01.11.2020 09:39 Uhr

WaPo Bodensee: Auf Messers Schneide

Sie sind wieder im Einsatz: In 12 neuen Folgen zeigen die Ermittler der Wasserschutzpolizei am Bodensee, wie man Kriminellen das Handwerk legt. Los geht es bei der Vorabendserie im Ersten mit einem Rätsel.

Laurent Trümper/ARD/dpa

Ein verschwundenes Collier, eine in Brand geratene Jacht und jede Menge Fragen: Fulminant startet die neue Staffel der Vorabendserie „WaPo Bodensee“ am Dienstag um 18.50 Uhr im Ersten.

In zwölf neuen Folgen legt die Wasserschutzpolizei am größten Binnensee Europas Kriminellen das Handwerk, löst Mordfälle und hilft gestrandeten Bootsführern in Not. Doch auch Zwischenmenschliches kommt nicht zu kurz. Los geht es mit einer Schatzsuche.

„Auf Messers Schneide“ heißt die erste Folge, in der die Ermittler rund um Chefin Nele Fehrenbach (Floriane Daniel) einer Millionärserbin auf der Spur sind, die nicht ganz glaubwürdig zu sein scheint. Ihre Jacht geht plötzlich in Flammen auf. Mit ihrem Boot versinkt auch ein Tresor, in dem ein äußerst wertvolles Schmuckstück aufbewahrt worden sein soll. Und das auch noch an der tiefsten Stelle des Bodensees.

Der Schmuck weckt Begehrlichkeiten bei Sporttaucher Jonas, der ihn mit seiner Freundin noch vor der Polizei bergen will. 130 Meter muss er dafür in die Tiefe. Dabei begeht der Profi aber einen großen Fehler, der ihn das Leben kosten könnte.

Für Ruhe in den ganzen Verstrickungen sorgt Kommissarin Nele. Die alleinerziehende Mutter muss sich nebenbei auch um ihren pubertierenden Sohn Niklas kümmern. Die rund 45 Sendeminuten sind mit Familienzwist und Kriminalfall recht vollgepackt. An Spannung büßt die erste Folge dabei nicht ein.

Erst seit 2017 schippert die „WaPo Bodensee“ durch den Vorabend im Ersten. Beim letzten Staffelstart erreichte die Serie mehr als drei Millionen Zuschauer. In den vergangenen Jahren konnte die Sendung ihre Einschaltquote kontinuierlich steigern.

Die Gastrollen in der aktuellen Staffel sind prominent besetzt. Die Millionärserbin wird etwa gespielt von „heute-show“-Liebling Christine Prayon. Auch „Bad Bank“-Darstellerin Mai Duong Kieu ist bei der ersten neuen Folge mit von der Partie.

Kleiner Schönheitsfehler: Obwohl die Serien-Wasserschutzpolizei ihre Zentrale in Konstanz (Einheimische sagen „Konschtanz“) hat, wird in „WaPo Bodensee“ zumeist Hochdeutsch gesprochen – für die Region eigentlich untypisch. „Wir sehen den Bodensee-Raum mit den angrenzenden Ländern Österreich und Schweiz weniger als einen regionalen Ort, sondern etwas breiter aufgestellt – dies spiegelt sich schon auch in der Sprache wider“, erklärt ein ARD-Sprecher dazu. Wenn es aber zur Figur passe, dann bemühe sich die Produktion sehr um eine schwäbisch-alemannisch-badische Färbung bei der Besetzung der Rollen.

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