13.04.2020 19:38 Uhr

“Tiger King”: Netflix und der Ärger mit der Bonusfolge zu Ostern

Netflix

Da hat uns Netflix aber ein schönes Ei ins Nest gelegt: Pünktlich zu Ostern gibt es eine Bonus-Folge vom derzeitigen Megahit “Tiger King – Großkatzen und ihre Raubtiere”. Allerdings nicht ganz ohne Probleme.

Nach fünf Minuten verschwunden

Von vorne: eigentlich ist die Doku-Serie abgedreht. Sieben Folgen rund um US-Großkatzenzüchter und ihre dunklen Seiten haben dafür gesorgt, dass “Tiger King” in aller Munde und ein neues Medienphänomen ist.

Großkatzen und ihre Raubtiere

Netflix

Am Ostersonntag belegte das Format den dritten Platz der am meisten abgerufenen Inhalte der Streamingplattform. Zur Belohnung sollte es eine Bonusfolge mit neuem Material geben. Zwar erschien die Episode „The Tiger King and I“ (auf Deutsch: „Der Tigerkönig und ich“) wie angekündigt, allerdings nur für gerade mal fünf Minuten! Danach war der heiß ersehnte Nachschlag in Sachen Großkatzen-Irrsinn bereits nicht mehr abrufbar.

Bonus-Folge ohne Joe Exotic

Doch am Montag war sie wieder da – und dieses Mal bleibt sie es auch. In der Bonus-Folge gibt es nun ein Wiedersehen mit einigen Beteiligten der Serie. Joe Exotic ist ja leider hinter Gittern und verhindert. „Tiger King“ auf deutsch „Großkatzen und ihre Raubtiere“ ist eine Mischung aus Fantasy, Milieustudie und True Crime-Drama. Es geht um Polyamorie, Personenkult, Mord und Totschlag und jede Menge Tiger. Die Miniserie erzählt über das florierende Geschäft der Wildkatzenzucht in den Vereinigten Staaten. Dabei werden vor allem zwei Personen in den Fokus gestellt: Wildkatzensammler und Zoo-Besitzer Joe Exotic (57) und seine Erzfeindin und Tierschützerin Carole Baskin (58). Weil er die angeblich umbringen lassen wollte, sitzt Vokuhila-Joe inzwischen im Gefängnis.

Was kann die Bonus-Folge?

“Hey all you cool cats and kittens”. So begrüsst Schauspieler Joel McHale die Zuschauer mit dem aus der Serie bekannten Spruch von Baskin. In den folgenden 40 Minuten kommen unter anderem die neuen Inhaber von Exotics einstigem Zoo zu Wort. Ebenso dessen Ex-Doku-Filmer sowie der ehemalige Polit-Kampagnen-Manager. In kurzen Interviews erzählen sie, wie es ihnen seit dem Ende der Serie ergangen ist. Das ist leider längst nicht so unterhaltsam wie das Original.

Hinzu kommt, dass ausser Jeff Lowe keiner der Züchter vor die Kamera tritt. Stattdessen spricht Tierpfleger Erik Cowie. Der hat zwar “Tiger King” bisher noch gar nicht geguckt, aber trotzdem noch ein Hühnchen mit seinem Ex-Chef zu rupfen: “Joe war ein Arschloch”, der am besten im Gefängnis bleiben sollte.