Dienstag, 10. Juli 2018 22:14 Uhr

Benicio del Toro: Der Schurke mit dem Schlafzimmerblick

Am 19. Juli startet in den deutschen Kinos ‚Sicario 2‚. Einer der Hauptdarsteller ist der puerto-ricanische Schauspieler Benicio del Toro.

Benicio del Toro: Der Schurke mit dem Schlafzimmerblick

Foto: Studiocanal GmbH / Richard Foreman, Jr. SMPSP

„Er verleiht jeder seiner Szenen Wucht und Gewicht. Er kann so viel ausdrücken, ohne etwas zu sagen. Er kann dir einen Blick mit zugekniffenen Augen zuwerfen, und trägt damit allein die Szene.“ So äußert sich „Sicario-2“-Produzent Luckinbill über Benicio del Toro.

Das Team sieht in ihm die Seele der „Sicario“-Filme. Der Hüne mit dem coolen und zugleich finsteren Schlafzimmerblick braucht wenige Worte, um Atmosphäre zu schaffen. Kaum verwunderlich, dass er 2008 die schillernde Revolutionsführer-Ikone Che Guevara in der zweiteiligen Reihe „Che“ verkörpern durfte – und das unglaublich authentisch!

Durchbruch 2001 mit „Traffic“

Für Regisseur Steven Soderbergh war Del Toro die Idealbesetzung und das sah die Jury vom Filmfestival Cannes ähnlich: Im selben Jahr erhielt er eine Auszeichnung als bester Schauspieler. Soderbergh ist übrigens ein guter Freund von Del Toro und verschaffte ihm auch 2001 die Rolle als Drogencop in „Traffic – Die Macht des Kartells“. Prompt wurde Del Toro für seine Leistung mit einem ersten Oscar für die beste Nebenrolle belohnt! Seine Rollen bewegen sich stets zwischen Mainstream und Arthouse.

Benicio del Toro: Der Schurke mit dem Schlafzimmerblick

Foto: Studiocanal GmbH / Richard Foreman, Jr. SMPSP

Der Mann mit der mysteriösen Aura verbrachte seine Kindheit in Puerto Rico, bis er nach dem Tod seiner Mutter mit dem Vater in die USA zog. In San Diego besuchte er die University of California, sollte eigentlich Jurist werden, nahm aber lieber Schauspielunterricht. Und debütierte dann 1989 als jüngster Schauspieler, der je einen Bösewicht im James Bond Film verkörpern durfte, im Streifen „Lizenz zum Töten“.

Danach wurde es, ähnlich wie bei Josh Brolin, ruhiger um ihn. Nur zunächst! Das sollte sich 1995 ändern – er spielte in „Die üblichen Verdächtigen“ den Kleinkriminellen Fred Fenster, begeisterte die Kritiker und sahnte den „Independent Spirit Award“ ab.

Benicio del Toro: Der Schurke mit dem Schlafzimmerblick

Foto: Studiocanal GmbH / Richard Foreman, Jr. SMPSP

Rolle in „Star Wars“

Nach dem besagten Oscar für „Traffic – Die Macht des Kartells“ im Jahre 2001 wurde er 2004 abermals für einen Oscar nominiert: In „21 Gramm“ (2003) spielte er einen depressiven Ex-Häftling und brillierte wieder in Charakterrolle. Danach konnten die Zuschauer ihn in Blockbustern wie „Guardians of the Galaxy“ (2014) und „Star Wars: Die letzten Jedi“ (2017) bewundern. 2015 trat er als mysteriöser Antiheld in „Sicario“ neben Brolin auf den Plan und wir können verraten: Wir werden Alejandro in „Sicaro 2“ noch viel besser kennenlernen!

Benicio del Toro: Der Schurke mit dem Schlafzimmerblick

Foto: Studiocanal GmbH / Richard Foreman, Jr. SMPSP

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren