Donnerstag, 7. März 2019 19:48 Uhr

Filmkritik „Captain Marvel“: Brie Larson als großartige Superheldin!

Ab heute fliegt eine Frau durchs All: Brie Larson ist „Captain Marvel“. Im neuen Marvel-Abenteuer steht eine Frau im Zentrum – und was für eine: Brie Larson besteht ihre Verwandlung in eine Superheldin mit Bravour!

Filmkritik „Captain Marvel“: Brie Larson als großartige Superheldin!

Foto: Chuck Zlotnick/Marvel Studios 2019

Vers (Brie Larson) ist eine Kämpfernatur. Sie ist von den Schreckensbringern der Galaxy, den Kree, ausgebildet worden. Ihr Lehrer, der nicht minder durchtrainierte Starforce Kommander Yon-Rogg (endlich mal wieder zu sehen: Jude Law) provoziert Vers immer wieder, um auch ihr mentale Stärke zu trainiern. Soweit, so banal. Und Obacht, gleich zu Anfang: Das, wo Jude Law draufsteht, auch ein falsches Spiel drin sein kann, beweist der Charakterdarsteller auf das Vorbildlichste. Herrlich!

Und es macht Wumms

Vers ist im Auftrag der Sicherheit im All unterwegs als sie abstürzt und auf den Planeten C53 zurast. Ohne alles, versteht sich, nur den Kampfanzug an, so macht man das im Marvel-Universum. C53 ist ein „Scheißloch“, das kaum jemand kennt, geschweige denn schätzt. Vers knallt fast ungebremst auf C53 durch die Decke einer Blockbuster-Video-Verleih-Filiale und dann beginnt das eigentliche Abenteuer: verstehe einer die Menschen in den 90ern! Die Filiale liegt schnuckelig an einem überdimensionierten Parkplatz, kein Trost für das Auge sind auch die Video-Preziosen, deren Hüllen sich Vers sich im Vorbeigehen ansieht. Es dauert nicht lange, bis der wunderbar trottelige Vorort-Cop Verstärkung ruft, denn so unauffällig ist Vers trotz höflichen Auftretens dann doch nicht.

Filmkritik „Captain Marvel“: Brie Larson als großartige Superheldin!

Foto: Marvel Studios 2019

Das Traumpaar formiert sich

S.H.I.E.L.D.-Agent Nick Fury (Samuel L. Jackson) wird zur Blockbuster-Filiale gerufen und damit ist die Grundeinstellung von „Captain Marvel“ gesetzt. Die beiden geben sich Zunder, werden aber flott ehrlich miteinander und von da an läuft’s. Was soll man sagen: ein Freund, ein guter Freund..

Filmkritik „Captain Marvel“: Brie Larson als großartige Superheldin!

Foto: Chuck Zlotnick/Marvel Studios 2019

Schöne alte Zeit, in der Vers da umherirrt: kein Internet, Videokassetten, Autos mit Charakter und sowieso Entschleunigung ohne Ende. Die Elite-Soldatin Vers hat immer wieder krasse Flashbacks und ihr ist, als wäre sie schon auf der Erde gewesen.

Die Spurensuche nach der Vergangenheit beginnt im Blockbuster-Video-Verleih. Der Fall aus dem Weltraum ist der Anfang einer Identitätssuche, die von den Regisseuren Anna Boden und Ryan Fleck klassisch erzählt wird. Mit dem stets wunderbaren Samuel L. Jackson als Fury an ihrer Seite kann die Geschichte bis zum bitteren Ende entblättert werden.

Filmkritik „Captain Marvel“: Brie Larson als großartige Superheldin in den 90ern!

Foto: Chuck Zlotnick/Marvel Studios 2019

Das neue Traumpaar haut um sich

Das neue Traumpaar Vers und Fury rennt fortan und kickt und schießt sich durch Flure und Flugzeughangars. Vers hatte Recht, sie hat eine Vergangenheit auf der Erde. Sie war Pilotin und ihr Name ist Carol Danvers. Die beiden erhalten Verstärkung von der Ex-Pilotin Maria (Lashana Lynch), deren Tochter und einem entzückenden roten Miezekätzchen, in das Fury absolut vernarrt ist. Ein Kater mit Zusatzfunktionen, wenn die Bemerkung erlaubt sein darf.

Filmkritik „Captain Marvel“: Brie Larson als großartige Superheldin in den 90ern!

Foto: Marvel Studios 2019

In diesen Visionen, die Vers immer wieder umhauen, kommt immer wieder eine Frau vor. Sie ist die „Oberste Intelligenz“ und wird von Annette Bening gespielt. Vers muss entschlüsseln, was sie mit ihr zu tun hatte.

Wissen macht Ärger

Als Vers klar wird, wie es um sie steht, zeigt sie als Captain Marvel, was an Superkräften in ihr steckt. Ronan (wie immer von dem tollen Lee Pace gespielt), der kreuzgefährlichste aller Marvel-Schurken, bekommt die Kraft und die Überlegenheit demonstriert. Die Fangemeinde darf sich auf darauf freuen, wie das aussieht, wenn sein Herzenswunsch erfüllt wird. Ronan will wieder kommen nach C53. auf seinem neuen Wunschzettel steht ganz oben „Das Girl“.

Filmkritik „Captain Marvel“: Brie Larson als großartige Superheldin in den 90ern!

Foto: Chuck Zlotnick/Marvel Studios 2019

Fazit: Nicht gerade zimperlich! Endlich eine Frau an Top-1-Position und dann das: „Captain Marvel“ ist eigentlich eine schnurrige Buddy-Komödie um den alten Hollywood-Hasen Samuel L. Jackson. Aber der bringt’s und lässt die 128 Min. im Nu vorüberziehen. (Kinotante Katrin)

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