Cate Blanchett dreht in Germany – und was Alec Baldwin damit zu tun haben könnte

Isabell KilianIsabell Kilian | 26.10.2021, 22:30 Uhr
Cate Blanchett dreht in Deutschland - und was Alec Baldwin damit zu tun hat
Cate Blanchett dreht in Deutschland - und was Alec Baldwin damit zu tun hat

Foto: IMAGO / MediaPunch

US-Regisseur Todd Field dreht für neuen Hollywood-Streifen „TÁR“ in Dresden, Potsdam und am Berliner Dom. Dafür holte er sich Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett und den in den Schlagzeilen stehenden Alec Baldwin. Steht nun das Projekt auf der Kippe?

Nach 15 Jahren Pause kehrt US-Regisseur Todd Field nun wieder ins Filmgeschäft zurück: In Dresden, Potsdam und Berlin laufen seit einigen Wochen die Dreharbeiten zu seinem neuen Hollywoodstreifen „TÁR“, einem Projekt der renommierten Produktionsfirma Focus Features.

In der Besetzung: „Herr der Ringe“-Star Cate Blanchett in der Hauptrolle von Chefdirigentin Lydia Tár. Aber auch Schauspieler Alec Baldwin kommt eine kleine Rolle zu. Dieser gab nach der Tragödie am Set von „Rust“ allerdings bekannt, vorerst alle Projekte ruhen zu lassen.

Zweifache Oscar-Preisträgerin spielt Chefdirigentin

Vielleicht nicht jeder hat beim Namen Cate Blanchett auf Anhieb ein Gesicht vor Augen.

Zwar wurde die 52-Jährige bereits als Beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in „Blue Jasmine“ (2014) und beste Nebendarstellerin in  „Aviator“ (2004) ausgezeichnet, dennoch geht den meisten erst bei der „Herr der Ringe“-Trilogie ein Licht auf: Dort spielt sie die große, blonde Elbenherrscherin „Galadriel“.

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Rückzug Baldwin: Und das Projekt?

Auch Alec Baldwin, der letzte Woche am Filmset von „Rust“ der aus Versehen eine Kamerafrau erschossen hat, soll eine Rolle in „TÁR“ zukommen. Wie der 63-Jährige nun aber informierte, wolle er sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen und vorerst alle Projekte ruhen lassen.

Angst um sein Projekt muss Regisseur Todd Field deswegen aber nicht haben, Baldwin soll darin wohl nur eine kleine Nebenrolle haben.

Darum geht’s in dem Film

Erste Details zur Handlung sind unterdessen auch bekannt. „Das intellektuelle Drama erzählt die Geschichte der weltberühmten Musikerin Lydia Tár (Blanchett) wenige Tage vor der Aufnahme einer Symphonie, die sie zum Höhepunkt ihrer ohnehin schon beachtlichen Karriere treibt“, heißt es in einer Mitteilung. „Lydia Társ bemerkenswert aufgeweckte und charmante sechsjährige Adoptivtochter Petra spielt dabei eine Schlüsselrolle.“

Filmdreh in Deutschland: US-Regisseur Todd Field holt sich Cate Blanchett und Alec Baldwin
Die Dresdner Philharmonie ist ideale Filmkulisse für den neuen Hollywood-Streifen

Foto: IMAGO / ddbd

Drehorte sind Dresden, Potsdam und Berlin

Die Rolle einer Chefdirigentin verlangt selbstverständlich auch nach entsprechender Filmkulisse. Gefunden wurde diese in der Dresdner Philharmonie. Hier ist bereits Mitte September der Konzertsaal für eine Woche lang als Szenerie genutzt worden – sogar zwei reguläre Konzerte des Orchesters im Kulturpalast seien Teil des Films, wie die Philharmonie mitteilte.

Gegenüber der „Dresdner Neueste Nachrichten“ äußerte sich Cate Blanchett mit großer Dankbarkeit: „Vielen, vielen Dank, dass Sie uns so herzlich und großzügig in Ihrer beeindruckenden Stadt aufgenommen haben. Es war mir ein Vergnügen, im Kulturpalast mit seinem fantastischen Orchester zu arbeiten“. Auch für Field sei der Dresdner Konzertsaal akustisch und optisch der beste, in dem er je gewesen sei.

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Am Berliner Dom dreht „Herr der Ringe"-Star Cate Blanchett aktuell für ihren neuen Film „TÁR"

Foto: klatsch-tratsch.de

Als in Dresden alle Bilder im Kasten waren, sattelte die Produktion nach Potsdam um: Im Orangerieschloss im Park Sanssouci wurden die Dreharbeiten Ende September fortgesetzt, wie wiederum die „Potsdamer Neueste Nachrichten“ informiert.

Interessierte Spaziergänger haben vielleicht schon mitbekommen, dass der Dom und der Lustgarten in der Berliner City seit dieser Woche von Containern und Transportern belagert wird. Wie klatsch-tratsch.de weiß, handelt es sich hier um eine weitere Filmkulisse von Tár.

Wer noch dabei ist

Neben Cate Blanchett zeigen auch die deutsche Schauspielerin Nina Hoss und die Französin Noémie Merlant ihr Können. Grammy-Gewinnerin Hildur Guðnadóttir sorgt für musikalische Untermalung. Sie war die erste Komponistin, die einen Oscar, einen Golden Globe und einen BAFTA Award für die beste Filmmusik gewonnen hat.

Filmset, Handlung und Besetzung sprechen damit für einen glamourösen, erfolgsverheißenden Hollywood-Streifen. Das dürfte auch der Oskar-Jury gefallen.