Donnerstag, 23. Januar 2020 23:45 Uhr

Dev Patel über seinen „Copperfield“-Film

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Dev Patel konnte mit früheren ‚David Copperfield‘-Filmen nie etwas anfangen – die Neuverfilmung von 2019 hält er aber aufgrund des multikulturellen Casts für „nachvollziehbar“.

Der 29-jährige Schauspieler mit indischen Wurzeln spielt die titelgebende Hauptrolle in Armando Iannuccis ‚The Personal History of David Copperfield‘. Filmvorlage ist der berühmte gleichnamige Roman von Charles Dickens aus dem Jahr 1850, der autobiographische Elemente des Autors enthält.

„Ich wollte, dass es die heutige Zeit widerspiegelt“

Neben Dev Patel spielen Peter Capaldi, Ben Wishaw und Tilda Swinton mit. Der Part von David Copperfield ging bisher immer an weiße Schauspieler, was Dev in früheren Verfilmungen abgeschreckt hatte.

Der 29-Jährige erhofft sich, dass es Kindern, die diesen Film anschauen, anders gehen wird und erklärte gegenüber dem ‚Evening Standard“: „Ich hoffe, dass es Kinder gibt, die […] auch so aufgewachsen sind wie ich, die sich den Filmtrailer anschauen und sich denken: ‚Da ist ein Gesicht, das mich in diesem Film repräsentiert.'“ Der ‚Slumdog Millionär‚-Star hält eine multinationale Besetzung für sehr wichtig, „damit jeder erkennt, dass wir alle gleich sind. [Multikulturelles Casten] baut Empathie auf.“

Dev Patel: Diese Hoffnung hat er für seinem neusten Film

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„Ich war total überwältigt“

Der indischstämmige Schauspieler ist Regisseur Armando sehr dankbar, dass er für ihn regelmäßig in die Bresche gesprungen ist, wenn es Diskussionen zur Besetzung gab. Dev Patel erzählte: „Ich war total überwältigt, dass er mir diese Filmrolle anvertraut hat. Iannucci musste sich ständig dafür rechtfertigen, dass er jemanden wie mich gecastet hat und ich fühlte mich wirklich geehrt, dass er für mich in den Krieg gezogen ist.“

Der 56-jährige Filmemacher verteidigte seine Casting-Entscheidung bereits auf den Rakuten TV Empire Awards 2018: „Es spielt zwar im Jahr 1840, aber ich wollte, dass es die heutige Zeit widerspiegelt und ich könnte mir niemanden vorstellen, der die Rolle besser darstellen könnte.“ Er konterte abschließend: „An keiner Stelle im Buch heißt es, dass David ein weißer Mann ist.“

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