29.12.2019 22:48 Uhr

Til Schweiger mit neuem „Tatort“ zurück: „In England hat man uns richtig gefeiert“

© NDR/Christine Schroeder

Am 5. Januar läuft im ersten der neue Tatort „Tschill Out“. Will heißen: Das mit dem Til Schweiger (56) und dem ARD-„Tatort“ war es auch nach einer rückläufigen Quote offenbar noch lange nicht. Diesmal lässt es der vielseitige Filmemacher allerdings viel ruhiger angehen.

Das ist die Geschichte: Während Nick Tschiller (Til Schweiger) auf Neuwerk auf sein Disziplinarverfahren wartet und einer ehemaligen Lehrerin von Lenny, Patti Schmidt, bei der Betreuung von schwer erziehbaren Jugendlichen hilft, ermitteln Yalcin Gümer (Fahri Yardim) und die neue LKA-Kollegin Robin Pien in einem Fall von Drogenhandel im Darknet. Die Brüder Nix werden diskret verhaftet und in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen. Auf dem Weg zum SafeHouse kommt es jedoch zu einem Zwischenfall, in dessen Folge auch Nick Tschiller wieder mitten im Geschehen ist.

Til Schweiger mit neuem "Tatort" zurück: "In England hat man uns richtig gefeiert"

Yalcin Gümer (Fahri Yardim), Tom Nix (Ben Münchow) und Nick Tschiller (Til Schweiger)
© NDR/Christine Schroeder

Zu dem neusten Film sagte der notorische Pulloverträger Schweiger im Gespräch mit ‚goldenekamera.de‘: „Nach dem Kino-‚Tatort: Off Duty‚ waren wir uns einig, dass man die Action nicht mehr weiter nach oben treiben kann – weil wir vier Folgen lang ordentlich „die Sau“ rausgelassen hatten. Wir hatten Action angekündigt, und wir haben sie geliefert – aber jetzt ist die Zeit reif, um etwas Neues auszuprobieren, weil wir uns nicht wiederholen wollen.“

Action ist wesentlich teurer

Allerdings wisse er nicht, ob er künftig auf die Actionballerei verzichten werde. „Nick ist kein Buddha geworden, aber nach seinem ungenehmigten Trip nach Istanbul und Moskau macht er jetzt erst mal was komplett anderes, um sich neu zu sortieren. Denn er hat die Frau verloren, die er geliebt hat. Und seine Tochter wäre ebenfalls beinahe ums Leben gekommen.“ Hinzu kommt aber auch, dass das Budget für den Krimi nicht mehr das gleiche ist.

Til Schweiger mit neuem "Tatort" zurück: "In England hat man uns richtig gefeiert"

Tom (Ben Münchow, r.) stellt Eddie (Andreas Helgi Schmid) zur Rede
© NDR/Christine Schroeder

„Verfolgungsjagden und Schießereien sind deutlich teurer als filmische Mittel wie ‚Schuss‘, ‚Gegenschuss‘ und ‚Totale‘. Aber die paar hunderttausend Euro mehr bei den vorangegangenen ‚Tatorten‘ waren gut investiert, weil wir viel Action abgeliefert haben und nicht bloß zwei Kommissare im Büro saßen, die den ganzen Tag rätselten, wer der Täter ist.

Und auch das ist neu: Schweigers Lieblings-Regisseur Christian Alvart ist diesmal nicht an Bord. Warum? „Weil wir einen Neustart mit dem ‚Tatort‘ wollen – obwohl Christian einen Mega-Job gemacht hat“, so der Schauspieler und Regisseur weiter.  „Unsere bahnbrechenden Folgen (sind) sogar in England bei ‚Channel Four‘ gelaufen“ und die Kritiker hätten  sich „vor Lob überschlagen haben und es kaum fassen konnten, dass wir Deutschen sowas können. In England hat man uns richtig gefeiert.“

Til Schweiger mit neuem "Tatort" zurück: "In England hat man uns richtig gefeiert"

© NDR/Christine Schroeder

Die Schweiger-Tatorte

2013: Tatort: Willkommen in Hamburg
2014: Tatort: Kopfgeld
2016: Tatort: Der große Schmerz
2016: Tatort: Fegefeuer
2016: Tschiller: Off Duty (zuerst im Kino)