17.07.2020 18:39 Uhr

TV-Tipp: „Whitney – Can I Be Me?“ – Doku mit unveröffentlichtem Material

Sie lebte den Traum vieler Menschen. Whitney Houston gilt als eine der größten Sängerinnen aller Zeiten. Doch am Ende starb sie allein und an gebrochenem Herzen, wie Wegbegleiter sagen. Arte zeigt eine Doku - mit bislang unveröffentlichtem Material.

imago images / Future Image

Eine sagenhafte Stimme, eine wunderschöne Frau und so ein trauriger Tod – das Leben der Ausnahmesängerin Whitney Houston war eines zwischen Traum und Alptraum. Arte zeichnet das mit der Doku „Whitney – Can I Be Me?“ nach. Sie läuft im Rahmen der „Summer of Dreams“-Reihe am heutigen 17. Juli, 22.05 Uhr.

Mit bislang unveröffentlichtem Material

Die Macher lassen Menschen aus Houstons Umfeld zu Wort kommen – vom Bodyguard über den Musikproduzenten zu Bandmitgliedern und Bekannten. Auch ältere Interviews mit ihr oder ihrer Familie werden eingespielt. Der rote Faden der Doku ist die letzte erfolgreiche Welttournee im Jahr 1999. Die durfte erstmals ein Filmteam auch backstage begleiten. Das Material war zuvor noch nie veröffentlicht worden.

TV-Tipp: "Whitney - Can I Be Me?" - Doku mit unveröffentlichtem Material

© 2017 Arsenal Filmverleih, Foto: BR/ARTE

Der 100-minütige Film zielt vor allem darauf ab, zu zeigen, welche Ereignisse die Sängerin verunsichert und traurig gemacht und sie am Ende ihres Lebens so stark aus der Bahn geworfen haben. Houston war im Februar 2012 im Alter von 48 Jahren tot in der Badewanne eines Hotelzimmers in Beverly Hills gefunden worden.

Gerichtsmediziner kamen zum Schluss, dass das Ableben des Popstars ein Unfall war, jedoch ein Herzleiden und Kokain dazu beigetragen haben.

Whitney, die Verräterin

Houston befand sich der Doku zufolge im Laufe ihres Lebens im Scheinwerferlicht immer wieder in einem Dilemma, obwohl sie eigentlich immer nur „die Nette“ sein und mit ihrer Musik Spaß haben wollte. So war sie, obwohl sie als Dunkelhäutige mit ihrem sagenhaften Erfolg Barrieren eingerissen hat, vielen Schwarzen zu poppig und galt deshalb als Verräterin.

Wegen ihrer engen Freundschaft zu einer Frau machten Gerüchte über ihre mögliche Homosexualität die Runde, diese Freundschaft opferte sie sogar für ihren Ehemann, den US-Sänger Bobby Brown. Das Paar ließ sich trotzdem 2006 scheiden. Kurz zuvor war Houston noch von der Firma ihres schwer kranken Vaters auf 100 Millionen Dollar verklagt worden. Wegen ihres Drogenkonsums litt schließlich auch die beeindruckende Stimme.

TV-Tipp: "Whitney - Can I Be Me?" - Doku mit unveröffentlichtem Material

© 2017 Arsenal Filmverleih Foto: BR/ARTE

Tod wegen gebrochenen Herzens?

All das habe sie immer weiter zerstört, sagen Wegbegleiter. All diese Puzzleteile sollen am Ende mit zu ihrem Untergang beigetragen haben. „Sie starb an einem gebrochenen Herzen“, wird ein Weggefährte gleich zu Beginn der Doku zitiert.

Houston gehört zu den erfolgreichsten Musikerinnen der 80er und 90er Jahre. Allein ihr Debütalbum mit drei Nummer-1-Hits verkaufte sich rund 25 Millionen Mal. Sie hatte mehr aufeinanderfolgende Nummer-1-Hits als die Beatles. Kein Soundtrack wurde öfter gekauft als der zum Film „Bodyguard“. Trotz oder vielleicht auch wegen dieses Erfolges gelang es der sympathischen Diva nicht, sie selbst zu sein.

© dpa-infocom, dpa:200715-99-795640/3

(PV)

Das könnte Euch auch interessieren