Samstag, 5. Januar 2019 22:50 Uhr

10 Fakten über Sexszenen im Film

Errötende Blicke im Kino, ein gewisses Kribbeln, die Lust, das Selbe mit dem Partner (oder auch als Single) zu machen – Sex-Szenen gehören zu Hollywood-Filmen, wie Sahne auf die Torte. Doch meistens laufen eben diese erotischen Szenen so ganz anders ab, als man das auf der großen Leinwand sieht. Wir haben hier mal 10 Fakten zusammengestellt, die zeigen sollen, wie „realistisch“ es eigentlich wirklich zu geht bei den Traumpaaren im Kino.

10 Fakten über Sexszenen im Film

Foto: Wayhome Studio/Shutterstock

1. Tanzchoreographen müssen helfen

Sexszenen in großen Filmen sollen meist gaaaanz spontan passieren und dabei auch noch gaaaanz anmutig aussehen – also nicht wie normaler und oftmals ganz schön chaotischer Sex. Die in New York lebende Choreografin und Regisseurin Tricia Brouk wurde damit beauftragt, Szenen zu erstellen, die besonders körperliche Bewegungen beinhalten. Zuerst choreographiert sie die Szene mit sich selbst und einer anderen Tänzerin. Danach zeigt sie dann den Schauspielerin und dem Regisseur das, was sie „Tanz“ nennt.

Jedem Schauspieler werden dann diese routinierten Bewegungen von ihr gezeigt – während sie jeweils die Rolle des Gegenüber einnimmt. „Nichts wird dem Zufall überlassen“ so Brouk. „Niemand soll das Gefühl haben, man würde angegrapscht werden. Das könnte dazu führen, dass sich ein Schauspieler unsicher fühlt und daher dann nicht in der Szene präsent sein kann“.

2. Genitalien werden verdeckt

Während einige Darsteller sich schon komfortabel und natürlich nackt bei Sex-Szenen präsentieren, so gibt es auch einige Utensilien, die die Mitarbeiter am Set immer dabei haben. So erzählte Kostümbildnerin Sarah Basta, dass darunter zum Beispiel eine Penis-Socke und ein Vagina-Aufnäher-Patch dabei seien. „Der Penis-Strumpf ist ein hautfarbener Beutel in dem er all seine „Dinge“ verstaut. Das Teil hat einen Tunnelzug. Man steckt alles rein und verknotet es dann“. Dabei sollten doch Männer im Bett lieber keine Socken tragen…

Die Frauen würden in einigen Filmen eine Art Pflaster tragen, das entweder mit einem Doppelklebeband oder einem wasserfesten Roll-On-Klebestift befestigt wird. Klingt nicht sehr erotisch.

Die Frauen würden laut Basta aber wohl eher verstehen, wozu das Vagina-Klebeband gut ist, als Männer wüssten, was sie mit der Socke anstellen sollen. „Einmal fragte mich ein berühmter Schauspieler, was da rein kommt. Ich sagte nur ‚Alles, was du hast‘ und er so ‚Was?´. „Na einfach alles. Pack einfach alles da rein“.

3. Die Periode ist keine Entschuldigung

Dass man  in Hollywood nicht von der Menstruation befreit wird wie beim Sportunterricht war schon irgendwie klar. „Armes Ding, kann ich da nur sagen“, so Basta. „Aber wir können schon ein bisschen was tun“. So habe das Vagina-Patch eine Öffnung zum Auf-und Zumachen, wenn der Tampon gewechselt werden muss und er sei auch saugfähig.

4. Schamhaare sind oft Fake

Nicht nur, dass da unten Aufkleber verwendet werden, auch das Schamhaar ist nicht unbedingt immer rein natürlich. Der volle Busch ist eine Mode des 18. Jh., die sich in den 70ern noch mal verfestigte die jetzt offenbar wieder einen Weg zurück findet – auch in Sachen Film und Fernsehen. Make-up-Artistin Brigette Myre Sharpe, die den sogenannten „Merkins“-Stil auch liebevoll „Pussyperücken“ nennt, hat sie bereits oft angewendet. Und anlässlich dieser wahnsinnig wichtigen Aufgabe ließ sie sich sogar extra ein Shirt anfertigen, dass ihren Job in dem Fall perfekt beschreibt. Es zeigt eine Katze mit einer Perücke. „Meine oberste Priorität ist, dass sich die Schauspieler so wohl wie möglich fühlen. Dadurch fühlen sie sich auch sexy“. Wir hätten dann gern so ein T-Shirt!

Quelle: giphy.com

5. Bodydoubles sind keine Ausnahmefälle

Ein Schauspieler (dessen Namen nicht in Berichten genannt werden darf) hatte sich in der Vergangenheit für eine Sex-Szene in einer TV-Serie ein Körperdouble ausgesucht. „Es gab so viele verschiedene Stellungen, Kama Sutra und so weiter“, so der, sicherlich berühmte, Filmstar laut der Website „Digital Spy“. „Es dauerte fünf oder sechs Stunden und ich hatte tagelang  aufgescheuerte Knie, Prellungen und Pflaster auf den wunden Stellen“. Ein Glück, dass sowas dem Double offenbar nichts ausmachte…

6. Manchmal „kommt“ es einfach

Der bereits oben zitierte, nicht benannte, Schauspieler erklärte auch, dass man den Partner oder die Partnerin darauf vorbereiten müsse, dass tatsächlich, nun ja, etwas passieren könnte. „Ich sage dann meinem Gegenüber ‚ Tut mir leid, wenn es passieren sollte, was jetzt eine Erektion betrifft. Ich entschuldige mich aber auch dafür, wenn ich keine bekomme. Auf diese Weise hat sie keine Angst, über die Schauspielerei hinauszugehen und fühlt sich nicht abgelehnt oder zurückgestoßen, wenn es nicht klappt bei mir“.

7. Die Maskenbildner verwenden Ganzkörper-Make-up

Viola Davis verriet einmal, dass sie während der romantischen Sex-Szenen in der Serie „How To Get Away With Murder“ davon ebenfalls Gebrauch machte. Es sei wie eine zweite Haut für die Darsteller, so Maskenbildnerin Sharpe. Sie würde meistens mit Sprühbräune arbeiten. „Wenn wir Bräunungs-Make-up-Spray auftragen, dann haben die Schauspieler das Gefühl, mehr Kleidung zu tragen.“ Getrocknete Sprühbräune würde übrigens weniger auf Bettzeug, Möbeln oder anderen Personen abfärben wie klassisches Make-up.

8. Beim Schwitzen wird nochmal ordentlich nachgeholfen

„Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie wir Schauspieler verschwitzt aussehen lassen können“, so Make-up-Artist Rocio Jahanbakhsh. „Es hängt davon ab, ob der Regisseur tropfenden Schweiß fordert oder ob die Schauspieler einfach leicht glänzend-schwitzend aussehen sollen“. Soll es nur nach fettiger Haut aussehen, dann wird oft Vaseline verwendet, besonders im Gesicht. Beim Körper wird zu Babyöl gegriffen, das mit Wasser vermischt wird.

9. Sexspielzeuge werden sorgfältig ausgewählt

Requisiteur Tom Cahill erklärte gegenüber „Digital Spy“, dass seine Abteilung für die Entscheidung zuständig sei, welche Spielzeuge für die Zuschauer eines Films geeignet sind. Aufgrund von Regelungen und festgesetzten Standards haben einige Fernsehsender einen großen Einfluss auf die Toys, die auf dem Bildschirm zu sehen sind“. Er erklärte weiter: „Ich hatte mal eine Mädels-Pyjama-Party und die Girls sollten verschiedene Spielsachen hinzuziehen. Ich musste dann 100 Bilder von verschiedenen Vibratoren an eine der obersten Abteilungen schicken, bevor wir dann endlich ca. 8 bis 10 verwenden durften. Aber keiner von ihnen sah nach einem typischen Dildo oder Vibrator aus“.

10. Schauspieler laufen nicht die ganze Zeit nackt rum de

Nach den Szenen würde keiner der Darsteller – so wie wir vielleicht im normalen (Sex)-Leben – noch ein bisschen nackt rumrennen. Stattdessen warten Assistenten mit Bademänteln und Hausschuhen darauf, sich um Stars nach einem anstrengenden Arbeitstag gebührend zu kümmern.

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