziemlich gescriptet vor. Wie soll man sonst spannende Momente erzeugen? Inszenierung geht vor Zuschauerwillen.

Die User beschweren sich jedenfalls viel und laut auf Instagram, Twitter, Pipapo. Einer schrieb: „Beim #Supertalent 2019 dürfen keine Sänger/innen zw. 16-30 mitmachen. Nina, 26 Jahre, Sängerin, kriegt nen Goldbuzzer geschenkt. Künstlich gepusht… Super #nicht #fake” und drückt damit wohl die Unzufriedenheit vieler enttäuschter Fans der Show aus.

Vom Sender gab es dazu diese offizielle Reaktion: „Ausnahmen bestätigen die Regel! Dem Aufeinandertreffen von Sarah und Nina wollten wir natürlich nicht im Wege stehen.“ Was nichts anderes bedeuten soll, als das einem die Meinung der Zuschauer nicht allzuviel wert zu sein scheint.

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