Superhelden und Halloween-HorrorDwayne Johnsons „Black Adam“ und mehr: Die Kino-Tipps im Oktober

Der eine steht (vermeintlich) vor dem Ende seiner Leinwand-Präsenz, der andere fängt gerade erst an: Killer Michael Myers und Superheld Black Adam. (stk/spot)
Der eine steht (vermeintlich) vor dem Ende seiner Leinwand-Präsenz, der andere fängt gerade erst an: Killer Michael Myers und Superheld Black Adam. (stk/spot)

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SpotOn NewsSpotOn News | 29.09.2022, 20:00 Uhr

Vom Beginn einer wohl großen Superheldenreise über reale Amazonen hin zum Ende des Gruselfests Halloween: Diese Filme hält der Oktober parat.

Der Kino-Oktober ist traditionell in Horror-Hand – immerhin wollen sich Jahr für Jahr neue Schocker pünktlich zum Gruselfest Halloween in Stellung bringen. Auch 2022 stellt keine Ausnahme dar, mit „Halloween Ends“ soll die Reboot-Trilogie zu John Carpenters (74) Kultfilm von 1978 ihr Ende finden – und so auch Scheusal Michael Myers? Noch größere Wellen als dieses Finale könnte jedoch ein Beginn schlagen: Mit „Black Adam“ feiert Dwayne Johnson (50) den Start seiner Karriere als DC-Superheld. Apropos hohe Wellen: Für die sorgte in den USA bereits der Streifen „The Woman King“ mit Viola Davis (57) – und das nicht nur auf positive Weise.

„The Woman King“, 13. Oktober

Die Agojie, eine rein weibliche Einheit von Kriegerinnen, verteidigten das afrikanische Königreich von Dahomey im 19. Jahrhundert mit ihren bemerkenswerten Kampfkünsten und einer Heftigkeit, die die Welt so bisher nicht erlebt hatte. Von wahren Ereignissen inspiriert, erzählt „The Woman King“ von der emotionalen und epischen Reise der Generalin Nanisca (Davis), die eine nachfolgende Generation von Kriegerinnen rekrutiert und auf den Kampf gegen einen Feind vorbereitet, der ihre Lebensweise zu zerstören droht. Denn für manche Dinge lohnt es sich zu kämpfen!

Einschätzung:

Der auf einer wahren Geschichte basierende Streifen von Gina Prince-Bythewood (53) kam in den USA bereits gut an den Kinokassen an. Nicht zuletzt die einmal mehr aufopfernd spielende Hauptdarstellerin, Oscarpreisträgerin Viola Davis, wird besonders lobend hervorgehoben. Das ist durchaus erstaunlich, denn „The Woman King“ sah sich im Vorfeld der Veröffentlichung starkem Gegenwind ausgesetzt. Der Vorwurf: Es werde darin ein Stamm glorifiziert, der aktiv im Sklavenhandel involviert war. Gar der Hashtag #BoycottWomanKing machte die Runde. Dabei wird dieses verwerfliche Vorgehen durchaus im Film beleuchtet und kritisch hinterfragt.

„Halloween Ends“, 13. Oktober

Vier Jahre sind seit den blutigen Ereignissen von Halloween Kills vergangen. Laurie Strode (Jamie Lee Curtis, 63) lebt inzwischen mit ihrer Enkelin Allyson (Andi Matichak, 28) zusammen und schreibt ihre Memoiren. Der psychopathische Serienmörder Michael Myers wurde seitdem nie wieder gesehen. Für Laurie Grund genug, sich endlich von dem Schrecken loszusagen, der ihre Realität jahrzehntelang verfolgt und bestimmt hat, Angst und Wut den Rücken zu kehren und ihr Leben zu genießen. Doch als der junge Babysitter Corey Cunningham (Rohan Campbell, 25) beschuldigt wird, einen kleinen Jungen ermordet zu haben, entfacht das eine Welle der Gewalt und des Terrors, die Laurie zwingt, sich noch einmal dem ultimativen Bösen zu stellen.

Einschätzung:

Bekommt die Neuauflage der „Halloween“-Reihe wieder die Kurve? Dem ansprechenden Auftakt der neuen Trilogie folgte mit „Halloween Kills“ eine mehr als mäßige Fortsetzung. Wenn Teil drei nicht wie all die anderen Sequels zum Original von 1978 in der Versenkung verschwinden will, muss er abliefern. Immerhin: Das Ende von Teil zwei schuf gute Voraussetzungen dafür, dass Jamie Lee Curtis‘ Figur Laurie mit gehörig Wut im Bauch gegen ihre Nemesis antreten wird – und dem hoffentlich endlich den Garaus macht.

„Black Adam“, 20. Oktober

Fast 5.000 Jahre ist es her, dass die antiken Götter Black Adam (Johnson) mit unvorstellbaren Kräften beschenkt haben. Fast ebenso lange fristete er sein Dasein in Gefangenschaft. Doch nun wurde er aus seinem irdischen Kerker befreit – und ist fest entschlossen, die moderne Welt seine ganz eigene Form der Rache spüren zu lassen.

Einschätzung:

Kaum zu glauben, aber Dwayne „The Rock“ Johnson musste bis ins Jahr 2022 warten, ehe auch er der namhaften Riege an Schauspierinnen und Schauspielern angehören darf, die Comic-Figuren verkörpern. Für Platzhirsch Marvel hat es jedoch noch nicht gereicht, „Black Adam“ stammt aus dem DC- und damit aus dem Batman-Universum. Außerhalb der Comic-Bubble dürfte zudem der Antiheld Black Adam den wenigsten Menschen etwas sagen – das kann aber auch als Chance wahrgenommen werden. So hat Johnson die Möglichkeit, dem Charakter seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken.