Superman wird weniger patriotisch: „American Way“ wird aus Motto entfernt

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 19.10.2021, 22:10 Uhr
Superman wird weniger amerikanisch: Erneute Änderung am Kult-Superhelden
Superman wird weniger amerikanisch: Erneute Änderung am Kult-Superhelden

IMAGO / Everett Collection / MSDSUPE WB016

Superman ist nicht nur seit neuestem bisexuell, sondern wird nun auch weniger patriotisch — dafür sorgt der Comic-Konzern DC Comics mit einer Änderung.

Der US-amerikanische Comic-Konzern DC Comics nimmt erneut Änderungen an der Figur von Superman vor — und überarbeitet den etablierten Leitspruch des legendären Superhelden. Bislang hieß das Motto von Superman „Truth, Justice and the American Way“ – auf Deutsch: „Wahrheit, Gerechtigkeit und der amerikanische Weg“.

Wie DC-Kreativchef Jim Lee auf dem Fanevent DC Fandome vor kurzem bekannt gab, wird der Begriff „American Way“ künftig rausgestrichen. Das neue Motto lautet stattdessen: „Truth, Justice and a Better Tomorrow“.

So erklärt DC Comics die Änderung

Aus dem patriotisch anmutenden „amerikanischen Weg“ wird also ein „besseres Morgen“ — und das hat laut Lee auch seine Gründe. „Um die Geschichten, die wir bei DC erzählen, besser widerzuspiegeln und Supermans unglaubliches Vermächtnis von über 80 Jahren Aufbau einer besseren Welt zu ehren, entwickelt sich Supermans Motto weiter. Superman ist seit langem ein Symbol der Hoffnung, das die Menschen inspiriert, und es ist dieser Optimismus und diese Hoffnung, die ihn mit diesem neuen Leitsatz vorantreiben“, erklärte er in einem Statement.

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Superman ist bisexuell

Überhaupt scheinen die Verantwortlichen ziemlich veränderungsfreudig, wenn es um den Comichelden geht. Wie „The Hollywood Reporter“ berichtete, bekennt sich der neue Superman der Erde, Jon Kent, in der aktuellen Ausgabe des Comics „Superman: Son of Ka-El“ zu seiner Bisexualität. Der Autor des Comics, Tom Taylor, zeigte sich begeistert: „Das Symbol von Superman stand schon immer für Hoffnung, Wahrheit und Gerechtigkeit. Heute steht dieses Symbol für etwas mehr. Heute können sich mehr Menschen in dem mächtigsten Superhelden der Comics wiedererkennen.“

Wenig überraschend sorgte diese Änderung aber auch für viel Kritik und Empörung. Unter anderem hatte der frühere Superman-Darsteller Dean Cain (55) dem DC-Konzern vorgeworfen, auf den Zug der Political Correctness aufzuspringen. 

Auch Batman wird anders

Wer den etwas düstereren Batman Superman vorzieht, darf sich indes auf 2022 freuen: Da erscheint mit „The Batman“ der neueste Streich aus Gotham City. Erstmals schlüpft der ehemalige „Twilight“-Star Robert Pattinson (35) in die Rolle des Batman – und eines weiß man schon: Der neue Batman wird rau, düster — und (vor allem für Pattinson) sehr schweißtreibend.