29.12.2019 22:24 Uhr

3 Tipps für Filme mit gnadenlos traumhafter Winter-Kulisse

imago images / Prod.DB

Weihnachten ist vorüber, doch der Winter nahm gerade etwas  Fahrt auf. Auf den ersten Schnee müssen wir zwar noch warten, doch es gibt auch Filme, vor einer traumhaften Winterkulisse, die perfekt sind für einen kuscheligen Abend auf dem Sofa.

Switchback – Gnadenlose Flucht (1997)

Der Thriller hat schon über 20 Jahre auf dem Buckel, aber 20 Jahre sind ja auch eine gute Zahl, denn jetzt kann die nächste Generation diesen tollen Thriller in Schnee und Eis entdecken.

Es geht um den nur allzugern eigenmächtig handelnden FBI- Agenten LaCrosse (Dennis Quaid, „Midway – Für die Freiheit“), der sehr gerne hemdsärmelig reagiert. Er ist auf der Spur eines Serienkillers. Dummerweise wird sein eigenes Kind von diesem entführt und ermuss den Fall deshalb abgeben – aber nach Hause fahren und Däumchen drehen geht natürlich gar nicht. Er macht sich selbst auf die Suche. Zur gleichen Zeit – es ist Winter in den Rocky Mountains – ist der Truckerfahrer Bob Goodall (Danny Glover, „Lethal Weapon“) mit einem Anhalter unterwegs.

Der Tramper Lane Dixon (Jared Leto, „Blade Runner 2049“) gerät schnell in den Verdacht, der gesuchte Mörder zu sein. Als das ungleiche Trucker-Gespann umsteigt in einen Zug, schafft der FBI-Agent es gerade noch, ebenfalls mit an Bord. Die Fahrt durch die Rocky Montains sind ein dickes Plus für den sehr spannenden Thriller mit drei Weltstars.

The Day After Tomorrow (2004)

Roland Emmerich ist der Katastrophenfilm-Experte aus Schwaben. Unser Mann in Hollywood hatte gerade mit „Midway – Für die Freiheit“ ein weiteres, sehr computeranimiertes Kriegs-Heldenepos verfilmt. 2004 hat er es klirrend kalt krachen lassen, indem er die Welt in einer neuen Eiszeit erstarren ließ. Gigantische Eisschollen schieben sich ineinander und erfrorene Menschen pflastern den Wegesrand. Wer 2019 immer noch nicht genug hat vom Thema Klimawandel und Panikmacherin Greta, kann sich gern bei „The Day After Tomorrow“ Nachschlag holen.

Ein Klasse Mädchen (1984)

Noch ein Film, der schon ein paar Jahre alt ist, aber nach wie vor ein wunderbarer Streifen fürs Gemüt. Kristy McNichol war einer der bestbezahlten Kinderstars mit „Eine amerikanische Familie“ in den USA. Das hat ihr nicht wirklich gut getan. Mittlerweile ist sie raus aus dem Schauspielbusiness, aber mindestens 2 Filme mit ihr sind nach wie vor absolut sehenswert. Und wir haben Glück, denn einer davon spielt im Schnee!

Susan (Kristy McNicols) ist Musikerin in einem klassischen Orchester; sie ist beliebt bei ihren Kollegen, doch weiß sie nie so recht, ob die Aufmerksamkeit echt gemeint ist oder sie nur einen Mitleidsbonus hat. Ihr Handicap ist ein gelähmtes Bein – sie kann ohne Stütze nicht gehen. Als das Orchester auf Europatournee ist, macht Susan etwas Irres. Sie büchst zwischen den Terminen aus und checkt in einem Wintersport-Hotel ein.

Und weil sie endlich wissen möchte, wie das ist, die Blicke nicht wegen ihres Gehfehlers auf sich zu ziehen, greift sie in die Trickkiste. Sie lässt ihr Bein eingipsen und gibt vor, sich beim Skifahren verletzt zu haben. Kaum ist sie im regen Hotelbetrieb unterwegs, lernt sie die Fotografen Peter (Michael Ontkean) kennen. „Ein Klasse Mädchen“ ist ein wunderbarer Gute-Laune-Film mit Happy End.

P.S. Der zweite Film mit Kirsty McNichols heißt „Der weiße Hund von Beverly Hills“. Ganz anderes Thema – Rassismus – und unbedingt sehenswert.