Donnerstag, 2. August 2018 19:00 Uhr

„Alf“ soll nach fast 30 Jahren zurückkehren

Nicht nur Nostalgiker dürften bei dieser Meldung aufhorchen: „Alf“ soll wohl nach Jahrzehnten ein Comeback feiern. Das berichtet zumindest das normalerweise bestens informierte Branchenmagazin „Hollywood Reporter“.

"Alf" soll nach fast 30 Jahren zurückkehren

Foto: KPA/Picture Alliance

Das Produktionsstudio „Warner Bros.“ soll bereits mit konkreten Planungen befasst sein. Außerdem sind wohl die Autoren der Original-Serie aus den 80ern, Tom Patchett und Paul Fusco, mit der Entwicklung des Reboots betraut. Das Projekt befindet sich laut „Hollywood Reporter“ noch in einem sehr frühen Stadium – scheinbar wird der pelzige Außerirdische, der vor über 30 Jahren die Familie Tanner (und ein Millionenpublikum) bestens unterhielt, einen anderen Haushalt beglücken.

Die Zuschauer müssen also mit neuen Charakteren rechnen. Ein konkreter TV-Sender ist bei der Neuauflage aktuell noch nicht involviert.

„Alf“ lief in den USA von 1986 bis 1990 mit insgesamt 102 Folgen in vier Staffeln.

Wie es mit Alf begann

Den Namen „Alf“ erhielt er von Hausherr William Francis Tanner (Max Wright). Nachdem das pelzige, nur 95cm große Alien vom Planeten Melmac ohnmächtig auf dem Wohnzimmertisch der Familie Tanner flog, sagte Willie: „Es ist ein Alf, eine außerirdische Lebensform“ (englisch für „Alien Life Form“).

Wenn Alf komplett zu sehen war, wurde er von dem kleinwüchsigen Schauspieler Michu Meszaros dargestellt. Da zumeist nur Alfs Oberkörper zu sehen war, wurde der wie eine Handpuppe geführt und zwar von drei Puppenspielern: Paul Fusco, Produzent der Serie, steuerte höchstselbst beispielsweise die linke Hand und den Mund und ist im amerikanischen Original auch die Stimme von Alf.

Tommi Piper hatte Pech mit seiner erfolgeichen Rolle

Erstmals wurde „Alf“ vor genau dreißig Jahren in Deutschland ausgestrahlt. Hier wurde er durch die Besetzung der Sprecherrolle mit Tommi Piper (77) geradezu legendär – inklusive dessen Spruch „Null Problemo!“, den Piper für die deutsche Version erfand.

Für Piper, der vor allem aus Synchronsprecher arbeitete und Stars wie Jeff Bridges, Nick Nolte oder Rutger Hauer seine Stimme lieg, war „Alf“ ein Fluch, wie er im Januar dem Kölner ‚Express‘ erzählte: „Ich möchte nicht mehr über Alf reden. Es ist alles gesagt in den 30 Jahren. Am Ende war die Rolle sogar schädlich für mich, weil ich danach keine normalen Sachen mehr machen konnte. (…) Alf ist eine Klamottenfigur – und darüber haben die Film- und Fernsehleute vergessen, dass ich ein erfahrener Schauspieler und Synchronsprecher bin. Die Redakteure hatten alle Angst, dass die Leute mich in anderen Rollen nicht mehr ernst nehmen würden.“

Mäßig erfolgreiche Neuauflagen alter Serien

Serien-Reboots haben gerade Konjunktur, doch stehen nicht alle unter einem guten Stern. Nachdem etwa die neuen „MacGyver“-Folgen hierzulande gerade mal durchschnittlich erfolgreich liefen, verstörte Roseanne Barr im Zuge der Wiederauflage von „Roseanne“ mit rassistischen Twitter-Kommentaren.

Wollen wir hoffen, dass wir solche Entgleisungen nicht auch auf Alfs potentiellem Twitter-Account lesen müssen… (CI)

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