Montag, 1. Januar 2018 19:03 Uhr

„Blade Runner 2049“ bleibt so wie er ist

Für alle Kinozuschauer, die sich in diesem Jahr vor lauter Begeisterung kaum auf ihren Plätzen halten konnten, während sie den neuen „Blade Runner 2049“ anschauten gibt es jetzt wohl eher enttäuschende Neuigkeiten. Es wird keine längere Version des immerhin bereits dreistündigen Films geben.

"Blade Runner 2049" bleibt so wie er ist

Foto: SonyPictures

Produzent Joe Walker hatte zwar zuvor erwähnt, dass die erste Version des Kinohits mit Harrison Ford und Ryan Gosling vier Stunden lang wäre, jetzt bestätigte Regisseur Denis Villeneuve aber, dass diese Fassung niemals zu sehen sein wird. „Ja es stimmt, dass der erste Schnitt vier Stunden lang war. Irgendwann dachten wir uns: ‚Okay, wir gehen zum Produzenten und lassen ihn zwei Teile daraus machen'“, erzählte Villeneuve der Website „ScreenCrush“. „Aber die Idee verließ nie den Schnittraum. Die beste Version ist die, die im Kino so zu sehen ist.“

Der Regisseur gab zu, dass er die Länge des ersten Schnitts als „selbstgefällig“ empfinden würde und fügte hinzu, dass es unwahrscheinlich sei, dass die Zuschauer die längere Version jemals sehen würden – hauptsächlich aus dem Grund, dass er sie selbst nicht gut fände.

„Manchmal muss man auch verzichten“

„Manchmal muss man auch einfach auf seine Lieblingsstellen verzichten. Ich denke, dass vier Stunden einfach sehr nachsichtig wären“, sagte er. „Ich würde sagen, dass es keine großen Dinge gibt, die verloren gehen in der kurzen Fassung. Wenn ich etwas herausschneide, dann ist es auch tot. Das bedeutet, dass es einfach nicht gut genug war“. Villeneuve denke oft auch beim Schneiden seiner Lieblingsszenen darüber nach, dass diese dann auch nie wieder irgendwo auftauchen sollten. „Ich mag einfach keine längeren Schnittversionen.“

"Blade Runner 2049" bleibt so wie er ist

Foto: SonyPictures

„Das ist der Film, den ich gemacht habe. Ich werde niemandem die vier Stunden zeigen, das funktioniert nicht. Der Film, den ihr gerade seht – das ist der eine.“ Und so ist die Version des Films veröffentlicht worden, mit dem der Regisseur am glücklichsten ist – aber eben nicht alle Zuschauer. Der Film war weitesgehend gefloppt. (SV)

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