Daniel Craig und die Frage „Brauchen wir James Bond noch?“

Daniel Craig und die Frage, brauchen wir James Bond noch?
Daniel Craig und die Frage, brauchen wir James Bond noch?

Nicola Dove © 2021 DANJAQ, LLC AND MGM. ALL RIGHTS RESERVED.

27.09.2021 09:30 Uhr

Daniel Craig hält es für unabdingbar, dass die "James Bond"-Filme modern bleiben.

Der britische Schauspieler ist mit „Keine Zeit zu sterben“ in seinem fünften und letzten Abenteuer als 007 zu sehen. Die Kritik, dass das Franchise inzwischen nicht mehr relevant sei, findet der 53-Jährige unberechtigt.

„Ich denke, dass [die Filme mit der Zeit gehen müssen]. Sie reflektieren die Zeit, aber nicht weil wir versuchen, schlau zu sein, indem wir auf alles Bezug nehmen. Ich würde sagen, er ist relevant, weil er ein Mensch ist. Es ist interessant, jemanden ringen und Dinge durchmachen zu sehen. Er ist es also wert, angeschaut zu werden‘“, erklärt Daniel Craig.

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Warum wir James Bond brauchen

Dem kann Regisseur Cary Joji Fukunaga nur beipflichten. Im gemeinsamen Interview mit dem ‚SFX‘-Magazin fügt der Filmemacher hinzu: „Ich habe viel darüber nachgedacht. George Lazenby meinte, dass er sogar in seiner Ära dachte, dass James Bond Vergangenheit war. Diese Frage wird ständig weiter gestellt – ist er noch relevant? Brauchen wir James Bond noch? Ich denke, dass die Frage allein – und die Tatsache, dass die Frage gestellt wird – bedeutet, dass wir ihn brauchen. Wenn es die Frage nicht geben würde, dann würde es sich einfach auflösen, nicht wahr? Aber die Fragen kommen mit einer Erwartung, hoffe ich.“

Daniel Craig hatte Zweifel an der Bond-Rolle

Daniel Craig wollte James Bond übrigens nur unter besonderen Konditionen spielen. Der 53-jährige Schauspieler hatte nämlich zunächst erhebliche Zweifel daran, ob er wirklich der Richtige für die legendäre Rolle ist.

Dass die Rolle sein Leben verändern wird wusste Craig sofort, als man ihn zum Casting einlud. Deshalb war er nur dazu bereit den berühmten Agenten zu verkörpern, wenn er selbst die Regeln machen darf.

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Produzentin Barbara Broccoli, die bereits seit ihrem 17. Lebensjahr in den Franchise involviert ist, erzählte im offiziellen Bond-Podcast: „Das große Problem war, dass er es nicht machen wollte, denn ich glaube er dachte, dass das sein Leben drastisch verändern wird. Seine Schauspielkarriere lief extrem gut und er war zufrieden mit seinen Herausforderungen.“ Letztendlich konnten die Macher der megaerfolgreichen Filmreihe den Star nur überzeugen, indem sie ihm versicherten, dass er jeden Aspekt der Streifen mitbestimmen könne.

Craig hatte Mitsprachrecht bei Drehbüchern

Produzentin Barbara Broccoli weiter: „Es brauchte einiges an Überzeugungskraft aber schlussendlich setzte er sich mit Michael und mir hin und sagte ‚Wenn ich es mache will ich ein integraler Teil des Prozesses sein. Ich will in die Drehbücher involviert sein, ich will in jeden Teil des Filmes involviert sein.’ Und wir stimmten zu.“

„Keine Zeit zu sterben“ feiert seine Weltpremiere am 28. September in London und kommt am 30. September in die hiesigen Kinos. (Bang)