Mittwoch, 29. Januar 2020 17:52 Uhr

„Schlag den Besten“: Klugscheißer Robin nervt Publikum

Foto: ProSieben / Willi Weber

‚Schlag den Besten‘ ging am vergangenen Dienstagabend in eine neue Runde. Mit Start der zweiten Staffel wurde auch der Sendeplatz verlegt, von ursprünglich donnerstags auf jetzt dienstags Abend.

Somit muss sich die ProSieben-Show nun unter anderem gegen den RTL-Kassenschlager „Deutschland sucht den Superstar“ durchsetzen, was allerdings nur mäßig gelungen sein soll, wenn man sich die Quoten ansieht. Zudem sorgte aber auch noch Kandidat Robin dafür, dass wohl eine ganze menge Menschen abschalteten. Der Mathe-Student ging den Zuschauern kurz gesagt nämlich gehörig auf den Zünder.

„Schlag den Besten": Klugscheißer Robin nervt Publikum

(v.l) Robin und Ivica bei „Schlag den Besten“ Foto: ProSieben / Willi Weber

Der Zorn der Zuschauer

Der 24-jährige sorgte für mächtig Spott und Häme in den sozialen Medien, denn der Potsdamer war dem TV-Publikum schlichtweg zu überheblich. In der ersten Folge der zweiten Staffel ging er gegen Maurermeister Ivica ins Rennen und machte dem gleich mal eine direkte Ansage, die charakterlich schon ziemlich tief blicken lies. „Ich kann nicht verlieren. Ich bin der Beste“, so der Herausforderer. Zugegebenermaßen war ihm sein 32-jähriger Kontrahent tatsächlich unterlegen, wie sich Runde um Runde mehr herausstellte, doch dass der Klugscheißer ihn auch noch so vorführte, kam überhaupt nicht gut an. So sammelte der Verlierer des Abends zwar weniger Rundensiege gegen den Studenten, aber umso mehr Sympathiepunkte beim Publikum.

So finden sich beispielsweise auf Twitter unter dem Hashtag ‚#schlagdenbesten‘ diverse Kommentare und Tweets zur Sendung, wie beispielsweise: „Wie soll man das denn bitteschön zweieinhalb Stunden schauen, wenn man einem Kandidaten am liebsten durchgängig links und rechts um die Ohren hauen möchte?“ oder „Beim Sport als Letztes gewählt, auf keine Party eingeladen, den Lehrer an die Hausarbeiten erinnern. Wir alle kennen so Typen wie Robin.“ Schuld an diesen Meinungen waren Situationen wie unter anderem der Auftritt des Besserwissers im Spiel ‚Wer weiß mehr?‘. In diesem hätten beide Spieler beispielsweise abwechselnd 23 Hauptstädte nennen sollen, die mit dem Buchstaben B beginnen.

„Mach dich mal nicht unsympathisch.“

Ivico fiel schon bald keine mehr ein, woraufhin Robin schon fast gelangweilt gleich drei hintereinander aufzählte. Den Kommentar: „Ich wollte nur die Schwierigsten sagen“, konnte er sich natürlich auch nicht klemmen. Auch die Runde, in der die beiden Nationalflaggen erraten sollten, ging klar an Robin. Doch statt seinen Sieg einfach zu genießen, prahlte er gleich noch, man hätte ihm keine Fahne zeigen können, die er nicht gewusst hätte. Auch die Herausforderung Marken der ‚Dow-Jones-Konzerngruppe‘ aufzuzählen schien ihn offensichtlich anzuöden, während sein Kontrahent aus dem Westerwald sich schwer tat. Als dann auch noch die Aufgabe gestellt wurde, Zahlenreihen zu vervollständigen – was für den angehenden Mathelehrer zugegebenermaßen ein Klacks war – zeigte er schon im Probedurchlauf seine Unterforderung.

Robin nahm durchweg die Rolle des Unsympathen ein und erhitzte damit ganz schön die Gemüter. Und das obwohl Moderator Elton den Schlaumeier sogar zwischenzeitlich noch grinsend warnte: „Mach dich mal nicht unsympathisch“. Doch der gut gemeinte Rat des 48-jährigen war so schnell ausgesprochen, wie ihn Robin scheinbar auch schon wieder vergessen hatte. Kurzzeitgedächtnis scheint wohl nicht so seine Stärke zu sein. Am Ende gewann der Potsdamer zum fünften mal die Show. Mit 36:19 machte er den Sack zu und erhöhte damit die Gewinnsumme auf satte 250.000 Euro. Gegönnt haben ihm den Sieg aber wohl wenige. Statt heute Schlagzeilen über seinen fünffachen Sieg und sein großes Wissenspektrum zu lesen, weiß nun wohl jeder nur, wie sehr Robin die Zuschauer genervt hat.

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