Freitag, 11. Mai 2018 09:02 Uhr

Carey Mulligan: Auch Frauen sollen mehr betrügen dürfen

Carey Mulligan wünscht sich mehr Filme mit untreuen Frauen. Die Darstellerin spielt in ihrem neuen Drama ‚Wildlife‘ eine Hausfrau in den 1960ern, die unzufrieden und frustriert mit den Zwängen ihrer Zeit ist und eine verbotene Affäre beginnt.

Carey Mulligan: Auch Frauen sollen mehr betrügen dürfen

Foto: Pat Denton/WENN.com

Mulligan schildert, dass sie vor allem Gefallen an der Rolle fand, weil ihr Charakter eben alles andere als perfekt ist und damit aus dem üblichen Muster herausfällt. „Männer können ungeachtet all ihrer Fehler gefeiert werden. Dagegen sieht man kaum untreue Frauen auf der Leinwand. Aber natürlich passiert es genauso oft wie bei Männern“, erklärte die 32-Jährige bei der ‚Women in Motion‘-Runde von ‚Variety‘ bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Der Unterscheid sei ganz einfach, dass „wir es nicht sehen wollen“.

„Frauen werden zensiert“

Die Schauspielerin fügte hinzu: „Frauen wird selten erlaubt, auf der Leinwand zu scheitern. Frauen werden zensiert. Ich hatte schon Jobs, bei denen die Szenen herausgeschnitten wurden, in denen mein Charakter sich auf eine Weise verhalten hat, die moralisch verwerflich oder unangebracht war, obwohl es so im Roman oder Skript stand und wir es schon aufgenommen hatten. Als ich fragte, wieso sie verschwunden waren, wurde mir gesagt ‚Das Publikum mag es einfach nicht, wenn sie nicht nett ist.'“

Quelle: instagram.com

Dies sei jedoch ein klarer „Irrglaube“, ist sich Mulligan sicher: „Ich glaube nicht, dass das wahr ist. Solange wir nicht die Fehler einer Person zeigen, zeigen wir nicht die ganze Person.“ Leider dominiere bei weiblichen Charakteren immer noch eine Schwarz-Weiß-Zeichnung: „Oft sind Frauen im Film, die Fehler machen oder Misserfolge haben, der Bösewicht.“

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