Mittwoch, 1. Januar 2020 12:29 Uhr

Warum Günther Krause ins Dschungelcamp geht und was Merkel dazu sagt

Frau Merkel und Herr Krause 1992. Foto: imago images / Rainer Unkel

Zwölf Prominente kämpfen ab 10. Januar 2020 in „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ um die Dschungelkrone 2020. Erstmals zieht mit Prof Dr. Günther Krause auch ein (ehemaliger) hochkarätiger Politiker ins Dschungelcamp. Die Personalie überraschte schon letztes Jahr, aber da sollen wohl gesundheitliche Probleme zur Absage geführt haben.

Im Interview mit RTL erklärt der 65-jährige Ex-Verkehrsminister seine Gründe für die Teilnahme im Pritschenlager. Die überraschen. Es ist im Gegensatz zu den unzähligen teils mittellosen Kandidaten der letzten 15 Jahre wohl nicht das Geld, das den Ausschlag für eine Teilnahme gab. Hier ein Auszug aus dem erhellenden Gespräch.

Warum Prof. Günther Krause ins Dschungelcamp geht und was Merkel dazu sagt

Foto: TVNOW / Arya Shirazi

Warum gehen Sie ins Dschungelcamp?
Ich will etwas gegen die Klima-Hysterie tun. Ich versuche mit jungen Leuten in die Diskussion zu kommen, ob es nicht Innovationen und neue Technologien gibt, mit denen wir unsere Welt wieder in Ordnung bringen können. Deshalb gehe ich ins Dschungelcamp.

Wissen Sie, auf was Sie sich beim Dschungelcamp einlassen?
Ich bin seit 30 Jahren Hochschullehrer. Habe von 1982 bis 1990, noch in der DDR natürlich, Studenten ausgebildet. Und ich setze einfach darauf, dass auch durch meine Anwesenheit ein paar Zuschauer mehr sich das Dschungelcamp ansehen und dann eine Diskussion beginnt.

Wie werden Sie mit den Entbehrungen und Anstrengungen im Dschungel umgehen?
Ich will dokumentieren, dass ich Entbehrungen gerne auf mich nehme. Ich will den Leuten zeigen, dass das nicht unsere Perspektive sein kann. Das wir uns unterernähren und in Zukunft wieder in Höhlen wohnen. Wissen Sie, ich bin Camper, ich habe jahrelang Camping-Urlaub gemacht. Das war damals in der DDR, ich war sehr viel in Ungarn. Dort waren die sanitären Anlagen auch teilweise ein Plumpsklo, so wie im Dschungel. Das stört mich überhaupt nicht. Einfache Lebensverhältnisse stören mich natürlich auch nicht.

Warum Prof. Günther Krause ins Dschungelcamp geht und was Merkel dazu sagt

Foto: TVNOW / Arya Shirazi

Viele junge Menschen kennen Sie vielleicht gar nicht. Wie würden Sie sich kurz und knackig beschreiben?
Ich bin ein Opa von elf Enkelkindern. Ich habe in zweiter Ehe jetzt insgesamt sechs Kinder. Drei Töchter hat meine Frau mitgebracht und drei Söhne habe ich mitgebracht. Meine Enkelkinder sind zwischen fünf Monate und 22 Jahren alt und unsere Kinder sind zwischen 29 und 43.

Und was haben Sie beruflich gemacht?
Ich weiß schon, wo es wirklich drückt in Deutschland. Wir werden natürlich auch darüber reden, wie das mal vor 1990 war. Ich habe damals sehr viel gekämpft für die Deutsche Einheit. Ich habe viele Staatsverträge verhandelt. Nach der Wende war ich Verkehrsminister.

Haben Sie mit Angela Merkel über das Dschungelcamp gesprochen? Wie findet sie Ihre Teilnahme?
Auf der einen Seite wird sie es natürlich nicht gut finden, dass ich nun der erste, ehemalige Bundesminister bin, der ins Dschungelcamp geht. Aber sie hat dann wiederum Verständnis, dass dieses Format von mir versucht wird zu benutzen, um auch in einer gewissen Form Aufklärung zu betreiben. Wir müssen eine andere Diskussionskultur führen, in diesem Thema, wie wir Energie und Klima versöhnen.

Warum Prof. Günther Krause ins Dschungelcamp geht und was Merkel dazu sagt

Frau Merkel spricht am 31.12.19 zum Volk. imago images / Christian Thiel

Ich muss noch einmal nachhaken, haben Sie konkret mit Angela Merkel über Ihre Teilnahme gesprochen und wenn ja, wie war ihre Reaktion?
Die Reaktion war: Wenn du es machen willst, mach’s! Punkt.

Sie hat Ihnen nicht auf die Schulter geklopft und gesagt: „Krause, find‘ ich gut!“?
Nein, das kann sie schon wegen der Parteiräson nicht. Die Mehrheit meiner Kollegen in der CDU sagen, der Krause ist eben ein Verrückter. Nun macht er auch noch das.

Warum glauben Sie missfällt Angela Merkel Ihre Dschungelteilnahme?
Das missfällt ihr ja nicht. Sie sagt weder ja noch nein. Sie duldet das. Eine Duldung ist kein Missfallen.

Warum Prof. Günther Krause ins Dschungelcamp geht und was Merkel dazu sagt

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, CDU, und der DDR – Staatsekretär Günther Krause 1990. Foto: imago images / photothek

Glauben Sie, dass Angela Merkel das Dschungelcamp am TV verfolgen wird?
Das weiß ich nicht. Sie hat ja auch ein bisschen was anderes zu tun den ganzen Tag. Sie wird dann schon mal irgendwo in eine Sendung reingucken oder vielleicht durch ihren Pressesprecher etwas aufzeichnen lassen, um in einer ruhigen halben Stunde zu sehen, ob sich der Krause blamiert oder nicht blamiert.

Treten Sie zu den Dschungelprüfungen an?
Wie es die Gesundheit zulässt. Da gibt’s ja ärztliche Gutachten und da gibt es auch Einschränkungen.

Wollen Sie Dschungelkönig werden?
Nein! Da würde ich mich freuen, wenn von den jungen hysterischen Frauen, die sich vor allem möglichen Getier zieren und dann da rumkreischen, lass die doch Dschungelkönig werden. Ich gehe nicht wegen des Geldes in den Dschungel. Ich will’s mal ganz persönlich machen, ich sorge mich um die Zukunft meiner elf Enkelkinder!

Start am 10. Januar

Am Freitag, 10. Januar 2020, 21.15 Uhr (dann immer um 22.15 Uhr) beginnt für neue, fröhliche Selbstdarsteller mit „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ das größte Abenteuer ihres Lebens. Das Dschungelabenteuer gibt es im Livestream und in voller Länge im Anschluss an die Sendung bei TVNOW.

Bis zum Start stellen wir wie jedes Jahr alle Teilnehmer in ausführlichen Einzelporträts vor.

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