Donnerstag, 11. April 2019 18:03 Uhr

Filmkritik „Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück“

Foto: X Verleih AG, Edith Held

Ein Gute-Laune-Film für die ganze Familie: „Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück“. Ab heute startet das Schuljungen-Abenteuer um einen Pechvogel der besonderen in den Kinos.

Filmkritik "Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück"

Foto: X Verleih AG, Edith Held

Alfons (Tilmann Döbler) ist 10 und träumt in seiner Bettwäsche mit bedrucktem Weltraumanzug von großen Taten im All. Mit Alexander Gerst (als er selbst) und Astronaut Sergej Krumov (Bürger Lars Dietrich) als Teamkameraden, die sich auf Alfons verlassen und ihm ggf. auch Mut zusprechen ist Astronaut Alfons eine seriöse Fachkraft in der Raumkapsel. Zumindest solange, bis er vom Wecker-Piepen wieder im Alltag landet.

Und von da an beginnt ein anderer Traum, ein Alptraum namens Schule.

Schule ist ein Ort zum Scheitern

Benni (Leopold Schill) ist Alfons Freund und ein Schlaumeier, der in dem zarten Alter von 10 schon weiß, wie einschüchternd die gedrechselten Sätze eines Juristen für Normalos klingen können. Selbstverständlich will Benny Anwalt werden – einer, der nie verliert. Das Benni und Alfons trotzdem Freunde sind, ist wohl dem Umstand zu verdanken, dass sie beide ein bisschen anders als die anderen sind. In Szene gesetzt wird die Kleinstadtidylle als ein Heile-Welt-Abenteuer, ein klitzekleines bisschen Tom-Sawyer-Spirit liegt in der Luft, aber Alfons Konflikte sind harmlos.

Filmkritik "Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück"

Foto: X Verleih AG, Edith Held

Das er ein Satansbraten sein soll, das spielen die anderen. Da wären Lehrer Flickendorf (Thorsten Merten), Chemielehrer Dr. Olaf Schubert (Olaf Schubert) oder die Direktorin Dr. Girzig (Katharina Thalbach), die ihre Leidensgeschichte mit dem missratenem Bengel sehr pointiert zum Ausdruck bringen. Alleine das macht schon sehr viel Freude mitanzusehen.

Familie Zitterbacke ist fantasiebegabt

Slapstick und Klamauk herrschen aber nicht nur in den Klassenräumen, sondern wurde quasi vererbt. Alfons Vater Paul (Devid Striesow) gibt vor, ein sehr strenger Vater zu sein und hat dabei die Durchsetzungskraft eines Wackelpuddings. Devid Striesow gibt dem Vater-Sohn-Konflikt richtig Zunder.

Filmkritik "Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück"

Foto: X Verleih AG, Edith Held

Ob beim Kopfsprung üben am heimischen Bett auf die Matratze oder am Sprungturm selbst – der Vater macht immer eine 1A-Figur und berät seinen Sohnemann auf das Allernützlichste. Das Scheitern des kleinen Pechvogels ist in diesen Aktionen wie auf Schienen vorgezeichnet.

Mama Zitterbacke (Alexandra Maria Lara) ist da weiser unterwegs, aber auch sie irgendwie machtlos. Eine wirklich nette und fantasiebegabte Familie.

Filmkritik "Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück"

Foto: X Verleih AG, Edith Held

Alfons setzt sich durch

Als an der Schule ein Fluggerätewettbewerb ausgeschrieben wird, will Alfons endlich zeigen, was er kann. Allen Klassenpöbeln und Lehrern, die ihn nicht leiden können, will Alfons gewinnen. Mit Ideenreichtum und Bastelleidenschaft tritt er, Benni und die Neue in der Klasse, Emilia (Lisa Moell) beim großen Finale an. Ob Alfons mit der Explosionskraft seiner Weltraumrakete auch richtig gerechnet hat, das wird sich dann zeigen.

Filmkritik "Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück"

Foto: X Verleih AG, Edith Held

Fazit: Die Neuverfilmung der DDR-Kinderbuchklassiker Alfons Zitterbacke – Geschichten eines Pechvogels“ von Gerhard Holtz-Baumert (1958) ist rundum gelungen. Das die DDR dabei gar keine Rolle mehr spielt, zeigt nur, dass die Schuljungen-Abenteuer auch gar keine DDR-Vergangenheit brauchen. Ein Gute-Laune-Film für die ganze Familie. (Kinotante Katrin)

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