04.07.2020 20:51 Uhr

Beyoncé: Mama Tina verteidigt Disney-Film

Beyoncé wird wegen ihrem neuen visuellen Album "Black is King" kulturelle Aneignung vorgeworfen. Mama Tina Knowles verteidigte sie auf Instagram.

imago images / MediaPunch

Musik-Fans überall auf der Welt fiebern auf den 31. Juli hin. Denn am Ende des Monats wird Beyoncé (38) ihren eigenen Film auf der Streaming-Plattform Disney+ veröffentlichen. Der erst Teaser zu „Black is King“ erschien bereits diese Woche.

Der Beyhive zelebrierte das visuelle Album schon jetzt Twitter. Vor allem die schwarzen Beyoncé-Fans aus den USA schrieben, dass „Black is King“ ihnen jetzt schon ein Gefühl von Stolz und Stärke vermittelt. Ein Blick auf den afrikanischen Kontinent zeigt allerdings, dass der Teaser nicht überall auf der Welt für Begeisterung sorgte.

Kritik aus Afrika an „Black is King“

Es waren vor allem Intellektuelle vom afrikanischen Kontinent, die Beyoncé vorwarfen, ein weltfremdes, falsches Afrika-Bild zu propagieren. Es scheint mehr an die afro-futuristische Ästhetik aus „Black Panther“ angelehnt zu sein, als an die Realität in den 54 zum Teil sehr unterschiedlichen Ländern.

Tina Knowles: Beyoncé will den Blick auf die Geschichte verändern

Beyoncé Mutter, Tina Knowles (66), verteidigte ihre Tochter nun in den sozialen Medien. Sie schrieb: „Mit ihrer Arbeit will sie die Perspektive verändern. Sie will zeigen, dass wir nicht als Sklaven begonnen haben. Wir waren Könige und Königinnen bevor wir in die Sklaverei gezwungen wurden.“

Sie hält es auch für ausgemachten Schwachsinn, der Sängerin kulturelle Aneignung (cultural appropriation) vorzuwerfen. Um ihren Punkt zu untermauern, repostete sie einen Tweet. Darin hieß es:

„Diese Diskussion ist so nervig. Beyoncés Album ´Lemonade´ist eines ihres am wenigsten verkauften Alben. Wenn es ihr nur um Profit gehen würde, dann würde sie mit ihrer Musik nicht weiter ihre schwarze Identität hervorheben.“

Man muss sagen, dass beide Seiten einen Punkt haben. Klar zeigt Beyoncé in „Black is King“ kein differenziertes Afrika-Bild, das den sehr unterschiedlichen Kulturen im Kontinent gerecht wird. Und natürlich handelt es sich bei der Sängerin um eine Amerikanerin, die im Westen ausgewachsen ist.

Nichtsdestotrotz ist es schön, dass die Ikone die Menschen vom schwarzen Kontinent einmal nicht als machtlos und arm, sondern als selbstbewusst und stark präsentiert. Beyonce selbst reiste für den Soundtrack „The Lion King – The Gift“ in diverse afrikanische Länder, um die Musik persönlich kennenzulernen. Die Ikone bezeichnete die LP als einen „Liebesbrief an Afrika“.

(LaKrim)

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