Montag, 26. November 2018 14:05 Uhr

Der große Bertolucci ist tot: Seine berühmtesten Filme

Seine Filme haben Geschichte geschrieben und immer wieder für Polemik gesorgt. Nun ist der italienische Regisseur und Oscar-Preisträger Bernardo Bertolucci gestorben.

Der große Bertolucci ist tot: Seine berühmtesten Filme

Bernardo Bertolucci 2012 in Rom. Foto: Andrew Medichini

Der 77-Jährige sei am heutigen Montagmorgen in seinem Haus in Rom gestorben, sagte eine Sprecherin seiner Agentur der Deutschen Presse-Agentur. Er habe an Krebs gelitten.

Der zweifache Oscar-Preisträger saß seit Jahren wegen einer misslungenen Bandscheiben-Operation im Rollstuhl. Bekannt ist er für seine Meisterwerke „Der letzte Tango in Paris“, das monumentale, fünfstündige Filmepos „1900“ und „Der letzte Kaiser“. Nach zehnjähriger Regiepause war Bertolucci mit „Ich und du“ (2012) in die Kinos zurückgekehrt.

Der große Bertolucci ist tot: Seine berühmtesten Filme

Regisseur Bernardo Bertolucci (l) im Gespräch mit seinen Hauptdarstellern Marlon Brando (M) und Maria Schneider bei den Dreharbeiten zu „Der letzte Tango in Paris“ 1972. Foto: UPI

Einer der größten Regisseure der Neuzeit

Er werde als einer der Größten des italienischen und internationalen Films erinnert werden, erklärten die Internationalen Filmfestspiele von Venedig auf Twitter. Die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ nannte Bertolucci den „letzten Meister des italienischen Films“, der nicht nur Regisseur, sondern auch Dichter, Produzent, Polemiker und brillanter Autor gewesen sei.

Am 16. März 1941 wurde Bertolucci in Parma geboren und ging später beim umstrittenen Regisseur Pier Paolo Pasolini in die Lehre.

Gelobt wurde Bertolucci für die Bandbreite seines Werks, das schon vor seinem Tod zu den Klassikern der Moderne zählte: Seine Filme thematisierten das Verbotene, das Verborgene, sexuelle Gefühle; sie waren politisch und historisch.

1987 feierte Bertolucci seinen wohl größten Erfolg. „Der letzte Kaiser“ ging mit neun Oscars und vier Golden Globes in die Kinogeschichte ein. In dem Film geht es um das Leben des letzten chinesischen Imperators, der bereits als Dreijähriger an die Macht kam, von den Untertanen als Gott verehrt wurde und „wie ein Gefangener seiner eigenen Macht lebte“. Bertolucci durfte damals als erster westlicher Regisseur an Originalschauplätzen in Peking drehen. (dpa/KT)

Der große Bertolucci ist tot: Seine berühmtesten Filme

Regisseur Bernardo Bertolucci (l) im Gespräch mit seinen Hauptdarstellern Marlon Brando (M) und Maria Schneider bei den Dreharbeiten zu „Der letzte Tango in Paris“ 1972. Foto: UPI

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren