Alles über „Army of the Dead“ mit Dave Bautista und Matthias Schweighöfer

Alles über "Army of the Dead" mit Dave Bautista und Matthias Schweighöfer
Alles über "Army of the Dead" mit Dave Bautista und Matthias Schweighöfer

Clay Enos/NETFLIX

28.02.2021 22:30 Uhr

Netflix kündigt mit dem ersten Trailer die "Army of the Dead" an. Die Geschichte ist kurz erzählt: Nach dem Ausbruch einer Zombie-Epidemie in Las Vegas macht sich eine Gruppe von Söldnern in die Quarantäne-Zone auf, um den größten Raubzug aller Zeiten durchzuziehen.

Liest man die Namen der Beteiligten, machen drei Namen hellhörig und garantieren fast dafür, dass das Spektakel wirklich was Tolles werden kann: Regisseur Zack Snyder, der kernige Schauspieler Dave Bautista und Deutschlands nettester Alleskönner Matthias Schweighöfer. Wir stellen die drei Spielmacher von „Army of the Dead“ vor.

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Der Kopf des Spektakels: Regisseur Zack Snyder

Der erste Trailer zu „Army of the Dead“ macht richtig Vorfreude auf den Filmstart. Liebe Filmgemeinde, wir müssen einen kleinen Schlenker machen, um diesem wuchtigen Trailer auch gerecht zu werden.

Regisseur Zack Snyder hat Erfahrung mit Zombie-Filmen, was für ein Glück. Diese Tatsache hilft enorm beim einordnen der  Trailer-Veröffentlichung. Zum Karrierestart hatte sich Snyder für seinen ersten Film gleich an einen der wirklich großen Filmemacher getraut. Snyders Filmdebüt war 2004 das Remake von „Dawn of the Dead“ von George A. Romero (1940-2017). Klingelt da schon etwas?

Die Filmgeschichte des Horror-Genres sähe ohne ihn heute komplett anders aus. Romero, der große freundliche Mann mit der sehr extravaganten Brille, galt als sehr freundlich und geradezu liebenswürdiger Regisseur – ganz im Gegensatz zu seinen Themen. Vielleicht ist der Name Romero nicht so geläufig, aber seine Filme sind es ganz bestimmt. Romero hat oft auch das Drehbuch zu seinen gesellschaftskritischen Zombie-Filmen geschrieben.

„Die Nacht der lebenden Toten“ von 1968 war der erste Zombiefilm, der so richtig eingeschlagen hat. So etwas Verstörendes gab es vorher noch nicht. Der vielleicht beste Zombie-Film von Romero war „Dawn of the Dead“ (1978) und genau den hat Zack Snyder sich später vorgeknöpft und so schmissig neu interpretiert, dass heute beide Filme extrem gut dastehen. Wir wissen alle, dass Remakes oft nicht gelingen, aber in diesem Fall ist das komplette Gegenteil eingetreten. Snyder hat also ein Händchen fürs Zombie-Sujet!

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Mehr als ein Achtungserfolg

Zack Snyder hat mehr als einen Achtungserfolg hingelegt und hat mit seinem nächsten Film „300“ auf einem ganz anderen Level sehr körperbetont weitergemacht. Der Filmemacher hat den Comic von Frank Miller optisch fast 1:1 umgesetzt und wir sind sehr froh, dass die Quälerei im Fitnessstudio andere durchleiden mussten. Der Erfolg an der Kinokasse gab Snyder recht, seine Darsteller wie antike Götter aussehen zu lassen. Diese, für Hollywood verhältnismäßige kleine Produktion, hat den Schober richtig vollgemacht und er konnte sich weiter künstlerisch ausprobieren.

Es folgten der Animationsfilm „Die Legende der Wächter“ und „Sucker Punch“, ein Film, für den Snyder auch das Drehbuch schrieb. 2013 rief wieder das große Hollywood-Business mit dem Supermann Henry Cavill als „Man of Steel“. Und weil die Kasse mit „300“ so prächtig geklingelt hat, gab es noch Nachschlag mit „300: Rise of an Empire“. Der Regisseur sagt zu den großen Popcorn-Kino-Projekten nicht nein. Als letzte Big-Business-Produktion sei hier der 2016 erschienenen Film „Batman v Superman: Dawn of Justice“ erwähnt.

Mit Jared Leto als Joker kommt „Zack Synder’s Justice League“ als nächstes Highlight. In den USA wird der Film am 18. März 2021 auf HBO Max veröffentlicht.

Dave Bautista – der coole Typ mit der dicken Wumme

Die Hauptrolle in „Army of the Dead“ spielt Dave Bautista. Das wird der Mann fürs Grobe und der mit den coolen Sprüchen sein. Manchmal sagt ein Foto ja mehr als tausend Worte und wir sind quasi schon von Natur aus sehr fürs optische. Bautista ist ein Mann der sich vom Rettungsschwimmer zum Bodybuilder/Wrestler und jetzt zum Schauspieler hochgearbeitet hat. Da er nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, wirkt er in „Army of the Dead“ nochmal um einen Zacken mehr glaubwürdiger und einfach unglaublich souverän.

Zu seinen bekanntesten Filmen gehören die beiden „Guardians of the Galaxy“-Abenteuer, „James Bond 007 – Spectre“, „Blade Runner 2049“, „Avengers: Infinity War“. Das sind nur ein paar von sehr prägenden, fast schon ikonografischen Filmen, in denen der charismatische und schon von weitem nicht zu übersehende Schauspieler mitwirkte.

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Unser Mann in Zombie-Land – Matthias Schweighöfer

Und jetzt zu Deutschlands Everybodys Darling Matthias Schweighöfer. Manchmal dachten wir schon, zu seinen Filmen gibt es gar kein Drehbuch mehr und wir sehen ihn nur noch wahlweise mit und ohne Klamotten, aber Gott-sei-Dank sind immer wieder richtige Perlen unter seinen zahlreichen Produktionen zu finden. Hervorzuheben ist der Streifen mit Florian David Fitz „100 Dinge“, in dem es darum geht, wie viel Krempel und Gedöns der Mensch wirklich braucht. Schweighöfer hat ein feines Händchen mit den Co-Star-Verpflichtungen, z.B. Milan Peschel in „Der Nanny“ oder der ebenso großartige August Diehl in „Frau Ella“. Egal, was der Star aus Berlin anfässt, die Deutschen lieben ihn. Auf der Theaterbühne ist er schon lange nicht mehr zu sehen, aber auch da war der Hang zum durchtrainiert nackt auf offener Bühne stehen, zu beobachten.

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Herr Schweighöfer ist sehr umtriebig

Sein Tag ist definitiv länger als 24 Stunden. Oder er hat Klone. Oder beides. Es muss an dieser Stelle reichen, Matthias Schweighöfer als Schauspieler, Produzent, Regisseur, Synchronsprecher und Sänger vorzustellen. Und ganz wichtiges Sprungbrett im Filmbusiness war und ist Til Schweiger, dem wird er wahrscheinlich ewig dankbar sein. Als Meilensteine in seinem Film-Leben seien die hier hervorgehoben:

In der Liebeskomödie „Soloalbum“ (2003) nach dem Roman von Benjamin Stuckrad-Barre sehen wir noch ein richtiges Bubi-Gesicht! Das Matthias Schweighöfer in dem Projekt von Theater-Urgestein Herbert Fritsch „Hamlet_X“ (2003) mitgemacht hat, ist sicher seinen familiären Wurzeln zu verdanken. Seine Familie ist durch und durch „theaterbelastet“. 2007 kam mit „Keinohrhasen“ ein richtiger Kracher mit Til Schweiger in die Kinos.

In „Der rote Baron“ (2008) spielte Schweighöfer das sogenannte Flieger-Ass, der aber doch nur ein Nazi war. Der nächste Schritt war „What a Man“ (2011). Matthias spielte vor der Kamera und führte das erste Mal auch Regie. „Schlussmacher“ (2013) ist ein sehr typischer Schweighöfer-Film und „Der Nanny“ (2015) haben wir einzig und allein wegen Milan Peschel ausgesucht, denn er ist der Nanny und macht das, wie alles, wirklich zauberhaft.

Mit „You are wanted“ (2017-2018) startete die erste Streaming-Produktion für Amazon Prime. Die Zeiten für Spaßfilme scheinen für Schweighöfer auch vorbei. Immer wieder verschoben und nun pandemiebedingt erstmal ohne Kinostart ist „Resistance – Widerstand„. Da spielt er neben Hollywoodstar Jesse Eisenberg den berüchtigten deutschen Nazis und kaltblütigen Obersturmführer Klaus Barbie. (Kinotante Katrin)

„Army of the Dead“ – ab 21. Mai auf Netflix.